Abo
  • Services:
Anzeige
Roboterwurm: blind an jedes Hindernis anpassen
Roboterwurm: blind an jedes Hindernis anpassen (Bild: University of Leeds/Golem.de)

Vorbild Natur

Roboter windet sich wie ein Wurm

Ein Fadenwurm hat Modell gestanden für den Roboter, den ein britischer Wissenschaftler konstruiert hat. Der Roboter stammt aus dem 3D-Drucker und schlängelt sich wie ein Wurm.

Jordan Boyle von der Universität im englischen Leeds hat einen Roboter gebaut, der die Bewegung eines Wurms nachahmt. Vorbild für den Roboter ist Caenorhabditis elegans (C. Elegans), ein etwa 1 Millimeter langer Fadenwurm, der sich durch Wellenbewegungen seines Körpers fortbewegt. Diese Bewegung ahmt der Roboter nach.

Anzeige

300 Neuronen

Der Wurm hat ein sehr einfaches Nervensystem, das aus etwas mehr als 300 Neuronen besteht. Die Wellenbewegung werde aber nicht zentral von einem eigenen Schaltkreis erzeugt, sondern von etwa 100 Neuronen, erklärte Boyle dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Gesteuert werde die Bewegung durch die Rückmeldungen von Strecksensoren, die über die Länge des Körpers verteilt sind.

Der von Boyle konstruierte Roboter ist etwa 2 Meter lang, 16 Zentimeter breit und besteht aus 12 Segmenten. Die Segmente sind aus Kunststoff und wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt. Jedes Segment verfügt über einen Motor, der die Schlängelbewegung erzeugt. Anders als der wirbellose Wurm hat der Roboter also ein Rückgrat. Gelenke zwischen den Segmenten ermöglichen jedoch die gleiche Beweglichkeit.

Winkel statt Streckung

Die Strecksensoren des Wurms hat Boyle durch Sensoren ersetzt, die den Winkel messen, den die Segmente in Relation zum Rückgrat beschreiben. Eine Steuerungssoftware errechnet daraus das Wellenmuster der Bewegung und die Ausrichtung des Roboters.

Diese Form der Bewegungssteuerung unterscheidet Boyles Wurmroboter von anderen Kriechrobotern. Diese bewegen sich mit einer idealen Wellenbewegung fort, die das Steuerungssystem im Voraus errechnet hat. Stößt er an ein Hindernis, registriert das System das und weist den Roboter an, seine Form entsprechend zu ändern.

Hindernisse sind egal

Boyles Roboter hingegen kümmert sich nicht darum, ob er an ein Hindernis stößt, das ihn zwingt, seine Form zu ändern. Er schlängelt sich weiter und passt sich dabei den Gegebenheiten an. "Die Kombination aus einem flexiblen Steuerungssystem und dem biegsamen Körper bedeutet, dass der Roboter sich blind an jedes Hindernis anpasst, das ihm den Weg versperrt."

Als mögliche Anwendung sieht Boyle Katastropheneinsätze: Der Roboter könnte unter Trümmern nach Verschütteten suchen. Diese soll er mit Hilfe von Mikrofonen, Kohlendioxidsensoren und Infrarotkameras am Kopfende aufspüren. Mit einer Haut versehen, könnte er auch im Schnee oder im Wasser eingesetzt werden.


eye home zur Startseite
tilmank 09. Jul 2011

Erkennt man schön im Video um 1:25 - er kommt zwar durch, bleibt aber ziemlich hängen...

chuck 07. Jul 2011

Ja, wirklich schade. Ich dachte, bei deinem Kommentar käme noch was; doch siehe da...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. e.solutions GmbH, Erlangen
  2. Daimler AG, Stuttgart
  3. T-Systems International GmbH, verschiedene Einsatzorte
  4. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 6,99€
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Django, Elysium, The Equalizer, White House Down, Ghostbusters 2)

Folgen Sie uns
       


  1. Javascript und Node.js

    NPM ist weltweit größtes Paketarchiv

  2. Verdacht der Bestechung

    Staatsanwalt beantragt Haftbefehl gegen Samsung-Chef

  3. Nintendo Switch im Hands on

    Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter

  4. Raspberry Pi

    Compute Module 3 ist verfügbar

  5. Microsoft

    Hyper-V bekommt Schnellassistenten und Speicherfragmente

  6. Airbus-Chef

    Fliegen ohne Piloten rückt näher

  7. Cartapping

    Autos werden seit 15 Jahren digital verwanzt

  8. Auto

    Die Kopfstütze des Fahrersitzes erkennt Sekundenschlaf

  9. World of Warcraft

    Fans der Classic-Version bereuen "Piraten-Server"

  10. BMW

    Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Intel Core i7-7700K im Test: Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
Intel Core i7-7700K im Test
Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
  1. Kaby Lake Intel macht den Pentium dank HT fast zum Core i3
  2. Kaby Lake Refresh Intel plant weitere 14-nm-CPU-Generation
  3. Intel Kaby Lake Vor der Vorstellung schon im Handel

GPD Win im Test: Crysis in der Hosentasche
GPD Win im Test
Crysis in der Hosentasche
  1. Essential Android-Erfinder Rubin will neues Smartphone entwickeln
  2. Google Maps Google integriert Uber in Karten-App
  3. Tastaturhülle Canopy hält Magic Keyboard und iPad zum Arbeiten zusammen

Wonder Workshop Dash im Test: Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe
Wonder Workshop Dash im Test
Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe
  1. Supermarkt-Automatisierung Einkaufskorb rechnet ab und packt ein
  2. Robot Operating System Was Bratwurst-Bot und autonome Autos gemeinsam haben
  3. Roboterarm Dobot M1 - der Industrieroboter für daheim

  1. Re: Was sind den eigentlich dezentralisierte...

    berritorre | 13:57

  2. Re: DaoC zeigt wie es geht.

    Vaako | 13:57

  3. Gut so!

    MAGA | 13:56

  4. Re: Selbst Landungen

    Amalie Ohrenhart | 13:55

  5. Re: Hochrechnung

    berritorre | 13:54


  1. 13:21

  2. 12:30

  3. 12:08

  4. 12:01

  5. 11:58

  6. 11:48

  7. 11:47

  8. 11:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel