4 Millionen Dokumente: Aaron Swartz wegen Datendiebstahls angeklagt
Aaron Swartz drohen bis zu 35 Jahre Haft. (Bild: Fred Benenson/CC BY 2.0)

4 Millionen Dokumente

Aaron Swartz wegen Datendiebstahls angeklagt

Die Behörden im US-Bundesstaat Massachusetts haben Aaron Swartz wegen illegalen Herunterladens von Dokumenten angeklagt. Er soll sich Zugang zum Computernetz des MIT verschafft und über vier Millionen wissenschaftliche Dokumente aus einem Archiv kopiert haben.

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Aaron Swartz ist in den USA festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, sich unrechtmäßig Zugang zum Computernetz des Massachusetts Institute of Technology (MIT) verschafft und darüber Dateien heruntergeladen zu haben. Swartz ist einer der Autoren der RSS-Spezifikation 1.0 und Gründer des Unternehmens Infogami, das vom Nachrichtenaggregator Reddit übernommen wurde.

Der 24-Jährige soll im Keller eines MIT-Gebäudes eingebrochen sein und sich so unerlaubt Zugang zu den Computersystemen der Universität verschafft haben, erklärte die Staatsanwaltschaft in Boston. Über das MIT-Netz habe sich Swartz Zugriff auf das Archiv von JSTOR verschafft.

4 Millionen Dokumente

JSTOR betreibt ein Onlinearchiv, in dem digitalisierte akademische Fachzeitschriften gespeichert sind. Der Zugang zu den Artikeln ist kostenpflichtig, das Unternehmen arbeitet aber nicht gewinnorientiert. Swartz lud nach Angaben von JSTOR zwischen September 2010 und Januar 2011 über 4 Millionen Dokumente von dort herunter.

Der massive Datentransfer ließ die Server von JSTOR mehrfach ausfallen. Swartz sei so vorgegangen, dass die JSTOR-Systeme ihn nicht hätten erfassen können, erklärte das Archiv. Um die Downloads zu verhindern, wollten JSTOR und das MIT Swartz' Laptop sperren. Swartz habe jedoch alle diese Maßnahmen umgangen.

Keine Verbreitung über Tauschbörsen

JSTOR hat die heruntergeladenen Daten bei Swartz sicherstellen lassen. Dieser habe zudem versichert, dass er die Dokumente nicht kopiert oder über Tauschbörsen verbreitet hat. Das aber wird ihm von den Anklägern vorgeworfen.

Swartz hatte sich selbst den Behörden gestellt. Nach einer Vernehmung vor dem Bezirksgericht in Boston wurde er gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die nächste Verhandlung ist für den 9. September 2011 vorgesehen. Im Fall einer Verurteilung drohen Swartz eine Haftstrafe bis zu 35 Jahre und eine Geldstrafe in Höhe von einer Million US-Dollar. Die US-Bürgerrechtsgruppe Demand Progress, die Swartz mitgegründet hat, hat eine Petition zur Unterstützung initiiert.


DER GORF 21. Jul 2011

Musstest du dafür irgendwo einbrechen oder war das alles frei verfügbar? :)

janpi3 21. Jul 2011

haha - das will ich sehen wie du einen in Amerika halb tot schlägst und eine...

Anarcho_Kommunist 21. Jul 2011

Das gute ist ja das es für jedes Problem eine Lösung gibt, für das jetzige System gibt es...

pythoneer 20. Jul 2011

Hätte er beides zeitgleich mit der eigentlichen Tat begangen sähe es wohl besser aus, ja.

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