Anzeige
Aktuelle Filme im Angebot bei kino.to, vor der Schließung
Aktuelle Filme im Angebot bei kino.to, vor der Schließung (Bild: kino.to)

Kino.to

GVU sieht Strafbarkeit bei Streaming-Nutzern

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) vertritt die Auffassung, dass auch das Nutzen der Kino.to-Streams strafbar ist. Die GVU betont aber, dass eine höchstrichterliche Entscheidung dazu aussteht. Der Kino.to-Fall wäre jedoch eine gute Gelegenheit zur Klärung.

Anzeige

Die GVU hat in einem Blogeintrag ihre Sicht auf die Verfolgbarkeit von Urheberrechtsverletzungen im Kino.to-Verfahren dargelegt. Gleich zu Beginn des Blogeintrags schreibt die GVU: Eine höchstrichterliche Klärung zur Strafbarkeit des Nutzens von illegalen Film-Streams liegt noch nicht vor. Auch unter Fachleuten gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen. Rechtsanwalt Solmecke vertritt beispielsweise die Auffassung, dass das Anschauen eines Streams nicht illegal ist, er rät dennoch davon ab, derartige Streamingangebote zu nutzen.

Für die GVU ist das Kino.to-Verfahren eine gute Gelegenheit, diese Frage zu klären, also gegen mindestens einen Nutzer gerichtlich vorzugehen und das Verfahren durchzufechten. Die unterschiedlichen Auffassungen zur Strafbarkeit basieren laut GVU vor allem "auf abweichenden Bewertungen der technischen Vorgänge bei Streaming". Es geht also darum, ob durch das Streamen von Inhalten bereits "eine 'Vervielfältigung' im gesetzlichen Sinne angefertigt wird, oder nicht."

Dazu müssten aber auf den beschlagnahmten Servern Daten gespeichert sein, durch die Nutzer identifizierbar sind. IP-Adressen dürften dazu nur in wenigen Fällen ausreichen. Um über die IP-Adresse an einen Anschlussinhaber heranzukommen, setzt voraus, dass der Provider entsprechende Daten gespeichert hat. Diese werden aber teilweise sofort, nach wenigen Tagen oder Wochen von den Providern gelöscht.

Für die GVU ist der Fall klar

Für den Verein, der von der Film- und Unterhaltungsindustrie getragen wird, ist die Situation zur Speicherung von Medieninhalten deutlich. "Auf dem Endgerät des Nutzers erfolgt stets eine vorübergehende Speicherung. Sie wird durch den Nutzer ausgelöst und liegt in seinem Machtbereich." Rechtlich ist das Zwischenspeichern von Inhalten für die GVU eine Kopie. Zudem ist es laut GVU möglich, mittels geeigneter Werkzeuge dauerhafte Kopien anzufertigen. Selbst vorübergehende Verfielfältigungen sind nach der Auffassung der GVU nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt: bei einer rechtmäßigen Nutzung. Der Rechteinhaber hat aber keine solche Erlaubnis zur Nutzung erteilt.

Die GVU sieht also durchaus Möglichkeiten gegen Nutzer von Kino.to vorzugehen. Sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich kann das geschehen. Zivilrechtlich geht die GVU davon aus, dass die Rechteinhaber sich auf Unterlassung und Schadensersatz konzentrieren. Das Szenario ist "oft gekoppelt mit dem Anspruch auf Vernichtung oder Überlassung der illegalen Kopien und/oder Rechner, Kopieranlagen sowie Brenner.".

Auch strafrechtlich baut die GVU eine Drohkulisse auf. Sie geht von einem Freiheitsentzug von bis zu 3 Jahren oder einer Geldstrafe aus. Je nach Schwere des Verstoßes natürlich. Bei rund vier Millionen Nutzern, die Kino.to laut Angaben der Betreiber hatte, käme auf die Justiz viel Arbeit zu. Das setzt voraus, dass die Rechteinhaber und die Staatsanwaltschaften sich tatsächlich in den jeweiligen Ländern dazu entschließen, gegen die Kino.to-Nutzer vorzugehen.

Es ist zumindest davon auszugehen, dass die Unternehmen, die hinter der GVU stehen, den Kino.to-Fall nutzen werden, um einen Präzedenzfall zu schaffen.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 23. Jun 2011

ähm, ja ich grabe diesen Thread wieder auf, ein dickes sorry dafür ;) aber nun zu dir...

Anonymer Nutzer 23. Jun 2011

naja, kino.to geschäftsmodell ist ja nicht gleich "contend-industrie" geschäftsmodell...

aasgard77 20. Jun 2011

Das ANGEBOT für den Preis aber nicht! Und das braucht man nicht erklären, sonst wäre...

aasgard77 20. Jun 2011

Wenn es nach der GVU gehen würde, wäre er das auch! Problem der GVU (ich sehe es als...

Trollfeeder 14. Jun 2011

Achja? Wenn ich das Buch in gebundener Form gekauft habe und es mir als Ebook runterlade...

Kommentieren




Anzeige

  1. Software Development Engineer C++ (m/w) Low Frequency Solver Technology
    CST - Computer Simulation Technology AG, Darmstadt
  2. Software Engineer - Javascript Entwickler (m/w)
    Mindlab Solutions GmbH, Stuttgart
  3. Featureteamleiter im Bereich Video (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Leitung IT-Prozesse / Anwendungen (m/w)
    ERDINGER Weißbräu, Erding

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [3D Blu-ray]
    9,99€
  2. Blu-rays zum Sonderpreis
    (u. a. Codename U.N.C.L.E 8,94€, Chappie 9,97€, San Andreas 9,99€, Skyfall 6,19€)
  3. VORBESTELLBAR: BÖHSE FÜR'S LEBEN [Blu-ray]
    36,99€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  2. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  3. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  4. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  5. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  6. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  7. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  8. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren

  9. Vor dem Oneplus-Three-Start

    Oneplus senkt Preise seiner Smartphones

  10. Mobilfunk

    Vodafone führt Wi-Fi-Calling in Deutschland ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Playstation 4 Rennstart für Gran Turismo Sport im November 2016
  2. Project Spark Microsoft stellt seinen Spieleeditor ein
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

  1. Re: Der Schwenk auf x86...

    RaZZE | 16:33

  2. Re: LKW, Transporter, Busse, Kreuzungen, usw.

    DerDy | 16:30

  3. Re: Keine echte Alternative

    Nogul | 16:29

  4. Re: Zu alte Hardware?

    Sharra | 16:28

  5. Re: OT: wie wärs erst mal mit Grundversorgung?

    DerDy | 16:27


  1. 14:53

  2. 13:39

  3. 12:47

  4. 12:30

  5. 12:04

  6. 12:03

  7. 11:30

  8. 10:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel