Samsung Chromebook im Test

Browser statt Windows

Ein Notebook, das fast vollständig von einer Internetverbindung abhängig ist? Golem.de hat sich Samsungs Series 5 Chromebook mit Googles Chrome OS näher angeschaut und in der Praxis verwendet. Googles Konzept wirkt möglicherweise etwas verfrüht, aber wir sind uns sicher, dass ein Teil der Anwender in Zukunft auf dieses pflegeleichte Konzept setzen wird.

Anzeige

Mit Samsungs Series 5 Chromebook steht eines der ersten Notebooks in den Läden, die mit Googles Chrome OS ausgeliefert werden. Das 12-Zoll-Notebook ist mit einem typischen Netbook-Innenleben ausgestattet und vor allem von einer guten Netzwerkverbindung abhängig. Im Test haben wir uns angeschaut, wie das Konzept eines Immer-online-Notebooks mit Webanwendungen in der Praxis mittlerweile funktioniert. Immerhin arbeitet Google schon seit Jahren an seinem Browserbetriebssystem.

Hardwareausstattung

Bestimmte Komponenten fallen bei einem Onlinegerät wie dem Chromebook einfach weg. Üppigen Festplattenspeicher gibt es nicht, die interne SSD fasst nur 16 GByte. Zusätzlicher Speicherplatz kann über den SD-Kartenschacht hinzugefügt werden. Technische Details verbirgt Chrome OS so weit es geht. Als Prozessor kommt in Samsungs Gerät Intels Atom N570 zum Einsatz. Die CPU bietet zwei Kerne à 1,66 GHz sowie Hyperthreading und kann auf 2 GByte RAM zurückgreifen. Um die Grafik kümmert sich Intels integrierter Grafikchip GMA 3150.

  • Samsungs Chromebook. Unsere Version hat eine helle Rückseite. (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Im Handel gibt es auch Varianten mit dunklem Deckel.
  • Die SIM-Karte ist seitlich zugänglich...
  • ... und kann hinter einer Klappe versteckt werden.
  • SD-Karten stehen minimal hervor.
  • Linke Seite mit VGA-Ausgang und USB-Anschluss. Beide sind hinter einer Klappe.
  • Rechte Seite mit dem SIM-Karten-Halter
  • Geschlossene Klappe auf der rechten Seite. Nur dieser USB-Port bleibt frei zugänglich.
  • Ein mattes Display ist mittlerweile etwas Besonderes.
  • Googles Chrome-Logo verziert die Rückseite.
  • Eigentlich ist das Chromebook ziemlich dünn...,
  • ... wären da nicht die 4 mm hohen Gummifüße.
  • Chrome OS: Ein Browser mit Tabs und kleine Anwendungen unten. Eine Akkuwarnung wird unten angezeigt.
  • Scratchpad, Google Talk und Benachrichtigungen. Die kleinen Fenster verschwinden fast, wenn der Anwender nicht mit dem Mauscursor darüber liegt.
  • Etwas unhandliche Screenshotfunktion. Die Bilder müssen über Picasa erst einmal ins Netz hochgeladen werden.
  • Chrome OS sucht selbstständig nach neuen Versionen.
  • Grundeinstellungen finden in Tabs statt.
  • Das gilt auch für Systemeinstellungen für die Eingabegeräte...
  • ... oder die Netzwerke.
  • Einer der wenigen etwas komplexeren Einstellungsdialoge
  • Sonst ist das Betriebssystem sehr einfach aufgebaut.
  • Google Docs
  • Speicherverwaltung
  • Wie beim Browser: Plugins in der Auflistung
  • Experimentelle Flags lassen sich auch setzen.
  • Ein Lesezeichen wird hinzugefügt.
  • Verwaltung der Lesezeichen
  • Erweiterungen. Hier sind auch Anwendungen zu finden.
  • Google Cloud Print übernimmt das Drucken. Hier spielt ein Windows-Rechner die Rolle eines Printservers.
  • Einzelne Tabs werden im Taskmanager mit CPU- und Netzwerkbelastung aufgelistet. Das Fenster lässt sich nicht verschieben.
  • Unsere Webseite mit offenem Scratchpad für Notizen. Diese werden lokal gespeichert.
  • Für manche Anwendungen ist die Hardware des Chromebooks offenbar zu schwach.
  • Chromebook mit abgeschalteter Displaybeleuchtung. Wenn die Sonne im richtigen Winkel das Display trifft, lässt sich trotzdem weiterarbeiten.
Eigentlich ist das Chromebook ziemlich dünn...,

Für die Netbookhardware des Chromebooks erstaunlich ist das verbaute WLAN-Modul. Es unterstützt 802.11a/n (5 GHz) und 802.11b/g/n (2,4 GHz). Einen Ethernet-Anschluss hat das Chromebook nicht. Dafür gibt es ein optionales 3G-Modem.

Display kann Sonnenlicht nutzen

Der 12-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und ist matt - auch nicht unbedingt Standard in dieser Preisklasse - und erreicht laut Samsung eine Helligkeit von 300 Candela pro Quadratmeter. Wir können zumindest bestätigen, dass sich das Chromebook auch im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung gut nutzen lässt. Bei Bedarf kann der Anwender die Displaybeleuchtung auch komplett abschalten. Wenn die Sonne im richtigen Winkel auf das matte Display trifft, hat der Nutzer ein recht klares Bild vor sich. Es ist allerdings grünstichig, so dass es sich in vielen Fällen lohnt, trotz strahlender Sonne die Displaybeleuchtung hinzuzuschalten. Der Lichtsensor sorgt dafür, dass das Display immer eine passende Helligkeit hat. Die automatische Helligkeitsumstellung ist mitunter etwas hektisch, aber gerade noch im akzeptablen Bereich.

Verbaut wurde ein TN-Panel, das einen vergleichsweise großzügigen Einblicksbereich bietet. Wer von oben in steilen Winkeln darauf schaut, muss aber mit invertierten Farben rechnen.

Per USB können beispielsweise Datenträger angeschlossen werden. Hinzu kommt der schon erwähnte SD-Kartenschacht. Wird ein Datenträger eingesteckt, erscheint automatisch ein Tab im Browser. Diese Anzeige ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn sie ähnelt der von FTP-Servern in Browsern und nicht der eines gewöhnlichen Dateimanagers. Dementsprechend hakelig ist das Hantieren mit Dateien. Das Bewegen von lokalen Dateien auf einen Datenträger ist beispielsweise nicht vorgesehen. Für die Screenshots mussten wir diese erst in den Google-Dienst Picasa hochladen, um anschließend auf einem anderen Rechner sie zu bearbeiten. Verwundert hat uns, dass es uns nicht gelingen wollte, ein Google Nexus One mit dem Chromebook zu verbinden. Chrome OS meldet zwar den Scan eines Datenträgers, zeigte aber nichts weiter an, obwohl sich das Smartphone als Wechseldatenträger meldet.

Schwierige Touchpad-Treiber und Gastzugang 

sacridex 19. Jul 2011

Das war ja auch total sinnloser Aktionismus seitens der EU... Eine Angabepflicht des OS...

as (Golem.de) 17. Jul 2011

Hallo, ich habe gerade ein entsprechendes Bild hochgeladen: http://scr3.golem.de/?d=1107...

watcher 17. Jul 2011

Nicht ganz. Für die meisten Anwendungen trifft dies aktuell noch zu, da diese momentan...

spanther 17. Jul 2011

Nein, aber ich behaupte ja auch nicht einfach. Ich "vermute" bzw. "nehme an"! ;)

haary 16. Jul 2011

Zwischen 1996 bis 2000 gab es den NC, den Network Computer, u. a. von Sun (https://secure...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  2. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  3. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)
  4. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  2. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  3. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  4. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  5. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  6. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  7. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  8. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  9. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  10. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

    •  / 
    Zum Artikel