Niederlande

Gebühren für Skype bei Mobilfunkunternehmen verboten

KPN, Vodafone und Deutsche Telekom dürfen VoIP und Messaging in ihren Mobilfunknetzen in den Niederlanden nicht mehr blockieren oder mit Gebühren belegen. Ein entsprechendes Gesetz für Netzneutralität hat das Parlament verabschiedet.

Anzeige

Die Niederlande haben ein Gesetz erlassen, das es Telekommunikationsunternehmen verbietet, zusätzliche Gebühren für VoIP-Dienste wie Skype, Messagingdienste oder datenintensive Videoplattformen wie Youtube zu berechnen. Das hat das Parlament (Tweede Kamer) am 22. Juni 2011 entschieden, berichtete der Sender Radio Netherlands Worldwide. Jetzt muss das Gesetz im Senat Zustimmung finden. Die Niederlande sind damit das erste europäische Land, das Netzneutralität per Gesetz festschreiben will.

Wirtschaftsminister Maxime Verhagen sagte: "Solche Dienste zu blockieren oder extra Geld dafür zu kassieren, behindert Innovationen. Wir werden diesen Bereich regulieren und so ein offenes Internet garantieren. Wir halten es für sehr wichtig, dass die Bürger freien Zugang zum Internet haben. "

Die Verbraucherorganisation De Consumentenbond hat das Gesetz befürwortet. Verhagen bekommt bei dem Gesetzesvorhaben keine Unterstützung von seinen Koalitionspartnern der Christen Democratisch Appèl (CDA) und der rechtsliberalen Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD).

In den Niederlanden sind die Mobilfunkbetreiber KPN, Vodafone und Deutsche Telekom aktiv. Vodafone berechnet seinen Kunden eine zusätzliche Gebühr für die Nutzung von Skype. Die Telekom verbietet ihren Mobilfunkkunden in dem Land in den Nutzungsbedingungen Dienste wie Skype und Whatsapp Messenger. KPN hatte im vergangenen Monat ebenfalls Zusatzgebühren angekündigt. KPN, mit annähernd 48 Prozent Marktführer, hat erklärt, dass durch Skype und Whatsapp im April 2011 der Serviceumsatzrückgang um 8,1 Prozent gesunken sei.


sasquash 24. Jun 2011

Keine sorge, er/sie schreibt immer so ;-) Aber hinter dem unsinnigen Kram steckt meist...

Thread-Anzeige 23. Jun 2011

Letzte Woche feierten die Bilanzprüfer, das sie ihre Lobbyinteressen bei der EU...

Katana Seiko 23. Jun 2011

Die Politiker in Holland haben "normale" Einkommen. Die können sich nicht aus dem...

Katana Seiko 23. Jun 2011

In Deutschland gibt es im Moment keine Politiker, die etwas von Technik verstehen, wenn...

Kommentieren


Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) / 24. Jun 2011

Netzneutralität für Dummies

Confluence: Netzpolitik / 24. Jun 2011

Netzneutralität



Anzeige
  1. Netzwerkspezialist für 2nd-Level Software Support (m/w)
    REALTECH Services GmbH, Walldorf
  2. SAP-Entwickler (m/w)
    WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG, Nürnberg
  3. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  4. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  2. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  3. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  4. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  5. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  6. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  7. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  8. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1

  9. Samsung

    Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft

  10. Drosselung

    Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
SAP: "Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"
SAP
"Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"

Laut einem SAP Vice President für die Cloud-Sparte sind USB-Sticks mit Schadsoftware und selbstgestrickte IT die Hauptgefahren für die Sicherheit der Unternehmens-IT.

  1. Cloud Computing Opennebula 4.0 erlaubt VM-Snapshots
  2. Openstack IBM setzt bei Cloud-Computing auf Open Source
  3. Dell Ophelia Android-Cloud mit HDMI-Anschluss

Geplante Obsoleszenz: Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab
Geplante Obsoleszenz
Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab

Die Regierungsmehrheit hat im Umweltausschuss verhindert, dass das Verkleben von im Macbook Pro eingebauten Komponenten verboten wird. Diese Praxis erschwert laut einem Gutachten einen Austausch oder eine Reparatur.

  1. Geplante Obsoleszenz Gesetz soll Mindestnutzungsdauer für Elektronik erzwingen
  2. Zendock Dockingstation für Macbook Pro und Retina-Modelle
  3. Geplante Obsoleszenz Grünen-Gutachten kritisiert verklebtes Macbook Pro

Security: Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
Security
Gefährliche Lücke im Linux-Kernel

Über eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann sich ein lokaler Angreifer von einem eingeschränkten Konto Root-Rechte verschaffen. Die Schwachstelle besteht bereits seit mehreren Jahren. Die Lücke wurde klammheimlich geschlossen.

  1. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung
  2. Security D-Link patcht Sicherheitslücken in Routern und IP-Kameras
  3. Stonesoft Intel bietet 389 Millionen Euro für Firewall-Anbieter

Zum Artikel