Facebook

EU-Datenschützer untersuchen Gesichtserkennung

Facebooks plötzliche Freischaltung der Gesichtserkennung für Nutzer aus EU-Staaten hat die europäischen Datenschutzbehörden aufgeschreckt. Sie wollen sich die Sache näher anschauen.

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Wieder beunruhigt Facebook Nutzer und Datenschützer in aller Welt. Sie wurden von der unangekündigten Freischaltung der "Tag Suggestions" genannten Gesichtserkennungsfunktion für Fotos überrascht, die Facebook am Dienstag vorgenommen hat. Die Zustimmung der Facebook-Nutzer wurde vorab nicht erbeten. Vorher war die Gesichtserkennung nur für Nutzer in den USA verfügbar. Facebook informierte über die Freischaltung etwas verspätet in einem Blogeintrag.

Die in der Artikel-29-Datenschutzgruppe zusammengeschlossenen europäischen Datenschützer haben nun angekündigt, Facebooks Vorgehen und die Gesichtserkennung zu prüfen. Der Vertreter von Luxemburg, Gerard Lommel, sagte dazu laut Bloomberg: "Die Markierung von Menschen auf Bildern sollte nur nach vorheriger Zustimmung erfolgen und kann nicht standardmäßig aktiviert sein." Die europäischen Datenschützer würden "Facebook klarmachen, dass das nicht so geht", weil damit Risiken für die Nutzer verbunden seien.

Die Facebook-Sprecherin Sophy Tobias erklärte dazu gestern der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir haben die Kommentare einiger Regulierer über diese Produktfunktion zur Kenntnis genommen und stellen ihnen zusätzliche Informationen zur Verfügung. Wir sind zuversichtlich, damit alle Bedenken, die sie haben, aus dem Weg räumen zu können."

Die Gesichtserkennung schlägt den Nutzern beim Hochladen neuer Fotos vor, bereits im System bekannte Personen automatisch zu benennen. Die Erkennung basiert auf der Auswertung biometrischer Daten für Gesichter. Wie bei Facebook üblich, ist die Funktion standardmäßig eingeschaltet. Sie kann aber von den Nutzern in den Datenschutzeinstellungen abgeschaltet werden (Konto->Privatsphäre-Einstellungen->Benutzerdefinierte Einstellungen->Freunden Fotos von mir vorschlagen).


SoniX 09. Jun 2011

Ich finde man sollte die Sache untersuchen. Aber gründlichst und vorallem schnell. Denn...

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