Solid State Drives

Intel dementiert SSD-Probleme wegen Chipsatz-Bug

Die vor allem im Zusammenhang mit Sandforce-Controllern auftretenden Probleme sind laut Intel nicht auf einen Bug in Chipsätzen der Serie 6 zurückzuführen. Dennoch gibt es erste Firmwareupdates für SSDs, welche die Kompatibilität mit Intel-Chipsätzen verbessern sollen.

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OCZ hat auf seinen Webseiten die Firmware 2.11 für seine SSDs der Serien Vertex 3, Agility und Solid 3 bereitgestellt. In den Release Notes dazu (PDF) heißt es unter anderem, die neue Version solle "die Stabilität mit Intel-Chipsätzen" verbessern.

Manche Anwender führen in Problemberichten in Foren das Stepping 3 der Chipsätze der Serie 6 für Sandy-Bridge-CPUs (Core-i-2000) als Auslöser für Ärger mit ihren SSDs an. Oft berufen sich die Nutzer dabei auf ein Specification Update (PDF) von Intel. Dort wird als "Errata 15" auf Seite 7 ein Fehler in der Management Engine der Chipsätze beschrieben, der zum Einfrieren des Rechners führen kann. Dieser Effekt ist einer derjenigen, den die betroffenen Nutzer mit SSDs auf Basis von Sandforce-Controllern an Intel-Chipsätzen der Serie 6 beschreiben. Diese wurden vor dem Markstart mit dem Codenamen Cougar Point bezeichnet.

Laut Intel liegen die SSD-Hänger aber nicht an diesem - bei Intel stets vornehm als "Erratum" beschriebenen - Bug: "Intel sind keine Probleme mit HDDs/SSDs im Zusammenhang mit Intel-Chipsätzen, auch nicht mit Cougar Point - wie in den Foren-Diskussionen beschrieben - bekannt. Die diskutierten Probleme sind ferner nicht auf das publizierte Erratum zurückzuführen", teilte der Chiphersteller Golem.de in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Damit ist weiterhin unklar, was der Auslöser der Phänomene ist: Intel sagt, es liege nicht an den eigenen Chipsätzen und die SSD-Hersteller haben sich bisher auch nicht eindeutig geäußert. Dabei wirkt es besonders merkwürdig, dass auch Intel derzeit mit spontanen Ausfällen der eigenen SSDs der Serie 320 kämpft. Auch dafür soll es aber bald ein Firmwareupdate geben, hier steckt der Fehler also offenbar tatsächlich in den Laufwerken, nicht in den Chipsätzen.


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