E-Postbrief

Gericht zweifelt Werbeaussagen der Deutschen Post an

Das Landgericht Bonn hat die Werbeaussagen der Deutschen Post zum E-Postbrief als irreführend bezeichnet. Das berichtet der Spiegel. Nach Auffassung des Gerichts könne der E-Postbrief nicht als Ersatz für einen herkömmlichen Brief verwendet werden.

Anzeige

In einem vom Bundesverband der Verbraucherzentralen angestrengten Verfahren fing sich der E-Postbrief der Deutschen Post massive Kritik ein. Das Landgericht Bonn habe die Werbeaussagen zum E-Postbrief als irreführend bezeichnet, heißt es in einem Vorabbericht des Spiegel. Demnach fehle dem E-Postbrief eine sichere elektronische Signatur. Dadurch könne der E-Postbrief den herkömmlichen Brief auch nicht ersetzen.

Die Deutsche Post hat den E-Postbrief damit beworben, dass er "so sicher und verbindlich" sei "wie der Brief". Er übertrage "die Vorteile des klassischen Briefs ins Internet", versicherte die Post in ihren Werbebotschaften. Das sah das Landgericht Bonn ganz anders.

E-Postbrief ist kein Ersatz für einen herkömmlichen Brief

Das Gericht betonte, dass etwa bei einer Kündigung einer Wohnung die bisherige Schriftform zwingend vorgeschrieben sei. Zudem müssten solche Schriftstücke mit der eigenhändigen Unterschrift versehen sein. All das kann der E-Postbrief demnach nicht bieten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zog vor Gericht, weil er befürchtete, dass Verbraucher durch die E-Postbrief-Werbung getäuscht werden.

Die Verbraucherschützer befürchten, dass Verbraucher wichtige Fristen etwa bei Kündigungen versäumen könnten, wenn sie den Werbeaussagen der Post folgten.

Die Post versucht seit einiger Zeit, den E-Postbrief als Alternative zum herkömmlichen Brief zu lancieren. Es ist eine Mischung aus E-Mail und normalem Brief. Die Post befürchtet einen weiteren Umsatzrückgang, weil immer weniger Briefe geschrieben werden als noch vor einigen Jahren.

Der Gerichtsbeschluss ist nach den Angaben des Magazins allerdings noch nicht rechtskräftig.


Schiwi 15. Aug 2011

Wie du vielleicht vergessen hast, waren die Franzosen und die Französische Sprache vor...

Keridalspidialose 15. Aug 2011

irreführend und anzuzweifeln. Das ist die Natur von Werbeaussagen.

Shadow27374 14. Aug 2011

Solange es keine Ende zu Ende Verschlüsselung gibt sind beide Produkte in ihrer...

Kommentieren


News und Tipps für Verbraucher / 15. Aug 2011

E-Postbrief ist umstritten



Anzeige
  1. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. IT-Projektmitarbeiter (m/w) DB / Logistiksoftware
    transmed Transport GmbH, Regensburg
  3. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  4. Senior Consultant SAP Business Objects (m/w)
    BASF IT Services Consult GmbH, Ludwigshafen oder Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
SAP: "Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"
SAP
"Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"

Laut einem SAP Vice President für die Cloud-Sparte sind USB-Sticks mit Schadsoftware und selbstgestrickte IT die Hauptgefahren für die Sicherheit der Unternehmens-IT.

  1. Cloud Computing Opennebula 4.0 erlaubt VM-Snapshots
  2. Openstack IBM setzt bei Cloud-Computing auf Open Source
  3. Dell Ophelia Android-Cloud mit HDMI-Anschluss

Geplante Obsoleszenz: Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab
Geplante Obsoleszenz
Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab

Die Regierungsmehrheit hat im Umweltausschuss verhindert, dass das Verkleben von im Macbook Pro eingebauten Komponenten verboten wird. Diese Praxis erschwert laut einem Gutachten einen Austausch oder eine Reparatur.

  1. Geplante Obsoleszenz Gesetz soll Mindestnutzungsdauer für Elektronik erzwingen
  2. Zendock Dockingstation für Macbook Pro und Retina-Modelle
  3. Geplante Obsoleszenz Grünen-Gutachten kritisiert verklebtes Macbook Pro

Security: Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
Security
Gefährliche Lücke im Linux-Kernel

Über eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann sich ein lokaler Angreifer von einem eingeschränkten Konto Root-Rechte verschaffen. Die Schwachstelle besteht bereits seit mehreren Jahren. Die Lücke wurde klammheimlich geschlossen.

  1. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung
  2. Security D-Link patcht Sicherheitslücken in Routern und IP-Kameras
  3. Stonesoft Intel bietet 389 Millionen Euro für Firewall-Anbieter

Zum Artikel