EU

Mindestens fünf Jahre Haft für Cyberkriminelle

Die EU-Justizminister wollen die Strafen für cyberkriminelle Taten erhöhen. Besonders der Druck auf bandenmäßige Betreiber von Botnetzen soll wachsen.

Anzeige

Der EU-Ministerrat hat Ende vergangener Woche eine Vorlage für härtere Strafen gegen Cyberkriminelle angenommen. Das gab der Rat der Europäischen Union bekannt (PDF). Das Europäische Parlament muss dem Entwurf des Rats der Europäischen Union noch zustimmen.

"Durch die breite Unterstützung aus den Mitgliedstaaten werden wir in Zukunft in der Lage sein, Maßnahmen zu ergreifen", sagte Ungarns Justizminister Tibor Navracsics nach einem Treffen mit Amtskollegen in Luxemburg der Nachrichtenagentur Reuters.

Wer schweren Schaden an IT-Systemen anrichtet, soll eine Mindeststrafe von fünf Jahren erhalten. Schärfere Strafen drohen auch Betreibern von Botnetzwerken und bei Passwortdiebstahl. "Das illegale Abfangen von Daten soll in der EU zu einer Straftat werden", so die Minister. Durch die Neuregelung würden Festlegungen aus dem Jahr 2005 ersetzt.

Auf "allgemeine Cyberkriminalität" sollen mindestens zwei Jahre Haft stehen. Bei Angriffen auf eine Vielzahl von IT-Systemen oder für den Aufbau eines Botnetzes soll die Haftstrafe bei drei Jahren liegen. Bandenmäßig ausgeübte Cyberkriminalität, schwere Schädigungen von IT-Systemen durch Bootnetzangriffe oder Angriffe auf kritische IT-Systeme sollen mit mindestens fünf Jahren Haft bestraft werden.

Damit werde auf die "neuen Bedrohungen durch breit angelegte Cyberangriffe reagiert, die zunehmend aus ganz Europa berichtet werden und das Potenzial haben, öffentliche Einrichtungen zu schädigen", erklärte der Ministerrat.

Die 27 Mitgliedstaaten wollen zudem eine Anti-Cybercrime-Abteilung der Strafverfolger aufbauen und an die EU-Polizeibehörde Europol anbinden.


Cuckovi 16. Jun 2011

Ich bin Reporter und komme mit meinem Erlös gerade so über die Runden. Auslandsreisen...

Jakelandiar 15. Jun 2011

Das Original ist einfach nur von Politikern geschrieben und wenn mans genau nimmt kann...

Co0n 15. Jun 2011

natürlich kannst du die verfassung ändern, es müssen nur alle wollen. Und meines Wissens...

johnmcwho 15. Jun 2011

Für Politiker die sinnlose Forderungen stellen sollte es mind. lebenslänglich...

Flying Circus 15. Jun 2011

Wer oder was ist bitte "Gut Will"? Und das Einfrieren von Konten ist eine Kleinigkeit...

Kommentieren




Anzeige
  1. Entwickler iOS / Android (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Software Integration Manager (m/w)
    AFRA GmbH, Erlangen
  3. Applikationsadministrator/-in
    Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
  4. SAP-Entwickler/in
    Dataport, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  2. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  3. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  4. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  5. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  6. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  7. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  8. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS

  9. Luxuskamera

    Leica Mini M als Vollformatsystemkamera?

  10. Navigations-App

    Google will Facebook bei Waze überbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
München: Limux bleibt technisch anspruchsvoll
München
Limux bleibt technisch anspruchsvoll

Linuxtag 2013 Das Limux-Projekt geht in den Regelbetrieb über. Viel Arbeit fällt bei der Umstellung der Münchner Stadtverwaltung auf Linux trotzdem noch an - für die Techniker und die Stadtverwaltung, die eine Strategie für den Umgang mit Open-Source-Projekten erarbeiten muss.

  1. Clark Asay Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?
  2. Adobes CFF Engine Bessere Schriftdarstellung für Android, iOS und Linux
  3. Entwicklerplatinen Spark Core mit WLAN und Cortex-M3-Prozessor

Innodisk: Winzige NanoSSD erreicht 480 MByte/s
Innodisk
Winzige NanoSSD erreicht 480 MByte/s

Der taiwanische SSD-Hersteller Innodisk stellt mit seiner NanoSSD eine regelrecht winzige SSD mit SATA-Unterstützung vor. Die NanoSSD hat nur etwa 1 Prozent der Größe einer 2,5-Zoll-SSD und speichert bis zu 64 GByte.

  1. SSDs Seagate meint es ernst
  2. HGST SSD erreicht 1,2 GByte pro Sekunde dank SAS12
  3. Toshiba SSDs bis 512 GByte mit 19-Nanometer-Flash

Filesharing: Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten
Filesharing
Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

Internetsperren, die in der Schweiz gegen Kindesmissbrauch eingerichtet wurden, sollen auf Urheberechtsverletzungen ausgeweitet werden.

  1. Telekom Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet
  2. Europaparlament Kein Pornoverbot in der EU
  3. Klare Regeln im Netz CDU will Verschleierung der Identität im Internet verbieten

Zum Artikel