Polycom

HP verkauft sein Video-Conferencing-Geschäft

Hewlett-Packard trennt sich von seinem Geschäft mit Video-Conferencing für Geschäftskunden und konzentriert die frei werdenden Kapazitäten auf Cloud Computing. Käufer Polycom will seine Videoanwendungen im Gegenzug für die WebOS-Plattform von Hewlett-Packard bereitstellen.

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Hewlett-Packard verkauft sein High-End-Geschäft mit Video-Conferencing für 89 Millionen US-Dollar an Polycom. Das gab das Unternehmen bekannt. Polycom übernehme das Visual-Collaboration-Business einschließlich der Geschäftsfelder Halo Products und Managed Services von Hewlett-Packard. Zudem kamen beide Unternehmen überein, die Videoanwendungen von Polycom für die WebOS-Plattform von HP bereitzustellen.

"Dank dieser Transaktion und Allianz können wir uns voll auf die Umsetzung unserer Strategie für Cloud Computing und Connectivity konzentrieren und gleichzeitig die langfristige Betreuung unserer Kunden und die Entwicklung unseres Servicegeschäfts sicherstellen", sagte Shane Robison, Chief Strategy and Technology Officer von Hewlett-Packard. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Behörden und den üblichen Bedingungen. Sie wird voraussichtlich im dritten Quartal 2011 abgeschlossen sein.

Das HD-Videokonferenzsystem Halo wurde Ende 2005 vorgestellt. Es kostet 550.000 US-Dollar pro Raumausstattung und 18.000 US-Dollar monatlich. Konkurrenzangebote waren billiger zu haben. Zudem ist Halo nicht kompatibel mit Videokonferenzsystemen anderer Anbieter.

"Einer der Gründe, warum sie diese Technologie verkauft haben, ist, dass es sich um eine Insellösung handelt", sagte Polycom-Chef Andy Miller. Er schätze die Installationsbasis auf 425 Halo-Räume in 38 Ländern. Die Experten von Telespan Publishing gehen davon aus, dass Hewlett-Packard nur einen sehr kleinen Marktanteil am Videoconferencingmarkt hält. Konkurrenzsysteme sind bereits für unter 3.000 US-Dollar erhältlich.

Die Übernahme des Halo-Konferenzsystems durch Polycom ist ein weiterer Schritt zur Konsolidierung der Branche. Cisco Systems übernahm im letzten Jahr Tandberg für 3,4 Milliarden US-Dollar.


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