Wegen Kino.to: Anonymous attackiert GVU-Seite
Maskierte Anonymous-Mitglieder (Bild: Vincent Diamante/ Wikipedia)

Wegen Kino.to

Anonymous attackiert GVU-Seite

Als Reaktion auf die Schließung von Kino.to hat Anonymous die Seite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen angegriffen. Außerdem hat die Gruppe aus Protest gegen geplante Zensurmaßnahmen die Website einer türkischen Behörde lahmgelegt. Inzwischen befasst sich auch die Nato mit der Gruppe.

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Die Gruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben die Seite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) lahmgelegt. Die Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) ist eine Reaktion auf die Schließung des Angebotes Kino.to. Außerdem hat sich die Gruppe mit der türkischen Regierung und der Nato angelegt.

In einem Video, das unter anderem über die Facebook-Gruppe RIP Kino.to verbreitet wurde, bekennt sich die Gruppe zu dem Angriff. Kino.to war eine Suchmaschine gewesen, mit der Nutzer kostenlos im Netz nach Filmen suchen konnten. "Das Betreiben einer Suchmaschine für Videos ist nach unserem Ermessen nicht illegal", erklärt die Gruppe. Die Seite der GVU war am Freitag jedoch erreichbar.

Regierung abschalten

"Wir verurteilen es zutiefst, dass der Staat Teile des Internets abschaltet. Somit wurde die Freiheit des Internets erneut von staatlicher Seite her angegriffen und ein weiterer Schritt in Richtung Zensur beschritten", heißt es in dem Video, das offensichtlich per Sprachsynthese erzeugt wurde. Die Reaktion folge dem Motto: "Deine Regierung schaltet das Internet ab? Schalte Du Deine Regierung ab."

Operation Turkey

In der Türkei hat die Gruppe die Seite der Telekommunikationsbehörde TIB ebenfalls per DDoS lahmgelegt. Mit der Operation Turkey protestiert die Gruppe gegen neue Maßnahmen zur Regulierung der Internets. Die Aktion begann am Donnerstagabend 20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Die Seite der TIB war am Freitag nicht erreichbar.

Die türkische Regierung habe in den vergangenen Jahren immer wieder die freie Meinungsäußerung im Internet behindert, indem sie tausende Websites und Blogs gesperrt oder Onlinejournalisten mundtot gemacht habe. Für August hat die Regierung die Einrichtung eines Filtersystems angekündigt. Nach Angaben der Behörden handelt es sich dabei um eine Maßnahme zum Jugendschutz. Nutzer befürchten jedoch, dass die Filter es dem Staat ermöglichen, das Internet zu kontrollieren. Die Ankündigung hat in der Türkei Proteste ausgelöst.

"Diese Aktionen sind unentschuldbar. Zugang zu und Teilnahme am freien Fluss der Informationen sind ein Menschenrecht. Anonymous wird nicht untätig sein, während die türkische Regierung dieses Recht verletzt", heißt es in einer Mitteilung der Gruppe.

Warnung an die Nato 

unsigned_double 14. Jun 2011

[ ] Aussage verstanden sich selbst blamiert sich selbst als Konsumorientierten...

Lokster2k 14. Jun 2011

Ja genau...dass die Türken ein freies Internet haben ist ja der absolute Luxus...die...

Lokster2k 14. Jun 2011

signed

lokke009 13. Jun 2011

Oh hai, noch ein Spa$t der meint seinen total verblödeten Kommentar druntersetzen zu...

stachelzelle 13. Jun 2011

Die Nerdfürsorge (auch Piratenpartei genannt) mit ihrere selbst angedichteten aber nicht...

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