Fünf Mal wurde der Bayerntrojaner eingesetzt.
Fünf Mal wurde der Bayerntrojaner eingesetzt. (Bild: Polizei Bayern)

Computerspionage

Polizei setzte Bayerntrojaner wiederholt ein

Bayerns Polizei hat den sogenannten Bayerntrojaner öfter eingesetzt, als bisher vermutet. Mit der umstrittenen Spionagesoftware späht die Polizei Computer aus.

Anzeige

Zwischen 2009 und 2010 hat die Bayerische Polizei den sogenannten Bayerntrojaner fünf Mal verwendet, erklärte das bayerische Justizministerium auf eine Anfrage der Grünen, berichtet der Spiegel. Die umstrittene Spionagesoftware kam in den Städten Augsburg, Nürnberg, München und Landshut zum Einsatz. Die Polizei gab als Grund an, Straftaten wie Handel mit Betäubungs- und Arzneimitteln sowie banden- und gewerbsmäßigen Betrug aufklären zu wollen.

Mit der Spionagesoftware kann die Polizei im Grunde alle relevanten Aktivitäten auf dem Computer ausspionieren. Die Ermittlungsbehörden nutzten unterschiedliche Verfahren, um die Spionagesoftware auf einem zu untersuchenden Computer aufzuspielen. So wurde die Software unter anderem über eine Remote-Installation aufgespielt, ein anderes Mal wurde eine Hausdurchsuchung dazu missbraucht, den Bayerntrojaner zu installieren.

Aber auch der Zoll am Münchner Flughafen war einmal behilflich, damit die Spionagesoftware auf den Rechner eines Verdächtigen gebracht werden konnte. Die Rechtslage rund um den Bayerntrojaner ist umstritten. Im Januar 2011 entschied das Landgericht Landshut, dass der Bayerntrojaner von Bayerns Landeskriminalamt illegal eingesetzt wurde. Den prinzipiellen Einsatz des Bayerntrojaners beanstandete das Gericht nicht. Allerdings erklärte es das Vorgehen für illegal, alle 30 Sekunden einen Screenshot des Browserfensters anzulegen und diese Daten an die Behörden zu übermitteln.

Im Juni 2011 hatte die Bundesregierung Angaben dazu verweigert, ob der Bundestrojaner gegen Terrorverdächtige eingesetzt wurde. Die Anfrage kam von der Linken, die das Schweigen der Regierung als eine Brüskierung des Parlaments bezeichnete. Im aktuellen Fall war das bayerische Justizministerium auskunftsfreudiger.


makeworld 01. Jul 2011

sorry, für das Missverständnis - was ich damit auszudrücken versuchte, war: Meiner...

morecomp 29. Jun 2011

Nein Sorry, doppelt missverstanden, mehr generelle Empörung und nicht wegen deinem...

Müllhalde 28. Jun 2011

Ein Bios wäre denkbar. Es liegt über allem, egal welches OS läuft.

Müllhalde 28. Jun 2011

Es gibt immernoch zuviele Leute die denken, dass der Staat alles machen darf, und das...

F4yt 28. Jun 2011

Und wenn du der "plausible deniability" folgst, kommt es nur drauf an, welches Passwort...

Kommentieren



Anzeige

  1. Leiterin / Leiter des Fachbereichs Standard-Arbeitsplatz Service
    ITDZ Berlin, Berlin
  2. Systemarchitekt/-in
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. Storage Administratorin / Administrator
    IT.Niedersachsen, Hannover
  4. Bereichsleiter (m/w) Entwicklung Personalsoftware
    AKDB, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hdmyboy

    HDMI-Ausgang für den ersten grauen Gameboy

  2. Merkel-Handy

    NSA-Ausschuss kritisiert Stopp von Ermittlungen

  3. Unitymedia

    Liberty Global schafft Marke KabelBW ab

  4. NSA-Ausschuss

    BND trickst bei Auslandsüberwachung in Deutschland

  5. IT-Anwalt

    "Facebook geht bei neuen AGB illegal vor"

  6. Erbgut

    DNA überlebt Ausflug ins All

  7. Windows-Nachbau

    ReactOS bekommt neuen Explorer

  8. Bundesgerichtshof

    Kopierschutzmaßnamen für Konsolen sind zulässig

  9. Linshof i8

    Achteck-Smartphone mit Übertaktung und Turbo-Speicher

  10. Media Player

    Windows 10 unterstützt FLAC für verlustfreie Musik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Smarthome: Das intelligente Haus wird nie fertig
Smarthome
Das intelligente Haus wird nie fertig
  1. Smart Home Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
  2. Leuchtmittel Die Leuchtdiode kommt aus dem 3D-Drucker
  3. Agora, Energy@home und EEBus Einheitliche Sprache für europäische Smart Homes

Test Escape Dead Island: Urlaub auf der Zombieinsel
Test Escape Dead Island
Urlaub auf der Zombieinsel

Yoga Tablet 2 Pro im Test: Das Tablet mit dem eingebauten Kino
Yoga Tablet 2 Pro im Test
Das Tablet mit dem eingebauten Kino
  1. Lenovos Yoga Tablet 2 im Test Das Tablet mit dem Aufhänger
  2. Motorola Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte
  3. Yoga Tablet 2 Pro Lenovos 13-Zoll-Tablet mit Projektor und Subwoofer

    •  / 
    Zum Artikel