Das Linux-Maskottchen Tux
Das Linux-Maskottchen Tux (Bild: Larry Ewing)

Linux-Kernel

Weitere Ursache für erhöhte Leistungsaufnahme gefunden

Nachdem sich Berichte über eine erhöhte Leistungsaufnahme auf einigen Rechnern beim Einsatz des Linux-Kernels 2.6.38 gehäuft hatten, wurde jetzt eine weitere Ursache dafür gefunden: Die Energiesparmethoden an der PCI-Express-Schnittstelle.

Anzeige

In Benchmarks will die US-Webseite Phoronix im Linux-Kernel 2.6.38 einen um 30 Prozent erhöhten Stromverbrauch gemessen haben. Phoronix hat dafür eine weitere Ursache ausgemacht: Das Active State Power Management (ASPM) für Hardware an der PCI-Express-Schnittstelle. Inzwischen haben Kernel-Entwickler das Problem bestätigt. Schuld daran seien fehlerhafte BIOS-Meldungen in der FADT (Fixed ACPI Description Table).

Matthew Garrett bestätigte das Problem der erhöhten Leistungsaufnahme. Sein Patch im Kernel 2.6.38 deaktiviert ASPM, wenn die FADT meldet, dass es von der Hardware nicht unterstützt wird. Da PCI-Express-Geräte auch im Ruhezustand dann viel Leistung erbringen, sinkt die Akkulaufzeit um bis zu 30 Prozent. Grund für den Patch waren gemeldete Fehler durch ein stets aktives ASPM, was teilweise zu kompletten Abstürzen führte.

Der Grund für die Abstürze taucht laut Garrett dann auf, wenn das BIOS fehlende ASPM-Unterstützung meldet, obwohl sie existiert. Zusätzlich kann es vorkommen, dass das BIOS ASPM auf einigen Geräten aktiviert, dem System aber mitteilt, das ASPM deaktiviert ist. Das bringe Geräte aus dem Tritt und führe zu den Abstürzen. Deshalb habe er den Patch eingereicht, um ASPM immer dann zu deaktivieren, wenn das BIOS dessen fehlende Unterstützung meldet.

Um das Problem der erhöhten Leistungsaufnahme zu beheben, schlägt Phoronix den Kernel-Parameter pcie_aspm=force vor, mit dem ASPM auch dann aktiviert wird, wenn das BIOS es nicht unterstützt. Unter Umständen stürzt das System dann aber ab.

Gegenwärtig gibt es mehrere Vorschläge, das Problem längerfristig im Kernel zu lösen: Der Patch könnte aktiv bleiben und eine Whitelist mit funktionierenden Geräten erstellt werden, bei dem ASPM funktioniert. Es fehle aber in vielen Fällen an entsprechender Dokumentation. Die Alternative wäre ASPM wieder zu aktivieren und eine Blacklist nicht funktionierender Geräte zu erstellen. Das sei allerdings mit dem hohen Aufwand verbunden, alle diese Geräte ausfindig zu machen. Schließlich gäbe es noch die Möglichkeit, dass der Kernel das BIOS falsch auslese und ASPM-Fehler auslöse, die von anderen Systemen nicht gesehen werden. Auch bräuchten die Entwickler Zeit, um dem Problemen auf die Spur zu kommen.


woo555! 19. Aug 2011

Mit installiertem fglrx verbraucht das Ubuntu 10.04 im Indle genau so viel Energie wie...

Anonymer Nutzer 03. Jul 2011

Den Satz hab ich auch nicht ganz verstanden - klingt nach einem Formulierungsfehler. Sinn...

Anonymer Nutzer 03. Jul 2011

Danke, sehr geile Info.

SchwindelInside 02. Jul 2011

Daher kaufe ich in Zukunft nur noch PCs bzw. Mainboards mit coreboot, ...daher jene mit...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in Diagnoseumfeld von Motorsteuergeräten
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. Software Tester / Testspezialist: Testmanagement / Senior Software Testmanager (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf, Köln
  3. Senior Berater Agiles Testen (m/w)
    imbus AG, Hofheim (bei Frankfurt) und Möhrendorf (bei Erlangen)
  4. Head of Customer Service (m/w)
    Nemetschek Allplan Deutschland GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  2. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google

  3. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  4. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  5. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette

  6. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  7. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  8. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  9. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  10. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

Test Sunset Overdrive: System-Seller am Rande der Apokalypse
Test Sunset Overdrive
System-Seller am Rande der Apokalypse
  1. Test Deadcore Turmbesteigung im Speedrun
  2. Test Transocean Ports of Call für Nachwuchs-Reeder
  3. Test Rules Gehirntraining für Fortgeschrittene

    •  / 
    Zum Artikel