Anzeige
Kein Applaus für die Gema: Frank Briegmann, Chef von Universal Music Deutschland
Kein Applaus für die Gema: Frank Briegmann, Chef von Universal Music Deutschland (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Wegen Youtube

Musikbosse kritisieren die Gema

Der Streit um eine Lizenzzahlung für Musikvideos auf Youtube schwelt schon eine Weile. Jetzt haben sich die Chefs von zwei Plattenfirmen zu Wort gemeldet - und kritisieren die Verwertungsgesellschaft Gema.

Anzeige

Also, wer ist denn jetzt schuld? Die Gema? Die Plattenfirmen? Youtube? Am gegenseitigen Mit-dem-Finger-auf-den-anderen-zeigen beteiligen sich jetzt zwei Mächtige aus der Plattenbranche: Edgar Berger, Chef von Sonys Musiksparte in Deutschland, und Frank Briegmann, Chef von Universal Music in Deutschland. Sie deuten nicht auf Youtube, sondern auf die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema. Der eine oder andere aus der Vorstandsetage der Musikverwertungsgesellschaft sei wohl, so mutmaßen sie, noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen.

Video? Kein Video

Der Streit um die Musikvideos in Deutschland währt schon länger. Da sich Musikindustrie, Verwertungsgesellschaft und Youtube-Eigner Google nicht auf ein Lizenzmodell einigen können, bleibt hierzulande bei vielen Musikvideos auf dem Portal der Bildschirm schwarz. Nutzer in Deutschland erhalten eine Meldung, dass sie das betreffende Video aus urheberrechtlichen Gründen nicht anschauen können.

Bislang machte Youtube die Plattenfirmen dafür verantwortlich: Das Video sei nicht abrufbar, weil es geistiges Eigentum dieser oder jener Plattenfirma sei. Seit einigen Tagen nennt das Portal jedoch einen anderen Schuldigen: "Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat."

Nicht im digitalen Zeitalter angekommen

Deutet sich ein Wechsel der Bündnispartner an? Machen Google und Plattenfirmen jetzt gemeinsame Sache gegen die Gema, die doch eigentlich der natürlich Verbündete von EMI, Warner und Co. sein müsste? Es sieht so aus. Edgar Berger, Chef von Sonys Musiksparte in Deutschland, sagte Spiegel Online, es gebe "offenbar kein Interesse daran, werbefinanzierte Musik-Streamingdienste wie Vevo, Youtube und Spotify in Deutschland zuzulassen." Schlecht für Musiker und Industrie: Ihnen entgingen die Einnahmen, die sich erzielen ließen, einigten sich die Gema und Google. Berger hat auch eine klare Vorstellung, wer bremst: "Alles muss durch ein Nadelöhr, den Gema-Aufsichtsrat. Einige Mitglieder scheinen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein."

In anderen Ländern haben sich Google und Verwertungsgesellschaften längst auf Lizenzmodelle geeinigt. In diversen Ländern beteiligt Google Rechteinhaber an den Werbeeinnahmen, etwa Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien oder Spanien. Hierzulande ist eine Einigung kaum in Sicht. Im Gegenteil: Die Gema klagt gegen Google. "Man darf sich die Frage stellen, warum eine Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und Youtube in vielen Musikmärkten möglich ist, nicht aber in Deutschland, dem wichtigsten Markt Europas", sagt Frank Briegmann, Chef von Universal Music in Deutschland. Dass sich Gema und Youtube "offenbar seit Jahren nicht einigen können, ist langsam unverständlich."

Streitpunkt: Höhe der Lizenzzahlungen 

eye home zur Startseite
BerlinBoy90 20. Jun 2011

die leute leben sowas von in der vergangenheit. in den usa ist die mi einen schritt...

Freitagsschreib... 20. Jun 2011

Das Problem ist, dass Du es nicht einmal für einen einzigen Tag schaffst, etwa ganz...

Freitagsschreib... 20. Jun 2011

Ich unterschreibe vor allem die Aussage, dass die GEMA noch nicht im digitalen Zeitalter...

Realist_X 20. Jun 2011

Und zwar mit Recht!

Keridalspidialose 19. Jun 2011

Der Loddahr Maddäus ist Chef von Universal Music Deutschland?

Kommentieren




Anzeige

  1. NetCracker Senior Architect / Designer OSS (m/w)
    T-Systems International GmbH, Berlin
  2. Technical Manager (m/w)
    Cambaum GmbH, Baden-Baden
  3. Professional IT Consultant Automotive Marketing und Sales (m/w)
    T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. Trainee (m/w) IT-Anwendungen
    Süwag Energie AG, Frankfurt am Main

Detailsuche



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: DEUS EX: MANKIND DIVIDED - Collector's Edition (PC/PS4/Xbox One)
    119,00€/129,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. Battlefield 4 [PC]
    9,98€ USK 18
  3. VORBESTELLBAR: Battlefield 1 - Collector's Edition [PC & Konsole]
    209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Section Control

    Bremsen vor Blitzern soll nicht mehr vor Bußgeld schützen

  2. Beam

    ISS-Modul erfolgreich aufgeblasen

  3. Arbeitsbedingungen

    Apple-Store-Mitarbeiterin gewährt Blick hinter die Kulissen

  4. Modulares Smartphone

    Project-Ara-Ideengeber hat von Google mehr erwartet

  5. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  6. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  7. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  8. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  9. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  10. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. Konkurrenz zu DJI Xiaomi mit Kampfpreis für Mi-Drohne
  2. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

  1. Re: Kaum 400¤-Kräfte anzutreffen ...

    plutoniumsulfat | 23:04

  2. *Gähn*

    luarix | 23:02

  3. Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht

    My1 | 23:01

  4. Re: Ich hasse diese Stores

    Neuro-Chef | 22:59

  5. Re: Verschlüsselt.

    das-ding | 22:59


  1. 12:45

  2. 12:12

  3. 11:19

  4. 09:44

  5. 14:15

  6. 13:47

  7. 13:00

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel