Virtualisierung

KVM-Tool soll in den Linux-Kernel 3.1

Das als Qemu-Ersatz konzipierte Native Linux KVM Tool hat in seiner jüngsten Ausgabe zahlreiche neue Funktionen erhalten, darunter einen experimentellen grafischen Zugang über VNC. Die Entwickler wollen die KVM-Tools im Linux-Kernel 3.1 unterbringen.

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In der zweiten Ausgabe des Native Linux KVM Tool haben die Entwickler etliche essenzielle Funktionen hinzugefügt, darunter die Unterstützung für Mehrkernprozessoren und das Image-Format Qcow2. Außerdem haben die Entwickler einen ersten experimentellen grafischen Zugang per VNC und SDL eingebaut. Geplant ist, den Ersatz für Qemu für den KVM-Hypervisor in die übernächste Kernel-Version 3.1 zu integrieren.

KVM-Gastsysteme unterstützen künftig Netzwerkverbindungen über virtuelle TAP-Geräte, die eine Ethernet-Verbindung simulieren. Außerdem kann das Plan-9-Dateisystem verwendet werden, um Gastsysteme mit Hosts über das verteilte Dateisystem zu verbinden. Das unter Qemu verwendete Image-Format Qcow2 für virtuelle Festplatten wird von den KVM-Werkzeugen v2 erkannt. Zudem erhalten KVM-Tools einen Zufallszahlengenerator.

Die Entwickler um Pekka Enberg wollen die KVM-Werkzeuge in den übernächsten Linux-Kernel 3.1 integrierten, der vermutlich Ende August 2011 erscheinen soll.

Das Native Linux KVM Tool soll künftig emulierte Hardwarekomponenten für die im Linux-Kernel integrierte virtuelle Maschine KVM zur Verfügung stellen. Enberg will das KVM-Werkzeug so einfach wie möglich halten, es soll ohne BIOS-Abhängigkeiten auskommen und auch weniger veraltete Treiber unterstützen als Qemu. Das Projekt entstand, als Kritik an der Schwerfälligkeit von Qemu laut wurde.

Für die aktuelle Version der KVM-Werkzeuge stehen ein angepasster Kernel oder ein Qcow2-Image mit installiertem Debian 6.0 alias Squeeze zum Download bereit.


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