Touch & Travel bildet nur einen sehr kleinen Bereich der Tarifsysteme ab
Bei den Tarifen beschränkt die BVG zusammen mit der Deutschen Bahn das System erst einmal künstlich. Es gibt nur die Fahrscheintypen Kurzstrecke, Einzelfahrt und Tageskarte und das auch nur für Anwender über 18 Jahren. Monatskarten und andere Spezialkarten werden in Betracht gezogen, aber noch nicht angeboten. Es sind also erst einmal nur Gelegenheitskunden, die die BVG in der Millionenstadt anspricht. Diese müssen entweder ein Android-Smartphone (Version 2.1 oder höher) oder ein iPhone haben. Alle anderen bleiben vorerst außen vor.
Außerdem ist das System auf die Stadtgebiete Berlin und Potsdam (ViP) beschränkt, also auf die Zonen A und B. Die Umlandzone C der beiden Tarifgebiete wird noch nicht unterstützt. Besonders ärgerlich ist das, weil der Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) im C-Bereich von Berlin liegt. Die Umlandzonen sollen aber schnellstmöglich integriert werden. Die BVG hofft, das noch vor Schließung des Flughafens Berlin-Tegel (TXL) und vor der geplanten Erweiterung von Schönefeld zum neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) im Juni 2012 machen zu können.
Auch die App-Nutzung selbst wird nicht immer gelingen. Mitunter ist die Touch & Travel App nicht zu finden. Android-Nutzer müssen beispielsweise auf die richtige Schreibweise achten. Hier will die Deutsche Bahn noch nachbessern. Bei Apples App Store ist die Anwendung ausschließlich über den deutschen App Store zu beziehen. Ausgerechnet Berlin-Touristen aus dem Ausland können mit dem System nichts anfangen - vorerst.
Es wird derzeit eine deutsche Kontoverbindung für das Lastschriftverfahren vorausgesetzt - ein Problem für die internationale Verteilung. Kreditkartenzahlung und ähnliche Zahlungsverfahren werden noch nicht unterstützt. Wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage mitteilte, ist aber eine internationale Version geplant.
Es ist klar ersichtlich, dass die BVG hier zusammen mit der Deutschen Bahn einen größeren Testlauf durchführt, schließlich kommen zu den 10.000 Fernreisenden nun plötzlich viele Teilnehmer des Öffentlichen Personennahverkehrs von Berlin und Potsdam hinzu.
Die Firmen tasten sich vorsichtig an die Nutzung heran - aber mit dem klaren Ziel vor Augen, einen großen Anteil der Nutzer zum Umstieg zu bewegen. 30 Prozent sind bis zum Jahr 2020 angepeilt. Dementsprechend wird es wohl in Zukunft auch weniger Automaten für den Fahrscheinverkauf geben. Eine Umgewöhnung ist notwendig, die nicht jedem gefallen wird. Die Ortung ist, genauso wie das Abmelden vom System für Touch & Travel, beispielsweise Pflicht. Wer sich nicht abmeldet, bekommt nach vier Stunden eine Kurzmitteilung als Erinnerung per SMS geschickt, damit er sich beim Kundenservice über eine 0800er Nummer abmelden kann und nicht zu viel zahlt.
| Touch & Travel in Berlin: Fahrscheinloser Nahverkehr mit Smartphone und Tücken | Schwierigkeiten sind zu erwarten |





http://www.golem.de/0812/64341.html
Überall verfügbar. Nur nicht in Berlin. <.<
Meinten sie "Klau a Bike"?
Was passiert eigentlich wenn ich zwar einen Barcode an meiner Startposition einscanne...
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