Llano und Sandy Bridge E

Mainboards mit Sockel FM1 von AMD und LGA 2011 von Intel

In Taipeh stellen zahlreiche Mainboardhersteller Produkte für kommende Prozessoren aus. Dabei zeigen sich einige Eigenheiten der künftigen CPU-Fassungen.

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FM1 heißt AMDs Sockel für die ersten Desktopprozessoren der Fusion-Linie. Auf der Computex sind nun etliche Mainboards mit diesem Sockel zu sehen. In den FM1 passen die Prozessoren der A-Serie (Llano) mit K10-Kernen und integrierter Grafik. CPUs der Serie FX mit der neuen Architektur "Bulldozer" finden im zum AM3 pinkompatiblen Sockel AM3+ Platz.

Während AMD bei AM2- und AM3-Sockeln eine rund um den Sockel laufende Halterung für Kühlkörper, das sogenannte Retention Module, spezifiziert hat, gibt es diese Plastikklammern beim FM1 nur an zwei gegenüberliegenden Seiten. Das erleichtert bei Kühlern, deren Lüfter auf das Mainboard gerichtet sind, ein wenig die Kühlung von Speichermodulen und Spannungswandlern.

LGA 2011 für X79 von Speichermodulen umzingelt

Das Gegenteil ist beim Sockel LGA 2011 von Intel der Fall, in den die für Ende 2011 erwarteten CPUs der Serie Sandy Bridge E mit mindestens sechs Kernen kommen sollen. Diese CPUs verfügen über einen integrierten Speichercontroller für vier DDR3-Kanäle, was auch mindestens vier Steckplätze für Speichermodule bedingt. Bei den Boards, die auf der Computex zu sehen sind, sind stets je zwei der Slots auf gegenüberliegenden Seiten des Sockels angebracht - anders ist offenbar das Führen der Leiterbahnen auf dem Mainboard kaum möglich.

Während die Speichermodule bei einem Top-Down-Blower, wie die nach unten gerichteten Lüfter auch genannt werden, automatisch mitgekühlt werden, dürften für die Spannungswandler zusätzliche Maßnahmen nötig sein. Bei High-End-Boards, wie sie mit dem Chipsatz X79 für Sandy Bridge-E zu erwarten sind, sind jedoch aufwendige Heatpipes ohnehin üblich.

Ein teurer Spaß dürften auch die Speicherkits für Sandy Bridge-E werden. Statt Dual- oder Triple-Kits sind nun Quad-Kits nötig, wenn die vier Speicherkanäle auch voll genutzt werden sollen. Bisher liefen alle Intel-CPUs mit integriertem Speichercontroller aber auch, wenn weniger als die vorhandenen Kanäle genutzt wurden.


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