Apple-Konsortium gewinnt

Google geht bei Nortel-Patentversteigerung leer aus

Apple, Microsoft, Sony, RIM, Ericsson und EMC lassen sich den Patentpool von Nortel 4,5 Milliarden US-Dollar kosten. Google war das offenbar zu teuer.

Anzeige

Ein von Apple angeführtes Konsortium hat das Nortel-Patentpaket für 4,5 Milliarden US-Dollar ersteigert. Analysten hatten nur einen Erlös von 1,1 Milliarden US-Dollar erwartet. Das gab der insolvente kanadische Konzern bekannt. Zu der Bietergruppe gehörten auch Microsoft, Sony, Research In Motion (RIM), Ericsson und EMC.

Google hatte den Patentpool hauptsächlich einsetzen wollen, um sein mobiles Betriebssystem Android gegen juristische Angriffe abzusichern. "Dieses Ergebnis ist enttäuschend für jeden, der daran glaubt, dass die Anwender von offenen Innovationen profitieren, und das damit Kreativität und Wettbewerb gefördert werden", erklärte Google in einer E-Mail an das Wall Street Journal. "Wir werden weiter daran arbeiten, die aktuelle Flut von Patentstreitigkeiten zu reduzieren, die sowohl Innovatoren und Verbraucher schmerzlich trifft."

Im Nortel-Pool liegen 6.000 Patente und Patentanmeldungen aus den Bereichen Mobilfunk, LTE, Datenübertragung, Glasfaser, Sprachübertragung, Internet, Internet Service Provider, Onlinesuche, mobile Videoübertragung und soziale Netzwerke. Abgedeckt werden die Softwareplattformen Blackberry OS, Apples iOS und Googles Android.

Nortel hatte am 4. April 2011 bekanntgegeben, ein Gebot über 900 Millionen US-Dollar von Google für den Pool erhalten zu haben. "Die Größe, der Geldwert der Transaktion und das weltweite Interesse von Firmen an dem Portfolio waren beispiellos", erklärte Nortel. Der im kanadischen Toronto ansässige Ausrüster hatte im Januar 2009 Insolvenz angemeldet und begonnen, wichtige Geschäftsbereiche zu verkaufen.

Der Blackberry-Hersteller Research In Motion zahlt einen Anteil von 770 Millionen US-Dollar. Ericsson trägt 340 Millionen US-Dollar, gab der schwedische Mobilfunkausrüster bekannt. Die Unternehmen haben das Ziel, den Verkauf noch in diesem Quartal abzuschließen, die Zustimmung von Gerichten US-und kanadischen Gerichten vorausgesetzt, hieß es.


ralf.wenzel 01. Jul 2011

YMMD

smurfy 01. Jul 2011

Ja, eben darauf wollte ich auch hinaus. Wenn HTC auch ordentlich Patente zu seiner...

Lord Gamma 01. Jul 2011

Soweit ich weiß, war das schon länger im Gespräch und der frühere CEO Eric Schmidt war...

Kommentieren



Anzeige

  1. Web-Entwickler (m/w)
    NEXUS Netsoft, Langenfeld
  2. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)
  3. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  4. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  2. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  3. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  4. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  5. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  6. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  7. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  8. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  9. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  10. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  2. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten
  3. Verschlüsselung E-Mail nur noch mit TLS

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel