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Rotkäppchen und andere Politiker-Erzählungen

Die Radio- und TV-Woche vom 25. bis 31. Juli pendelt irgendwo zwischen den Ideen für schlechte Urlaubsziele bei X:enius und der Erkenntnis, dass von der Literatur in die Realität nur die Erfindung und Lüge überschwappt.

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Es gibt Geldanlagen, die ihre unmoralischen Absichten schon im Namen deutlich machen. Doch die meisten Banken und Fonds treffen nur sehr unspezifische Aussagen, inwieweit ihre Investments auf nachhaltig ökonomische und ökologische Wirkung abzielen. Die Folge Kunde und Komplize oder Wem nützt meine Geldanlage in Zeitfragen widmet sich Organisationen und Banken, die nicht nur Geld vermehren wollen, sondern sich auch ums gute Gewissen kümmern.
(Dradio Kultur, 25.7.2011, 19:30 - 20:00 Uhr)

Die Dokumentation Space Tourists begleitet die Vorbereitung der Milliardärin Anousheh Ansari zu ihrem Raumflug zur ISS. Sie hat 20 Millionen Dollar für das Vergnügen bezahlt. Eine Summe, die im harten Kontrast steht zu der Armut rund um den Weltraumbahnhof Baikonur.
(Phoenix, 25.7.2011, 22:15 - 23:45 Uhr)

X:enius wird es zu warm und kämpft dazu mit Feinstaub. Allerdings haben sie es auch mit Absicht getan. Schließlich sind die Moderatoren auch direkt nach Paris gefahren. Städte verursachen Stress, nicht nur wegen der Bewohner, sondern auch aufgrund ihrer speziellen Umweltbedingungen. X:enius beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen und lässt sich zeigen, wie durch städtebauliche Veränderungen Hitze und Staub verringert werden können.
(Arte, 26.7.2011, 8:45 - 9:15 Uhr)

Geschichten zu erzählen, war lange der Literatur vorbehalten. Doch mittlerweile sollen auch 30-sekündige Werbespots eine Story rüberbringen, um ein Produkt zu verkaufen. Politiker und Firmen versuchen erzählerisch interessanter zu werden, getreu dem Motto Nicht die wahre, sondern die bessere Geschichte gewinnt - denken wir nur an den Möchtegern-Moped-Rocker Friedrich Merz. Das Magazin Literatur berichtet über die Die Ausweitung der Erzählzone.
(Dradio Kultur, 26.7.2011, 19:30 - 20:00 Uhr)

Wer den Badeurlaub noch vor sich hat, der sollte X:enius am Mittwoch tunlichst meiden. Wer ihn sich nicht leisten kann, sollte einschalten und Schadenfreude verspüren. Schließlich wird gezeigt, wie es um den Zustand und die Verschmutzung von Badegewässern steht.
(Arte, 27.7.2011, 8:45 - 9:15 Uhr)

Forschung und Kultur beschäftigt sich mit Klimafolgen, Klimakulturen und Klimakriegen. Wie der Name schon nahelegt, dreht es sich um die Erderwärmung und die Veränderung des Klimas. Allerdings nicht aus der üblichen Sicht von Meteorologen, Biologen und anderen Naturwissenschaftlern, sondern fragt, welche Gedanken sich die Sozialwissenschaften zu dem Thema machen - daher auch die Klimakulturen im Titel.
(Dradio Kultur, 28.7.2011, 19:30 - 20:00 Uhr)

Und nun noch die Empfehlung für die ganze Familie: Die Rotkäppchen-Verschwörung. Der Trickfilm beginnt am Ende das Märchens, wird kombiniert mit etwas Kottan ermittelt, 8 Blickwinkel sowie Shrek und die Oma wird von Hans Werner Olm synchronisiert.
(BR, 30.7.2011, 10:15 - 11:30 Uhr)

Push ist im weitesten Sinne eine Actionfilmvariante von Heroes. Und wir bleiben bei Kurzformulierungen: Wer Heroes mag, soll den Film gucken.
(RTL, 30.7.2011, 20:15 - 22:15 Uhr)

Die Verwendung von Pseudonymen in Blogs und Facebook wirkt in Deutschland zuweilen etwas infantil und scheint eher dem Wunsch zu entspringen, irgendwann doch nochmal im Leben cool zu wirken. In der Literatur haben Pseudonyme sowohl eine lange Tradition als auch einen konkreten, handfesten Zweck. Das Magazin Literatur zeigt unter Lizenz zur Lüge auf, warum Autoren auf Pseudonyme setzen, was diese bewirken und wie sie immer wieder auffliegen.
(Dradio Kultur, 31.7.2011, 0:05 - 1:00 Uhr)

eXistenZ verdient die Bezeichnung Cyberthriller tatsächlich. Die Programmiererin eines neuen VR-Spiels muss wegen eines Attentates flüchten, dabei geht ihr neues Spiel kaputt. Um es zu debuggen, muss ihr Praktikant und Bodyguard das Spiel spielen - und dazu wird die Spielkonsole mit seinem Rückenmark verkuppelt und seine Wahrnehmung verändert sich. Das klingt aus technischer Sicht erstmal ziemlich furchtbar, aber die darauf folgende Geschichte ist ein Verwirrspiel aus Fiktion und Realität vom Feinsten.
(3Sat, 31.7.2011, 2:20 - 3:55 Uhr)

Das Freistil-Feature "... hier unten da leuchten wir" passt eher in die dunklen Wintermonate und nicht mitten in die Sommerzeit. Schließlich geht es um Licht und was wir damit machen: Lichtbewusstsein, Lichtdesigner, Lichttherapien und die Lichtkunst. Und nicht vergessen, der Letzte macht das Licht aus.
(DLF, 31.7.2011, 20:05 - 21:00 Uhr)

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: http://www.golem.de/guckt/GoGu_20110725.ics
Dauerlink: http://www.golem.de/guckt/GoGu.ics
(Hinweis: Die Aktualisierung des Dauerlinks erfolgt erst am 24.7.2011 gegen Mitternacht.)


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