Ägypten: Geheimdienst hörte Kommunikation mit Skype ab
Wieder Demonstranten auf dem Tahrir-Platz (Bild: Hossam el-Hamalawy)

Ägypten

Geheimdienst hörte Kommunikation mit Skype ab

Skype eignet sich nicht für sichere Kommunikation von Demokratieaktivisten in Diktaturen. Das hat der Security-Chef des Unternehmens erklärt. Viele ägyptischen Aktivisten hatten an die Sicherheit von Skype geglaubt.

Anzeige

Aktivisten der Demokratiebewegung in Ägypten hatten fälschlicherweise geglaubt, dass ihre Kommunikation mit Skype wegen der Verschlüsselung des Dienstes sicher sei - die jetzt gefundenen Abhörprotokolle des Geheimdienstes Amn Al Dowla zeigen ihren Irrtum, berichtet das Wall Street Journal aus der Demokratiebewegung. Skype verwendet AES-256 und mehrere Varianten der Streamverschlüsselung RC4, was aber mit einem Trick zu umgehen ist.

In einem internen Memo der Geheimdienstabteilung Electronic Penetration Department wurde eine Unterhaltung aufgezeichnet, in der einer der Aktiven erklärt, wie wichtig es sei, Skype zu nutzen, "weil es online nicht mit Sicherheitsausrüstung angegriffen werden" könne. In dem Geheimdienstmemo heißt es: "Das Skype-Kommunikationssystem gilt als eine sichere und verschlüsselte Form der Internetkommunikation, auf die die meisten extremistischen Gruppen zurückgreifen, um untereinander zu kommunizieren."

Im März 2011 war es der Aufstandsbewegung gelungen, in das Amn-Al-Dowla-Hauptquartier einzudringen. Der 26-jährige Basem Fathi fand dabei Dateien, die belegen, dass seine gesamte private Kommunikation dort aufgezeichnet wurde. Der ägyptische Geheimdienst nutzte dabei die Software Finspy des britischen Herstellers Gamma International, die den Audiostream eines Computers direkt aus dem Kopfhörer und dem Mikrofon ausliest.

Adrian Asher, Chief Information Security Officer bei Skype, sagte dem Wall Street Journal, dass sein Unternehmen solche Angriffe nicht abwehren könne. "Wenn Sie fragen, ob wir Spyware daran hindern können, den Audiostream direkt aus dem Lautsprecher oder Mikrofon auszulesen, kann ich nur sagen: Nein, dagegen können wir nichts machen." Skype sei nicht als Produkt konzipiert, das Menschen vor staatlicher Überwachung schützt. "Wir schaffen hier kein Produkt für die Dissidenten dieser Welt", sagte Asher. Er denke, dass die Nutzung durch Dissidenten ein günstiger Nebeneffekt sei, könne aber keinerlei Zusicherungen für Abhörsicherheit geben.


Desertdelphin 13. Mai 2012

Wo sollen sie es gelernt haben? Nur weil du so schön dran gewöhnt bist das hier alles so...

unsigned_double 03. Jun 2011

Wie man sieht und bereits bei dem Wort "fefe" vermutet hatte hast du keinen wirklichen...

Moe479 03. Jun 2011

So wie im Artikel beschrieben hat das Sicherheitsleck wenig mit Skype ansich zu tun...

chrulri 02. Jun 2011

Es ist egal, welche Software du verwendest. Wenn du einen Trojaner oder ähnliches auf...

elgooG 02. Jun 2011

Ich freue mich schon auf den Tag an dem GNU Telephony fertig ist und zuverlässig...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant / Projektmanager (m/w) im Geo-IT-Umfeld
    con terra GmbH, Münster
  2. Software Lead Architekt (m/w) - Group Electronics & Motors -
    WILO SE, Dortmund
  3. IT-Manager (m/w) im Bereich Projektmanagement/IT Architektur und Qualitätssicherung
    Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH DEW21, Dortmund
  4. Product Manager User Interface Design (m/w)
    ATOSS Software AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Oculus Rift

    Development Kit 2 ist da

  2. Android

    Zertifikatskette wird nicht geprüft

  3. Spielemesse

    Gamescom fast ausverkauft

  4. Secusmart

    Blackberry übernimmt Merkel-Handy-Hersteller

  5. NSA-Affäre

    Bundesjustizminister wegen Empfehlung an Snowden kritisiert

  6. Playstation 4

    Firmware-Update ermöglicht 3D-Blu-ray

  7. Terraform

    Infrastruktur über Code verwalten

  8. Test The Last of Us Remastered

    Endzeit in 60 fps

  9. Security

    Antivirenscanner machen Rechner unsicher

  10. Samsung

    Update für Galaxy Note 3 erreicht Geräte in Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Translate Community Nutzer sollen Google-Übersetzungen verbessern
  2. Google-Suchergebnisse EU-Datenschützer verlangen weltweite Löschung
  3. Google Apps for Business Sprint steigt bei Googles App-Programm ein

    •  / 
    Zum Artikel