Wifi-Gate

US-Gericht lässt Klage gegen Google zu

Google muss sich in den USA für das illegale Abfangen von Passwörtern und E-Mails vor Gericht verantworten. Ein Bundesrichter in den USA hat Googles Antrag auf Abweisung der Klage zurückgewiesen.

Anzeige

Das als Wifi-Gate bekanntgewordene Street-View-Datenschutzdebakel scheint für Google im Heimatland USA kein Ende nehmen zu wollen. Dort ist gegen Google eine Klage wegen des Verstoßes gegen einzel- und bundesstaatliche Gesetze zum Schutz vor Abhöraktionen anhängig. Google hatte beantragt, die Klage abzuweisen. Die Aufzeichnung des WLAN-Datenverkehrs durch Google-Autos sei nicht absichtlich erfolgt, sondern durch den Fehler eines Programmierers verursacht worden.

Der zuständige Bundesrichter, James Ware, hat Googles Antrag in der vergangenen Woche teilweise stattgegeben. In einem entscheidenden Punkt ist Google jedoch gescheitert: Richter Ware sieht in der Aufzeichnung der Daten einen Verstoß gegen das Bundesgesetz Federal Wiretap Act und ließ die entsprechende Klage zu.

Google erklärte laut Computerworld zu der Entscheidung: "Wir glauben, dass die Vorwürfe jeder Grundlage entbehren und dass das Gericht den Abhörvorwurf genauso wie die anderen Vorwürfe der Kläger hätte abweisen sollen."

Der Federal Wiretap Act verbietet ausdrücklich das Mitschneiden "elektronischer Kommunikation durch den Einsatz von elektronischen, mechanischen oder anderen Geräten". Ausnahmen gelten zwar unter anderem für Internetprovider, wenn das zur Erbringung der Übertragungsleistung notwendig ist. Google kann sich jedoch nicht auf die Ausnahmen berufen, erklärte Richter Ware.

Die für den Street-View-Dienst in den USA umherfahrenden Google-Autos hatten seit 2007 den Datenverkehr unverschlüsselt funkender WLAN-Hotspots in der Nähe der Fahrzeuge aufgezeichnet. Nachdem die Praxis Anfang 2010 bekanntgeworden war, hatte Google zuerst erklärt, nur unwesentliche Fragmente des Funkverkehrs erfasst zu haben. Später musste das Unternehmen jedoch zugeben, weitaus umfangreichere Daten mitgeschnitten zu haben. Das könnte nun für Google teuer werden.


Kommentieren




Anzeige
  1. Anwendungs- und Prozessberater/in
    HÜGLI NAHRUNGSMITTEL GMBH, Radolfzell
  2. Softwareentwickler (m/w) .NET, C#, ASP.NET, WPF, WCF
    Klinkhammer Förderanlagen GmbH, Nürnberg
  3. Software Entwickler (m/w)
    conject AG, Duisburg
  4. Fachinformatiker Multimedia (m/w)
    CT Creative Technology GmbH & Co. KG, Nürtingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One

  2. Microsoft

    Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

  3. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  4. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  5. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  6. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  7. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  8. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  9. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  10. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Web Components: HTML-Elemente selber bauen
Web Components
HTML-Elemente selber bauen

Mit Web Components, die derzeit vom W3C standardisiert werden, kann sich jeder seine eigenen HTML-Elemente bauen - samt Aussehen und Logik - und sie wie Standardelemente in HTML-Dokumenten nutzen. Mit Googles neuer Bibliothek Polymer funktioniert das auch in den heute verfügbaren Browsern.

  1. Chrome 26 Beta Verbesserte Rechtschreibkorrektur und Template-Unterstützung

Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Sandisk und Toshiba: Flash-Speicher wird kleiner
Sandisk und Toshiba
Flash-Speicher wird kleiner

Sandisk und Toshiba kündigen die Einführung eines neuen Herstellungsprozesses für Flash-Speicher an. Der von Sandisk als 1Ynm bezeichnete Prozess bringt mehr Speicherkapazität auf weniger Raum unter.

  1. Flashsystem IBM steckt 1 Milliarde US-Dollar in Flash-Speicher
  2. Fusion-io 9,6 Millionen IOPS mit einem einzelnen ioDrive2

Zum Artikel