pdf.js: Mozillas Javascript-PDF-Renderer arbeitet pixelperfekt
pdf.js 0.2 mit Vorschauleiste (Bild: pdf.js)

pdf.js

Mozillas Javascript-PDF-Renderer arbeitet pixelperfekt

Das von den Mozilla-Entwicklern Chris Jones und Andreas Gal gestartete Projekt pdf.js hat seinen ersten Meilenstein erreicht. Der komplett in Javascript geschriebene PDF-Renderer kann Mozillas Tracemonkey-PDF pixelgenau im Browser darstellen.

Anzeige

Eigentlich sollte pdf.js erst angekündigt werden, wenn der in Javascript realisierte PDF-Renderer in der Lage ist, ein 2009 veröffentlichtes Dokument über Trace Compilation "pixel-perfekt" zu rendern. Doch das Interesse an dem Projekt, begleitet durch eine wachsende Unterstützung anderer Entwickler, war groß und so stellten Chris Jones und Andreas Gal schon Mitte Juni 2011 ihr Projekt pdf.js vor. Nun, zwei Wochen später, ist der einst gesetzte Meilenstein erreicht und pdf.js liegt in der Version 0.2 vor.

Wichtigste Neuerung von pdf.js 0.2 ist die Möglichkeit, Type-1-Fonts zu laden. In der ersten Version war noch ein einzelner Font fest verdrahtet worden, weshalb die Unterschiede in den Screenshots nicht ganz so dramatisch ausfallen. Umgesetzt hat dies Vivien Nicolas.

  • pdf.js 0.2 mit Vorschauleiste (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)
  • pdf.js 0.2 (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)
  • pdf.js 0.2 (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)
  • pdf.js 0.2 (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)
  • pdf.js 0.2 (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)
pdf.js 0.2 mit Vorschauleiste (unten) im Vergleich mit pdf.js 0.1 (oben)

Darüber hinaus unterstützt pdf.js gestrichelte Linien, wozu eine API-Erweiterung des Canvas-Elements von Firefox genutzt wird, die derzeit auf dem Wege der Standardisierung ist.

Justin D'Arcangelo hat das Userinterface von pdf.js überarbeitet und unter anderem eine Vorschauleiste integriert. Sie taucht auf, wenn man mit der Maus über die dunkle Leiste am linken Rand des Fensters fährt.

Zudem wurde bereits Unterstützung für verschlüsselte PDFs und eingebettete JPEGs umgesetzt und Julian Vierec hat ein Web-Worker-Backend gebaut, das in einer der kommenden pdf.js-Versionen zum Einsatz kommen soll.

Nach Angaben von Chris Jones sind mit dem pixelgeauen Rendering des Tracemonky-PDFs die größten Herausforderungen gelöst und es sei nicht mehr damit zu rechnen, dass neue Probleme das gesamte Projekt infrage stellen. Wobei das pixelgenaue Rendern noch leicht übertrieben ist, denn dies stimmt nur für die aktuellen Entwicklerversionen von Firefox und Windows 7 mit Direct2D und DirectWrite, sofern man von einem Bug in Directwrite absieht. In anderen Firefox-Versionen und auch anderen Browsern und unter anderen Betriebssystemen sieht das Ergebnis deutlich schlechter aus.

Für die kommende Version von pdf.js sollen weitere PDF-Funktionen integriert werden. So haben sich die Entwickler das Ziel gesetzt, die Spezifikation PDF 1,7 pixelgenau zu rendern. Die Arbeiten daran haben schon begonnen. Zudem soll die Architektur von pdf.js überarbeitet und die Verarbeitung mittels Web Workers parallelisiert werden. So sollen rechenintensive Aufgaben in den Hintergrund verlagert werden, damit sie den Hauptthread nicht blockieren.

Mozilla will pdf.js künftig zur Anzeige von PDF-Dokumenten im Browser einsetzen, so dass PDF-Dateien ohne Plugins dargestellt werden können. Aber auch andere Browser und Projekte sollen pdf.js nutzen können. Dazu steht der Code unter der sehr liberalen BSD-Lizenz.


Bankai 06. Jul 2011

und was willst du uns jetzt damit sagen? Das dieser 3 klassige Konverter das auch kann...

GodsBoss 06. Jul 2011

Warum in JS?

Trockenobst 06. Jul 2011

Wir nutzen PDF X-Change Viewer von TrackerSoftware fürs PDF schauen. 20 MB statt 150 wie...

Thread-Anzeige 05. Jul 2011

Pixelisten hilft sowas halt. Bis der Chef mit seinem Ipad ankommt oder andere Top-Manager...

LX 05. Jul 2011

Problem? Gruß, LX

Kommentieren



Anzeige

  1. Berater für ERP-Software (m/w)
    MACH AG, Berlin, Lübeck, Düsseldorf, München
  2. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  3. Sachbearbeiter/-in - Kommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
    IT.Niedersachsen, Hannover
  4. Senior Service Manager Outsourced Operations Management (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. CoreOS Stable Channel

    Ein minimales Betriebssystem für Docker

  2. 100 KBit/s statt 100 MBit/s

    Kabel Deutschland wegen Filmsharing-Drosselung verurteilt

  3. LG Tapbook

    Das Android-Convertible mit Ultrabook-Hardware

  4. Webmail

    Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

  5. Akku

    US-Forscher entwickeln Akku mit Lithium-Anode

  6. Betriebssysteme

    Fehler im Linux-Kernel wegen GCC

  7. Microsoft

    Die Siedler von Catan als HTML5-Demo

  8. 25GE

    Ethernet mit 25 GBit/s pro Link wird zum Standard

  9. Swell

    Apple will Pandora-Konkurrenten kaufen und schließen

  10. Windows Phone 8.1

    Update soll Ordner und Case-Unterstützung bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel