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Beispielpostkarte von NoPNR - 'Don't send my traveldata to Obama'
Beispielpostkarte von NoPNR - 'Don't send my traveldata to Obama' (Bild: NoPNR)

Fluggastdaten

Postkartenkampagne gegen PNR

Beispielpostkarte von NoPNR - 'Don't send my traveldata to Obama'
Beispielpostkarte von NoPNR - 'Don't send my traveldata to Obama' (Bild: NoPNR)

Damit sich EU-Abgeordnete gegen die Übermittlung von Fluggastdaten an die USA und andere Länder einsetzen, hat NoPNR zur Postkartenkampagne aufgerufen. Bürger sollen mit ihren Urlaubsgrüßen kreativ gegen die Fluggastdatenauswertung protestieren.

Die EU-Kommission würde gerne die Übermittlung von Fluggastdaten (PNR-Daten) in Drittstaaten wie die USA und Australien zur Routine machen - zur Terrorismusbekämpfung. Damit es nicht zu einer "Totalüberwachung des Reiseverkehrs" für unbescholtene Bürger kommt, engagiert sich der Österreicher Alexander Sander privat unter NoPNR.org und hofft nun, mit der Postkartenkampagne möglichst viele Abgeordnete des EU-Parlaments zu erreichen, insbesondere die Mitglieder des LIBE-Komitees, das sich um bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres kümmert. Eine Liste nur mit deutschen LIBE-Mitgliedern existiert ebenfalls.

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  • Beispielpostkarte zur NoPNR- Postkartenaktion (Bild: NoPNR)
Beispielpostkarte zur NoPNR- Postkartenaktion (Bild: NoPNR)

"Schreiben Sie einfach eine Postkarte aus dem Urlaub und fordern Sie die Abgeordneten des EU-Parlaments auf, sich gegen das Abkommen zu engagieren. Natürlich tun es auch Postkarten von zu Hause aus", so Sander. "Wenn die Abgeordneten aus ihrem Sommerurlaub kommen und ihr Postkasten bis oben hin mit Urlaubsgrüßen der Bürger gegen die Fluggastdatenauswertung gefüllt ist, werden sie nicht so einfach für die Abkommen stimmen können."

Die PNR-Daten umfassen nicht nur Name, Wohnadresse und Zieladresse, sondern unter anderem auch Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Zahlungsdaten inklusive Kreditkarteninformationen, Vielflieger- und Bonusdaten, Verpflegungswünsche und Angaben zu eventuellen Mitreisenden. Sander moniert, dass die Daten in den USA 15 Jahre für Profiling-Zwecke gespeichert bleiben sollen. "Das ist absurd und ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Privatsphäre der Bürger!", so der Aktivist.

Datenschützer monieren seit langem, dass die Kommission bisher jeden "objektiven Nachweis oder Statistiken" für den Nutzen der PNR-Datenübermittlung zur "Bekämpfung des Terrorismus oder der grenzüberschreitenden Kriminalität" schuldig geblieben sei.

Der englischsprachige Aufruf zum Mitmachen bei der NoPNR-Postkartenaktion findet sich unter NoPNR.org, der deutschsprachige Aufruf beim Datenschutzportal Unwatched.org. Dort wird auch um Fotos der verschickten Postkarten gebeten.


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Trash 20. Jul 2011

aber ich glaube kaum einer wird sich die Mühe machen, loszugehen, Postkarten...

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