Abo
  • Services:
Anzeige
Das neue Material unter dem Rasterelektronenmikroskop
Das neue Material unter dem Rasterelektronenmikroskop (Bild: TU Harburg)

Smart Material

Aus fest wird weich und umgekehrt

Das neue Material unter dem Rasterelektronenmikroskop
Das neue Material unter dem Rasterelektronenmikroskop (Bild: TU Harburg)

Ein Forscherteam aus Deutschland und China hat ein Material entwickelt, das unter der Einwirkung einer elektrischen Spannung seine mechanischen Eigenschaften ändert: Es kann entweder weich und formbar sein oder hart. Diese Änderungen sind umkehrbar.

Wissenschaftler aus Deutschland und China haben ein Nanomaterial entwickelt, das seine Festigkeit ändern kann: Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung wird es formbar oder fest.

Anzeige

Ausgangsmaterial Gold

Basis des neuen Materials, das Jörg Weißmüller von der Technischen Universität in Hamburg-Harburg und Hai-Jun Jin von der Universität Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning entwickelt haben, ist ein Edelmetall, in diesem Fall Gold.

  • Ein Nanomaterial aus Gold kann seine Festigkeit durch elektrische Spannung verändern. (Foto: TU Harburg)
  • Das Nanomaterial unter dem Rasterelektronenmikroskop (Foto: TU Harburg)
Ein Nanomaterial aus Gold kann seine Festigkeit durch elektrische Spannung verändern. (Foto: TU Harburg)

Ein Stück des Metalls wird in eine säurehaltige Lösung gegeben. Die Säure ätzt winzige Gänge und Löcher in das Metall, die ein ganzes Netz von Porenkanälen bilden. Die Poren werden mit einer leitfähigen Flüssigkeit gefüllt, etwa einer Kochsalzlösung oder einer verdünnte Säure. So entsteht ein Hybridmaterial aus Metall und Flüssigkeit.

Elektronen werden eingebaut

Wird Spannung an das Hybridmaterial angelegt, gelangen Elektronen in das Gold und werden darin eingebaut. Dadurch werden die atomaren Bindungen in der Oberfläche des Metalls modifiziert, wodurch sich die mechanischen Eigenschaften des Metalls ändern.

Zwei Zustände kann das Material annehmen: In dem einen kann es verformt werden. Wird eine höhere Spannung angelegt, wird das Material so fest. Traditionell nimmt ein Material nur einen Zustand ein: Es ist formbar und deshalb weich, oder es ist fest, aber damit auch spröde. "Wir haben zum ersten Mal ein Material erzeugt, das beim Gebrauch zwischen den mechanischen Eigenschaften fest und spröde sowie weich und formbar hin- und herschalten kann", sagt Weißmüller.

Fortschritt bei Entwicklung intelligenter Materialien

Derzeit stecken die Wissenschaftler noch in der Grundlagenforschung, sagt der Forscher. Er glaubt aber, dass ihre Entdeckung, die sie im US-Wissenschaftsmagazin Science beschrieben haben, die Entwicklung sogenannter intelligenter Materialien weiterbringen wird. Mit Hilfe dieser Technik könnten in Zukunft beispielsweise Bleche erzeugt werden, deren Risse sich von selbst schließen.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. So können derzeit nur Edelmetalle eingesetzt werden. Der Einsatz von Gold und anderen Edelmetallen treibt jedoch die Kosten nach oben. Die Wissenschaftler um Weißmüller wollen deshalb als Nächstes ein solches intelligentes Material auf der Basis von günstigeren Metallen wie Kupfer oder Nickel entwickeln.


eye home zur Startseite
blaub4r 06. Jun 2011

Die Meldung ist doch Alt, so was hat Batman schon im letzten Film gehabt. Schreib ihn...

Martin F. 06. Jun 2011

Damals ging es um ein Gel, das bei Anlegen einer Spannung hart wird (oder evtl. auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. IT Baden-Württemberg (BITBW), Stuttgart
  3. Hauni Maschinenbau GmbH, Hamburg
  4. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Neu-Ulm, Lindau


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,96€
  2. 39,99€
  3. 699,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Galaxy Note 7 im Test

    Schaut dir in die Augen, Kleine/r/s!

  2. Terrorbekämpfung

    Denn sie wissen nicht, wen sie scannen

  3. Neuer Akku

    Tesla lässt fliegen

  4. FBI

    Russland soll die New York Times attackiert haben

  5. Smach Z ausprobiert

    So wird das nichts

  6. Parrot Disco

    Schnelle Flugzeugdrohne mit Brillen-Bildübertragung

  7. Marsrover

    China veröffentlicht Pläne für eigenen Marsrover

  8. Android 7.0

    Google verteilt erste Factory-Images, Sony nennt Update-Plan

  9. Denza 400

    Chinesische Mercedes-B-Klasse fährt 400 km elektrisch

  10. Microsoft

    Office für Mac 2016 auf 64 Bit aufgerüstet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon RX 460: AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
Radeon RX 460
AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
  1. Polaris-Grafikkarten Neuer Treiber steigert Bildrate in Tomb Raider
  2. Polaris-Grafikkarten AMD stellt Radeon RX 470 und RX 460 vor
  3. Radeon Pro SSG AMD zeigt Profi-Karte mit SSDs für ein TByte Videospeicher

Radeon RX 470 im Test: Die 1080p-Karte für High statt Ultra
Radeon RX 470 im Test
Die 1080p-Karte für High statt Ultra
  1. Radeons RX 480 Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter
  2. Radeon Software 16.7.2 Neuer Grafiktreiber macht die RX 480 etwas schneller
  3. Radeon RX 480 erneut vermessen Treiber reduziert Stromstärke auf PEG-Slot

Garmin Vivosmart HR+ im Hands on: Das Sport-Computerchen
Garmin Vivosmart HR+ im Hands on
Das Sport-Computerchen
  1. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  2. Kluge Uhren Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein
  3. Garmin Edge 820 Radcomputer zeigt Position der Tourbegleiter

  1. Re: Ich will das konservatie MS zurück

    MrAnderson | 12:08

  2. Re: Konkurrenz für Supersportwagen?

    dabbes | 12:07

  3. Re: Lieber Kaufen statt Hacken!

    ChristianKpunkt | 12:07

  4. Re: Wird, so fürchte ich, nichts bringen.

    serra.avatar | 12:06

  5. Re: Mathematik verbieten ...

    unbuntu | 12:06


  1. 12:16

  2. 12:14

  3. 11:08

  4. 10:53

  5. 10:00

  6. 09:45

  7. 09:14

  8. 09:06


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel