Fukushima: Warrior wird zum Staubsaugerroboter
Militärroboter Warrior: Zum Putzdienst abkommandiert (Bild: Tepco)

Fukushima

Warrior wird zum Staubsaugerroboter

Ein Militärroboter vom Typ Warrior des US-Herstellers iRobot ist in Fukushima zum Staubsaugerroboter umfunktioniert worden. Er fährt in die Reaktorgebäude und entfernt radioaktiven Dreck.

Anzeige

Der US-Roboterhersteller iRobot baut zwei verschiedene Robotertypen: Roboter für das Militär und Staubsaugerroboter. In Fukushima ist jetzt einer von iRobots Militärrobotern zum Staubsauger umfunktioniert worden, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Seine Aufgabe ist es, die Reaktorgebäude zu säubern.

Robotische Lafette mit Greifarm

Der Roboter vom Typ Warrior 710 ist eine gut 160 Kilogramm schwere robotische Lafette, die auf vier Ketten fährt. Der Roboter ist mit diversen Aufbauten ausgestattet worden, darunter ein gut zwei Meter langer und 54 Kilogramm schwerer Roboterarm, der Lasten bis zu 100 Kilogramm heben kann.

Der Roboter greift das vordere Ende eines 40 Meter langen Schlauchs mit dem Saugkopf und fährt damit in das Reaktorgebäude. Damit saugt er radioaktiv verseuchten Staub und Sand, den der Tsunami in die Gebäude gespült hat, auf. Am Ende des Schlauchs befindet sich ein starker Industriestaubsauger, der für den nötigen Unterdruck sorgt. Ihm vorgelagert sind zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 200 Litern, in denen das radioaktive Material aufgefangen wird.

Vom Tsunami zerstört

Das Atomkraftwerk Fukushima an der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu war im März 2011 von einem Tsunami, der auf ein Seebeben folgte, weitgehend zerstört worden. Mehrere Robotikunternehmen hatten dem Kraftwerksbetreiber Tepco ihre Produkte zur Verfügung gestellt: IRobot hat je zwei Roboter vom Typ Packbot und Warrior nach Japan geschickt. Honeywell hat eine Drohne vom Typ T-Hawk nach Fukushima gesandt, Qinetiq je zwei Talon und Dragon Runner. Die beiden sind ähnliche Plattformen wie die Packbots und Warriors von iRobot.

Seit April sind die Roboter auf dem Kraftwerksgelände im Einsatz: Während robotische Bagger Trümmer beseitigen, fahren andere Roboter in die schwer beschädigten Reaktorgebäude und liefern Bilder oder messen die Strahlenbelastung. Die T-Hawk liefert Bilder und Daten aus der Luft. Dabei kam es Ende Juni zu einem Zwischenfall: Die Drohne geriet außer Kontrolle und musste auf dem Dach eines Reaktorgebäudes notlanden.


h.reindl 11. Jul 2011

Komm vergiss es aus der Nummer kommst du nicht mehr raus Deine Argumentation ist wie so...

baracoder 11. Jul 2011

iRobot macht doch auch diese Roomba Staubsaugroboter. Warum nicht gleich diese einsetzen? ;)

9life-Moderator 11. Jul 2011

Die "Opfer" sind da aber die Lohnsklaven, die für eine Handvoll Taler mit Besen und...

spanther 10. Jul 2011

Und weil die eingefleischten Dinosaurier so weit nie zu denken bereit sein werden, wird...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  2. SAP CRM Berater (m/w)
    SPIRIT/21, Braunschweig
  3. JAVA Softwareentwickler (m/w)
    MPDV Mikrolab GmbH, Heimsheim
  4. Web-Entwickler/in C# / ASP.NET
    TROST AUTO SERVICE TECHNIK SE, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Deutsche Grammophon

    Klassik streamen mit bis zu 320 Kbps

  2. Alibaba

    Milliardenschwerer Börsengang wohl Mitte September

  3. Test Infamous First Light

    Neonbunter Actionspaß

  4. Nach Wurstfirmeninsolvenz

    Redtube-Abmahn-Anwalt verliert Zulassung

  5. Gat out of Hell

    Saints Row und die Froschplage in der Hölle

  6. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  7. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  8. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  9. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick

  10. Onlinereiseplattform

    Opodo darf Nutzern keine Versicherungen unterschieben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Breitbandausbau: Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
Breitbandausbau
Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
  1. Mobiles Internet Roaming-Gebühren benachteiligen Grenzregionen
  2. Digitale Agenda Bitkom fordert komplette Nutzung des 700-Megahertz-Bandes
  3. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen

Spiele auf dem Oculus Rift DK2: Manchmal klappt es, manchmal nicht
Spiele auf dem Oculus Rift DK2
Manchmal klappt es, manchmal nicht
  1. Oculus Rift Geld für gefundene Sicherheitslücken
  2. Virtuelle Realität Hüft-OP mit Oculus Rift und zwei Gopro-Kameras
  3. Oculus Rift Valve aktualisiert SteamVR für das DK2

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel