WWDC

Mac OS X 10.7 lediglich als Download für 24 Euro

Apple hat auf der World Wide Developers Conference 2011 (WWDC) sein neues Betriebssystem Mac OS X 10.7 alias Lion vorgestellt. Es soll über 250 neue Funktionen bieten - angefangen von Multitouch-Gesten, über Vollbildanwendungen bis hin zu einem Peer-to-Peer-Netzwerk, das ad hoc aufgebaut werden kann.

Anzeige

Multitouch-Gesten, mit denen nicht nur gescrollt, sondern mit denen auch zwischen den Anwendungen hin- und hergeschaltet werden kann. Apple setzt auf das Trackpad der Macbooks und das Magic Trackpad und nicht auf berührungsempfindliche Displays wie bei den Mobilgeräten. Apple-Anwendungen wie Safari, Mail, iPhoto, iCal, Aperture und die Office-Anwendungen von iWork laufen allesamt im neuen Vollbildmodus, andere sollen bald folgen.

Safari und vermutlich auch andere Anwendungen verlieren ihre Scrollleisten - gescrollt wird mit dem Touchpad und der Tastatur. Auch das Vergrößern und Verkleinern des Bildes wird mit Gesten erledigt. Durch die History des Browsers wird ebenfalls mit Gesten gescrollt. Zwischen Vollbild- und Fenstermodus wird ebenfalls mit einem Fingerzeig umgeschaltet.

Die Fensterfunktionen gibt Apple natürlich nicht vollständig auf - Mac OS X 10.7 bietet sogar eine neue Fensterverwaltung namens Mission Control, um die geöffneten Fenster besser zu verwalten. Auch hier werden Gesten eingesetzt. Die virtuellen Desktops (Spaces) werden mit Mission Control verbunden: Fenster können per Drag and Drop in die einzelnen Spaces verschoben werden.

Im App Store können nun inkrementelle Updates ausgeführt werden - so lassen sich gerade bei großen Anwendungen Downloadzeiten minimieren. Das Launchpad zeigt dem Anwender mit einer einfachen Geste die installierten Anwendungen als Icons an - eine Idee, die Apple aus iOS in das Desktopbetriebssystem übernommen hat. Zur besseren Übersicht lassen sich die Apps in Ordner gruppieren. Falls so viele installiert sind, dass sie nicht mehr auf einen Bildschirm passen, erzeugt Launchpad wie iOS mehrere aufeinanderfolgende Seiten.

  • Mac OS X 10.7 alias Lion: App Store
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Vollbild-Apps
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Mail
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: iCal im Vollbild
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Vorschau im Vollbild
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Launchpad
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Launchpad
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Mail
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Mail
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Mission Control
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: Resume
  • Mac OS X 10.7 Server
  • Mac OS X 10.7 Server
  • Mac OS X 10.7 Server
  • Mac OS X 10.7 alias Lion: mehrere Versionen einer Datei
Mac OS X 10.7 alias Lion: App Store

Außerdem bietet Mac OS X 10.7 Anwendungen die Möglichkeit, ihren Zustand zu bewahren und an der gleichen Stelle wieder zu starten, an der sie beendet wurden. Ebenfalls aus iOS und anderen mobilen Betriebssystemen entlehnt wurde die automatische Speicherung von Dokumenten. In diesem Zuge führt Apple auch eine Versionierung für Dokumente ein - ähnlich wie bei der Backupverwaltung Time Machine kann der Anwender frühere Stadien seiner Arbeit wiederherstellen.

Mit Airdrop führt Apple ein lokales Ad-hoc-Datensharing ein, mit dem Anwender über WLAN schnell und unkompliziert kurzzeitig Daten miteinander austauschen können. Die Funktion ist direkt in den Finder eingebaut und arbeitet ohne Netzwerkkonfiguration zwischen zwei Rechnern mit Mac OS X 10.7 automatisch.

Das in Mac OS X 10.7 eingebaute E-Mail-Programm wurde einer Renovierung unterzogen, die das Programm optisch in die Nähe seines iOS-Pendants führt. Es läuft im Vollbildmodus und ist im Zwei- und Dreispaltenlayout nutzbar. Die Anwendung zeigt einen Ausschnitt der E-Mails in einer Übersicht an, bietet eine aufwendige Suche mit Vorschlagsfunktion und erlaubt die Gruppierung der E-Mails nach Kommunikationspartnern und zeigt auch die angehängten Dateien an. Die Suchfunktion liefert zum Beispiel auf die Anfrage "März" nicht nur E-Mails mit diesem Inhalt, sondern zeigt auch alles an, was im März empfangen und geschrieben wurde.

Apple hat außerdem einen Migrationsassistenten in Lion eingebaut, der den Umstieg für Windows-Anwender auf Mac OS X erleichtern soll. Die Videokonferenzlösung Facetime, die Apple bislang einzeln verkaufte, wurde in das neue Betriebssystem integriert.

Mac OS X 10.7 wird nur online über den Mac App Store verkauft und ist ungefähr ein 4 GByte großer Download. Die Installation erfolgt nach dem Download automatisch. Das neue Betriebssystem kostet 23,99 Euro und soll ab Juli 2011 erhältlich sein. Die Serverversion von Mac OS X 10.7 kann nach dem Kauf von Lion ebenfalls über den App Store erworben werden. Sie kostet zusätzlich 39,99 Euro.


g3p0wn3tes_0pfa 28. Jun 2011

Das wird aber ein seeehr langsamer & alter Rechner sein, viel mehr als Office...

pythoneer 09. Jun 2011

ubuntu gibt es doch auch als 10.10 :P

bstea 08. Jun 2011

Erstens wird das FreeBSD Projekt nicht von "Berkeley" geführt, zweitens lehnen die nicht...

chuck 07. Jun 2011

huiii kT

Yeeeeeeeeha 07. Jun 2011

Aehm Nein. Lion Image besorgen (eigener Download oder beim Kumpel kopieren) -> per...

Kommentieren



Anzeige

  1. Netzwerk Administrator (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, keine Angabe
  2. Mitarbeiter/-in Informationstechnologie, Produktdatenmanagement / Bill of Materials Support und Prozesse
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. Manager (m/w) Wechselprozesse in SAP IS-U
    über InterSearch Personalberatung GmbH & Co. KG, Norddeutschland
  4. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  2. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  3. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  4. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  5. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  6. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  7. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  8. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  9. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  10. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scaler: Xbox, streck das Bild!
Scaler
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel