WASP wird präsentiert
WASP wird präsentiert (Bild: Mike Tassey u. Richard Perkins/Screenshot: Golem.de)

IT-Sicherheit

Hacker-Drohne hört Handy-Gespräche mit

Zwei Sicherheitsexperten haben demonstriert, wie die Zukunft des Hackens aussehen könnte: ein unbemanntes Flugzeug, das unbemerkt Handys abhört und WLAN-Daten sammelt - zusammengebaut aus Teilen für wenige Tausend Dollar, die jeder legal erwerben kann.

Anzeige

Unbemerkt von jedem Radar bewegt sich eine Drohne durch die Lüfte. Ein starkes GSM-Signal sorgt dafür, dass Mobiltelefone das Flugobjekt für einen Handymast halten und sich mit ihm verbinden. So kann die Drohne aus sicherer Distanz lauschen und die Telefonate ihrer Opfer an den Angreifer übertragen.

Was klingt wie die neueste High-Tech-Waffe von Militär und Geheimdiensten, ist die Heimarbeit von zwei IT-Sicherheitsexperten. Mike Tassey und Richard Perkins haben die Hacker-Drohne gebaut - nur mit Teilen, die legal im Handel erworben werden können, wie US-Medien berichten. Für den Spion aus der Luft mussten die beiden Berater demnach nur rund 6000 Dollar anlegen. "Dafür benötigt man keinen Doktortitel vom MIT", sagte Perkins im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN.

Die Drohne macht sich zunutze, dass sich die meisten Handys automatisch mit dem jeweils stärksten Handysignal verbinden. Weil die Verschlüsselung des nach wie vor verbreiteten GSM-Mobilfunkstandards längst geknackt ist, kann die Drohne Gespräche mithören und aufzeichnen. Zusätzlich kann sie sich auch in offene WLAN-Netzwerke einklinken und deren Internetverkehr mitlesen. Allerdings werden die meisten WLAN-Netzwerke heute verschlüsselt betrieben.

GSM-Schwachstellen lange bekannt

Das Global System for Mobile Communications (GSM) dagegen ist auch heute noch eine der weltweit verbreitetsten Technologien. In Europa und Afrika ist der Mobilfunkstandard noch immer dominant, obwohl darin 20 Jahre alte Schutzmaßnahmen verwendet werden, die längst überholt sind.

Schon Ende vergangenen Jahres zeigte Karsten Nohl, Informatiker an der Universität von Virginia und Kryptografie- und Sicherheitsexperte, wie angreifbar der GSM-Standard ist. Auf dem Jahreskongress des Chaos Computer Club in Berlin demonstrierte er gemeinsam mit einem Fachkollegen, wie leicht sich Handy-Nutzer orten und abhören lassen. Vier Handys und eine kostenlose Software reichten dazu aus, wie sie vor Ort demonstrierten.

Die nun vorgestellte Drohne namens WASP (Wireless Aerial Surveillance Platform) lässt sich zum Glück aber auch zum Guten einsetzen, wie die beiden Erbauer sagen. Behörden könnten die Drohne beispielsweise dazu nutzen, das Mobilfunksignal einer vermissten Person aufzuspüren.


tommasch11 09. Aug 2011

Das Video stammt wohl von einem Freizeitkapitän auf einer Modeflugzeugschau - also...

burzum 09. Aug 2011

hanswurst2 schrieb viel Blödsinn: Ich bezweifel das Du eine Drone in ~200-300m Höhe oder...

Ernuwieder 08. Aug 2011

Es findet hier ja doch noch ein Freitag statt;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Webentwickler (m/w) IT
    Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG, Solingen
  2. Big Data Engineer (m/w)
    TeamViewer GmbH, Göppingen oder Stuttgart
  3. Spezialistin / Spezialist E-Government und Online-Services
    VBL, Karlsruhe
  4. (Junior) Survey Manager (m/w) Beratung Global Marketing Services
    Siemens AG, Mannheim

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. The Order: 1886 (uncut) Steelbook - [PlayStation 4]
    64,95€
  2. GRATIS: Syndicate bei Origin downloaden
  3. Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory Download
    4,95€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Forschung

    Graphen sollen LEDs verbessern

  2. Qualitätsprobleme

    Withings Activité Pop mit Glasbruch und Verletzungsgefahr

  3. Apple-Patent

    Smartphone-Kamera mit drei Sensoren

  4. Taxi-Dienst

    Uber plant neuen Dienst für Deutschland

  5. Pilotprojekt

    DHL-Paketkasten kommt in Mehrfamilienhäuser

  6. Technical Preview

    Windows 10 erscheint in Kürze für weitere Smartphones

  7. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  8. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar

  9. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen

  10. Test Woolfe

    Rotkäppchen schwingt die Axt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy S6 im Test: Lebe wohl, Kunststoff!
Galaxy S6 im Test
Lebe wohl, Kunststoff!
  1. Galaxy S6 Active Samsungs wasserdichtes Topsmartphone
  2. Galaxy S6 und S6 Edge Samsung meldet 20 Millionen Vorbestellungen
  3. Galaxy S6 und S6 Edge im Hands on Rund, schnell, teuer

Banana Pi M2 angesehen: Noch kein Raspberry-Pi-Killer
Banana Pi M2 angesehen
Noch kein Raspberry-Pi-Killer
  1. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen
  2. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern

HTC One (M9) im Test: Endlich eine gute Kamera
HTC One (M9) im Test
Endlich eine gute Kamera
  1. Lollipop Erstes HTC-One-Smartphone erhält kein Android 5.1

  1. Re: Ohne Outlook-Ersatz wird das weder bei Libre...

    Thunderbird1400 | 07:47

  2. Re: Das ist nur eine Meinung

    Coding4Money | 07:43

  3. Re: Die BRD möchte, dass ich ein E-Auto kaufe?

    robinx999 | 07:43

  4. Elon Musk

    Terence01 | 07:43

  5. Re: Indies vs AAA

    Feyh | 07:41


  1. 07:23

  2. 16:09

  3. 15:29

  4. 12:41

  5. 11:51

  6. 09:43

  7. 17:19

  8. 15:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel