Abo
  • Services:
Anzeige
Kugelrunder Roboter soll in Atomkraftwerken tauchen.
Kugelrunder Roboter soll in Atomkraftwerken tauchen. (Bild: Harry Asada/MIT)

Kugelrund

MIT-Roboter soll Rohrleitungen in Atomkraftwerken prüfen

Kugelrunder Roboter soll in Atomkraftwerken tauchen.
Kugelrunder Roboter soll in Atomkraftwerken tauchen. (Bild: Harry Asada/MIT)

Ein kleiner, kugelförmiger Roboter soll künftig in US-Atomkraftwerken nach Korrosionsschäden suchen.

Robotiker des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Roboter entwickelt, der in Atomkraftwerken eingesetzt werden soll. Der Roboter ist dafür gedacht, nach Schäden in den Systemen der Anlage zu suchen.

Der Roboter, der vom MIT-Forscher Harry Asada entworfen wurde, ist unscheinbar: Er hat die Form einer Kugel und ist in etwa so groß wie ein Hühnerei. Er wird durch die Rohrleitungen des Kraftwerks schwimmen und mit einer Kamera Bilder davon aufnehmen. So sollen die Kraftwerksmitarbeiter frühzeitig Korrosionsschäden an den Rohrleitungen erkennen.

Anzeige

Drahtlose Datenübertragung

Erst war geplant, dass der Roboter die Bilder aufzeichnet, die dann nach Abschluss der Tauchfahrt heruntergeladen werden. Dann entschieden sich die Wissenschaftler dafür, ein drahtloses System zu entwickeln, das die Bilder in Echtzeit auf einen Computer überträgt. Die Übertragung läuft laserbasiert. Die Reichweite soll bis zu 100 Meter betragen.

Als Antrieb dient keine Schraube oder ein anderes System, das außen an der Kugel sitzt - zu groß wäre die Gefahr, dass der Roboter sich irgendwo in den Innereien des Kraftwerks verhakt und steckenbleibt. Dann müsste die ganze Anlage stillgelegt werden, um den Roboter zu bergen, sagt Asada. Seine Kollegen und er haben deshalb ein Rückstoßsystem entwickelt: In die Hülle des Roboters sind Y-förmige Ventile eingelassen, durch die Wasser gepresst wird. Der Wasserstrahl erzeugt einen Rückstoß, der den Roboter vorwärtsbewegt. Diese Konstruktion war nur möglich, da der Roboter von einem 3D-Drucker aufgebaut wurde.

Strahlengeschützt

Das Besondere an dem Roboter ist, dass seine Systeme so ausgelegt sind, dass sie der starken Strahlung im Reaktor standhalten können. Der Roboter soll nämlich im Reaktorbehälter ausgesetzt werden und dann durch die Rohrleitungen patrouillieren.

Im Juni 2001 wurde in den USA eine Studie veröffentlicht, nach der in knapp 50 US-Atomkraftwerken in der Vergangenheit durch Korrosionslecks in Rohren das radioaktive Wasserstoffisotop Tritium ausgetreten ist. In den USA gebe es 104 Atomreaktoren, sagt Asada. "Davon sind 52 mindestens 30 Jahre alt, und wir brauchen umgehend Lösungen, um den sicheren Betrieb dieser Reaktoren sicherzustellen."


eye home zur Startseite
Seasdfgas 23. Jul 2011

wenn man sie aber ein paar jahre einsetzen kann? ein eigroßes stück radioaktives plastik...

tingelchen 23. Jul 2011

Gute Frage. Möglich wäre das der Laser von den Innenwänden der Rohre reflektiert wird. So...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Imago Design GmbH, Gilching
  2. Dataport, Magdeburg, Rostock
  3. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  4. moovel Group GmbH, Berlin


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Apollo 13, Insidious, Horns, King Kong, E.T. The Untouchables, Der Sternwanderer)
  2. (u. a. Vier Fäuste für ein Halleluja, Zwei bärenstarke Typen,Vier Fäuste gegen Rio)
  3. 12,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  2. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  3. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  4. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  5. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  6. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  7. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  8. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

  9. Rule 41

    Das FBI darf jetzt weltweit hacken

  10. Breath of the Wild

    Spekulationen über spielbare Zelda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielen mit HDR ausprobiert: In den Farbtopf gefallen
Spielen mit HDR ausprobiert
In den Farbtopf gefallen
  1. Ausgabegeräte Youtube unterstützt Videos mit High Dynamic Range
  2. HDR Wir brauchen bessere Pixel
  3. Andy Ritger Nvidia will HDR-Unterstützung unter Linux

Shadow Tactics im Test: Tolle Taktik für Fans von Commandos
Shadow Tactics im Test
Tolle Taktik für Fans von Commandos
  1. Civilization 6 Globale Strategie mit DirectX 12
  2. Total War Waldelfen stürmen Warhammer
  3. Künstliche Intelligenz Ultimative Gegner-KI für Civilization gesucht

Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

  1. Re: dauert noch

    nille02 | 18:49

  2. Re: mich hat keiner gefragt

    Faksimile | 18:46

  3. Re: Damit ist Wikileaks nun endgültig

    DeathMD | 18:44

  4. Falsche Fährte?

    vergeben | 18:42

  5. Re: P2W

    quineloe | 18:40


  1. 18:27

  2. 18:01

  3. 17:46

  4. 17:19

  5. 16:37

  6. 16:03

  7. 15:34

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel