Mars-Mission: Curiosity wird startklar gemacht
Mars-Rover Curiosity: Masten einziehen und Räder einklappen (Bild: Nasa)

Mars-Mission

Curiosity wird startklar gemacht

Die Nasa macht den Mars-Rover Curiosity für den Start klar: Am heutigen Samstag beginnen Techniker mit der Verpackung des Fahrzeugs. Am 25. November 2011 soll die Reise zum Mars beginnen.

Anzeige

Die Vorbereitungen der US-Weltraumbehörde Nasa für die kommende Mars-Mission laufen auf Hochtouren: Am heutigen 13. August 2011 beginnen Nasa-Mitarbeiter, das mobile Mars Science Laboratory, Curiosity genannt, zu verpacken, berichtet das auf Weltraumthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Space.com. Der Start ist für November geplant. Zuvor hatten Nasa-Techniker in umfangreichen Tests sichergestellt, dass Curiosity auch voll funktionsfähig ist.

Zuerst werden die Aufbauten für den Start bereitgemacht. Als erstes werden die Nasa-Mitarbeiter die Antenne des Mars-Rovers zusammenfalten. Als nächstes wird der Mast eingefahren. An dem sitzen die beiden Stereokameras, die Curiosity zur Navigation braucht und zwei wissenschaftliche Instrumente, mit denen der Rover seine Umgebung erforscht. Außerdem muss der über 2 Meter lange Roboterarm eingeklappt und gesichert werden. Damit wird der Rover den Marsboden erforschen und Proben entnehmen. Als letztes werden schließlich die sechs Räder des etwa drei Meter langen Curiosity unter das Chassis geklappt.

Reaktor am Schluss

Sind die Aufbauten und die Räder gesichert, wird der Curiosity für den Transport verpackt. Als letztes wird noch die Energiequelle des Curiosity installiert, eine Radionuklidbatterie, die die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie wandelt. Die Radionuklidbatterie soll den Rover mindestens ein Marsjahr lang mit Energie versorgen. Ein Marsjahr entspricht 687 Erdtagen.

  •  
  • Der sechsrädrige Rover Curiosity ist etwa so groß wie ein Mini. (Bild: Nasa)
  • Er wird derzeit für die Reise zum Mars vorbereitet. (Bild: Nasa)
  • Schemazeichnung des Rovers, dessen Bezeichung eigentlich Mars Science Laboratory lautet (Bild: Nasa)
  • Das designierte Landegebiet: der Gale-Krater, der etwas südlich des Mars-Äquators liegt (Bild: Nasa)
 

Der Start soll am 25. November 2011 stattfinden. Gegen 10.20 Uhr Ortszeit wird Curiosity an Bord einer Atlas-V-Trägerrakete vom Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus abheben. Die Flugzeit wird über acht Monate dauern. Im August 2012 soll Curiosity den Mars erreichen.

Fallschirm und Raketenkran

In der Marsumlaufbahn angekommen, wird die Kapsel kurz vor dem Aufprall auf der Oberfläche einen Fallschirm öffnen, der den Fall bremst. Etwa 20 Meter über dem Boden werden Curiosity und eine Art Raketen-angetriebener Kran ausgeklinkt. Die Raketen fangen den freien Fall ab und der Kran lässt den Rover sicher auf die Marsoberfläche hinunter.

Aufgabe von Curiosity ist, nach Kohlenstoffverbindungen sowie anderen Zeichen von Leben auf dem Mars zu suchen. Außerdem wird er die Bedingungen auf dem Nachbarplaneten erforschen wie Bodenbeschaffenheit, Klima oder Strahlung. Schließlich soll er auch Wasser aufspüren.


wp (Golem.de) 15. Aug 2011

Stimmt. Sorry für den Fehler - ich habe den Text entsprechend korrigiert. wp (Golem.de)

eisensten 15. Aug 2011

Das ist nicht ganz korrekt. Die Energiequelle arbeitet immer noch einwandfrei, nur ist...

c3rl 14. Aug 2011

Der Mars hat eine Atmosphere von ca. 6 hPa, welche aus 95% CO2 besteht. Ist damit...

Kommentieren



Anzeige

  1. Sachbearbeiter (m/w) IT-Revision
    Sparkasse Mittelthüringen, Mittelthüringen
  2. IT-Consultant (m/w) Inhouse System Engineering
    Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln
  3. Datenbank-Entwickler MS SQL Server / Oracle (m/w) Automatisierungssysteme für die Automobilentwicklung
    KRATZER AUTOMATION AG, Unterschleißheim (bei München)
  4. SAP Application Manager (m/w) SD, CS, GTS
    über p3b, Winterthur (Schweiz)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Tiger and Dragon II

    Netflix bietet ersten Kinofilm gleichzeitig zur Premiere

  2. Darkfield VR

    Kickstart für Dogfights mit Oculus Rift

  3. Neue Red-Tarife

    Vodafone bucht Datenvolumen automatisch nach

  4. Freies Betriebssystem

    FreeBSD-Kernel könnte in Debian Jessie entfallen

  5. Kontonummerncheck

    Netflix akzeptiert Kunden einiger Sparkassen nicht

  6. Mittelerde Mordors Schatten

    6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig

  7. Ressl

    LibreSSL-Projekt erstellt nutzerfreundliches SSL-API

  8. Ausgründung

    Ebay und Paypal trennen sich

  9. OS X

    Apple liefert Patch für Shellshock

  10. Elektromagnetik

    Der Dietrich für den Dieb von heute



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Deutsche Telekom: 300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
Deutsche Telekom
300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
  1. Deutsche Telekom Umstellung auf VoIP oder Kündigung
  2. Entlassungen Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark
  3. Mobile Encryption App angeschaut Telekom verschlüsselt Telefonie

Nicholas Carr: Automatisierung macht uns das Leben schwer
Nicholas Carr
Automatisierung macht uns das Leben schwer
  1. HP Proliant m400 Moonshot-Microserver mit 64-Bit-ARM-Prozessoren
  2. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt
  3. Computerchip IBM stellt künstliches Gehirn vor

Bash-Lücke: Die Hintergründe zu Shellshock
Bash-Lücke
Die Hintergründe zu Shellshock
  1. Shellshock Immer mehr Lücken in Bash
  2. Linux-Shell Bash-Sicherheitslücke ermöglicht Codeausführung auf Servern

    •  / 
    Zum Artikel