Mac OS X 10.7 alias Lion
Mac OS X 10.7 alias Lion (Bild: Apple)

Mac OS X 10.7 Lion im Test

Schieben statt scrollen

Mac OS X wird mit der Version 10.7 alias Lion runderneuert. Im Unterschied zu Snow Leopard ändert sich mit Lion auch für Nutzer vieles, wie Golem.de im Test nachvollziehen konnte. Die meisten Änderungen lohnen sich. Viele Nutzer werden sich aber von gewohnten Mustern trennen müssen, wenn sie von den Neuerungen profitieren wollen. Mac OS X 10.7 alias Lion steht ab sofort zum Download bereit.

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Fast zwei Jahre ist es her, dass wir die letzte Version von Mac OS X getestet haben. Mac OS X 10.6, besser bekannt als Snow Leopard, war nur ein kleines, aber dafür günstiges Update für 29 Euro. Apple verlangt für Lion sogar noch weniger. Gerade einmal 24 Euro muss ein Anwender für das neue Betriebssystem ausgeben und erhält dafür viele Veränderungen, die aber nicht jedem gefallen werden. Der folgende Test basiert auf dem Goldmaster von Mac OS X 10.7 auch bekannt als Lion (Build 11A511).

Umdenken ist angesagt

Die größte Änderung fällt gleich beim Start von Mac OS X 10.7 auf: Traditionelles Scrollen gibt es nach Apples Willen nicht mehr. Die Einstellung lässt sich aber auch umkehren. Früher wurde mit dem Mausrad der Scrollbalken bewegt und der Bildschirminhalt in entgegengesetzter Richtung geschoben: Wer das Mausrad in Richtung der Hand dreht, scrollt also nach unten und schiebt dabei den Bildschirminhalt nach oben.

Auf Touchscreens wird der Scrollbalken seit jeher nicht mehr genutzt. Stattdessen wird der Bildschirminhalt selbst bewegt. Genau das will Apple nun auch auf dem Desktop umsetzen. Die allgemeine Sichtbarkeit der Scrollbalken verschwindet - sie werden nur noch bei Bedarf eingeblendet - und der Bildschirminhalt wird direkt angefasst.

  • Mac OS X 10.7 alias Lion
  • Überarbeitete Systeminformationen
  • Speicherbestückung...
  • ... und die Belegung der Datenträger wird grafisch ansprechend angezeigt.
  • Safari mit integriertem Downloaddialog und der Liste der noch zu lesenden Artikel.
  • Lion ist ein 64-Bit-Betriebssystem.
  • Mission Control fügt Exposé, Spaces und das Dashboard zusammen.
  • Zusätzliche Sprachen für Mac OS X 10.7 alias Lion
  • Accountverwaltung wie unter iOS. Verschiedene Protokolle werden hier übersichtlich angezeigt.
  • Filevault 2
  • Die Scrollbalkeneinstellung auf Automatik macht die Anzeige der Balken von dem angeschlossenen Eingabegerät abhängig.
  • Die neuen Gesten für Mission Control
  • Installierte Stimmen werden hier aufgelistet.
  • Airdrop funktioniert leider nur mit aktiviertem WLAN.
  • Ein Rechner in der Nähe wird zuverlässig angezeigt.
  • Fortschrittsbalken bei Airdrop
  • Nicht jeder Mac ist kompatibel. Hier ein Mac Mini 2009 - keine Hinweise auf Airdrop.
  • Anders das Macbook Pro 13 2009
  • Finder mit neuer Übersicht
  • Alle Fenster und Spaces in der Übersicht. Zusätzliche Spaces lassen sich hier hinzufügen und Fenster auch sortieren.
  • Launchpad
  • Versions anhand eines Bildes
  • Alte Versionen werden mitgespeichert.
  • Auswahl der Stimmen in den Systemeinstellungen
  • Time Machine ohne angeschlossenes Backupmedium. Alles, was nicht verfügbar ist, wird in der Zeitleiste lila dargestellt.
  • Spotlight besitzt jetzt eine Quicklook-Funktion.
  • Dashboard
  • PowerPC-Anwendungen lassen sich nicht mehr starten.
  • Es gibt nur noch eine Fehlermeldung.
  • Safari im Vollbildmodus
  • Wird der Mauszeiger nach oben bewegt, erscheint die Menubar.
  • Kontakte
  • Kontakte
  • Apples iCal mt neuer Wochenansicht, ...
  • ... Monatsansicht und...
  • ... dem Jahresüberblick.
  • Auflistung der Termine des Tages.
  • Apple Mail mit zwei...
  • ... und drei Spalten.
  • Kleiner Fehler: DVD Player im Vollbildmodus ohne Vollbild.
Mac OS X 10.7 alias Lion

Wer also eine Scrollbewegung nach unten ausführt, also beispielsweise das Mausrad in Richtung Hand dreht, bewegt auch den Bildschirminhalt nach unten. Der unscheinbare Scrollbalken bewegt sich hingegen nach oben. Es dauert ein paar Stunden, bis man dieses Verfahren verinnerlicht hat. Jahrzehntelange Gepflogenheiten stellt Apple plötzlich auf den Kopf. Uns gelang dieses Umdenken, jedoch gibt es Probleme, wenn zwischendurch der Rechner und damit das Scrollverhalten gewechselt wird. Wer will kann auf das alte Scrollverhalten in den Systemeinstellungen wechseln.

Nach mehreren Stunden Nutzung von Lion fühlte sich sogar der Wechsel auf Snow Leopard ungewohnt an. Statt durch einen Text zu scrollen, stießen wir beim Versuch, herunterzuscrollen, ständig an die virtuelle Decke des Browsers. Zu lernen, wann in welche Richtung auf welchem Rechner gescrollt werden muss, hat dann jeweils durchaus einige Tage gedauert.

Der Wechsel auf Windows gestaltete sich hingegen einfacher. Wer in beiden Welten lebt, schaltet ohnehin im Kopf automatisch zwischen den unterschiedlichen Tastaturlayouts um. Gefühlt ist das zusätzliche Umdenken beim Scrollen dann kein so großer Schritt mehr.

Multitouchgesten und grundsätzlicher Umbau stehen im Mittelpunkt des Löwen 

iGod 21. Mai 2012

Hallo liebe Forengemeinde, Habe mich hier ein wenig durch die Beiträge gelesen und wollte...

primuspilus 05. Aug 2011

http://www.omgubuntu.co.uk/2011/07/reverse-natural-scrolling-ubuntu-os-lion/ Oder man...

Anonymer Nutzer 04. Aug 2011

Hat Windows das nicht schon seit Version 3.1, dass man die Fenster überall am Rahmen...

schipplock 27. Jul 2011

nein, snow leopard, also das aktuellste os x vor Lion, konnte das nicht und es hat mich...

Schnarchnase 27. Jul 2011

Funktioniert bei den Anmeldeobjekten jetzt endlich das Ausblenden der Finder-Fenster von...

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ichdigital.de - Mein Leben in der digitalen Welt / 20. Jul 2011

OS X Lion: Der Löwe kommt – aber langsam

Free Mac Software Blog / 20. Jul 2011

Mac OS X Lion installieren – so geht`s



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