Knights Ferry alias Larrabee

Exaflop-Supercomputer ist bis 2018 möglich

Intel hat ein ambitioniertes Ziel. Bis 2018 will der Prozessorhersteller mit seinen Partnern den ersten Exaflop-Computer realisieren. Ein Jahr früher als erwartet und mit nur 20 Megawatt Leistungsaufnahme dank Intels Knights Ferry.

Anzeige

2018 soll mit Hilfe von Intels Knights-Ferry, früher bekannt als das Grafikkartenprojekt Larrabee, der erste Exaflop-Supercomputer fertiggestellt werden. Damit wäre Intel ein Jahr früher fertig, als die Macher der Top-500-Liste erwarten. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Intel sogar 4 Exaflops erreichen. Bisher gibt es von Knights Ferry nur Entwicklungsstationen. Die aktuellen Karten sind mit 32 Kernen ausgestattet. Mit dem 22-nm-Fertigungsprozess sollen es mindestens 50 Kerne werden, wie Datacenter-Chef Kirk Skaugen auf dem ISC 2011 nochmals bestätigte. Mit dem 22-nm-Prozess erhofft sich Intel 37 Prozent mehr Rechenleistung bei niedriger Spannung und 50 Prozent weniger Leistungsaufnahme bei konstanter Belastung.

  • Die Knights-Ferry-Anpassung soll einfach sein.
  • Eine Zeile im Code reicht in diesem Beispiel.
  • Datacenter-Chef Kirk Skaugen zeigt die Knights-Ferry-Karte der Entwicklungsplattform.
  • Knights Ferry
  • Knights Ferry
  • Xeon-Prozessor und Knights-Ferry-Karte erreichen zusammen über 700 GFlops.
  • Skalierbarkeit der Knights-Ferry-Karte. Das System rechnet ohne Xeon-Prozessor nur auf einer einzelnen Karte.
  • Laufendes System mit 8  Knights-Ferry-Karten.
  • Rückseite des Demo-Systems.
  •  
Die Knights-Ferry-Anpassung soll einfach sein.

Der Knights-Ferry-Supercomputer soll dabei nur das Doppelte der elektrischen Leistungsaufnahme haben, die die derzeitige Nummer 1 hat, also 20 Megawatt für ein Exaflop. Der K Computer braucht rund 10 Megawatt für 8 Petaflops.

Mit den bisherigen Systemen ist Intel mit Partnern schon gut vorangekommen. Den von Intel ausgelieferten Karten sieht man mittlerweile nicht mehr an, dass sie ursprünglich als Grafikkarten entworfen wurden. Auf dem ISC 2010 zeigte Skaugen eine Knights-Ferry-Karte, die wie eine Grafikkarte aussah.

Mit einer Knights-Ferry-Karte und einem Xeon-Prozessor (X5680, sechs Kerne mit je 3,33 GHz) zusammen hat Intel eigenen Angaben zufolge bereits 772 GFlops erreicht. 8 der Karten mit je 32 Kernen kommen in einem 19-Zoll-Server mit vier Höheneinheiten auf 7,4 TFlops. Die dazugehörige Software wie Treiber und Compiler sind allerdings noch im Alphastadium.

Für HPC-Entwickler soll der Umstieg von Xeon-basierten Supercomputern auf Knights-Ferry-Systeme sehr einfach sein. Der Programmcode muss laut Intel kaum modifiziert werden, um Berechnungen zu Knights-Ferry-Karten zu schicken. Zudem sollen dieselben Werkzeuge für die Softwareentwicklung benutzt werden können. Partner SGI zeigte eine PI-Berechnung, die mit einer einzigen Zeile statt auf die CPU zu den Knights-Ferry-Karten geleitet wird.

Als ein weiteres Beispiel zitiert Intel das LRZ, wo bisheriger Code für Xeon-CPUs binnen weniger Stunden auf ein Knights-Ferry-System portiert wurde. Intel nennt für diese Anwendung mit Matrizenmultiplikationen eine Rechenleistung von 650 Gigaflops - gibt aber nicht an, wie viele Knights-Ferry-Karten dafür nötig waren.

Die neue Maschine namens "SuperMIC" des LRZ mit 8.000 Westmere-Kernen arbeitet noch nicht mit den Knights-Ferry-Karten, wie ein Sprecher des Rechenzentrums Golem.de sagte.

Um die Ziele für Knights Ferry zu erreichen, müssen auch Speichertechniken gewechselt werden. Von traditionellen Festplatten muss sich wohl verabschiedet werden. Solid State Disks wären die dazugehörige Technik mit möglichst hohen IOPS-Werten. Nicht unbedingt auf dem SATA-Standard basierend, wie Kirk Skaugen von Intel augenzwinkernd auf die Frage nach PCIe-SSDs andeutete. Intels Flashspeicher-Partner Micron hat bereits eine PCIe-SSD mit IOPS-Werten im Bereich von 750.000 angekündigt.

Nachtrag vom 21. Juni 2011, 10:00 Uhr:

Das LRZ hat den Namen des SuperMIC auf seinen Webseiten in SuperMIG geändert. In den Top500 findet sich der Rechner aber noch unter der ersten Bezeichnung auf Platz 166. SuperMIG sollte zudem auch nicht mit SuperMUC verwechselt werden - dieser Rechner mit geplanten 3 Petaflops soll erst Mitte 2012 in Betrieb gehen, SuperMIG ist ein Migrationssystem, mit dem die Wissenschaftler den Wechsel vom bisherigen Itanium- auf x86-Code erproben. [von Nico Ernst und Andreas Sebayang]


Meinersbur 22. Jun 2011

Fehler: Nicht von Intel, sondern von ET International. War nur am Stand von Intel. Siehe...

Apple_und_ein_i 21. Jun 2011

schoen waers, aber ich denke du hast ausser acht gelassen, dass die komplexitaet der...

QDOS 21. Jun 2011

Denke schon alleine wegen dem Preis wird man die nicht verwechseln^^ Releasedatum gibts...

Kommentieren



Anzeige

  1. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  2. Bauingenieur / Bauingenieurin - Baubetrieb
    Ed. Züblin AG, Stuttgart
  3. Teamleiter (m/w) Software-Qualitätsdatenanaly- se
    Synatec GmbH, Stuttgart oder Dingolfing
  4. Trainee für den Bereich IT / Business Processes (m/w)
    DMG MORI SEIKI Services GmbH, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafikkarte Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar
  2. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

    •  / 
    Zum Artikel