Barrierefreiheit

Computersystem soll Blindenstock ersetzen

Ein computergestütztes System soll Blinden die Orientierung ermöglichen. Eine Kamera nimmt die Umgebung auf. Ein Computer wertet deren Bilder aus und geleitet den Nutzer um Hindernisse herum.

Anzeige

Wissenschaftler der Universität von Südkalifornien in Los Angeles haben ein Navigationssystem entwickelt, das Blinden die Orientierung in einer unbekannten Umgebung erleichtern soll. Eine Kamera erkennt Hindernisse und macht den Nutzer mit Hilfe fühlbarer Signale darauf aufmerksam.

Das System besteht aus einer Kamera, die der Nutzer auf dem Kopf trägt. Die Bilder werden in einen Computer gespeist, wo sie von einer speziellen Software, einem Simultaneous-Localization-and-Mapping-System (deutsch etwa: Simultane Lokalisierung und Kartenerstellung, Slam), ausgewertet werden. Die Software erstellt eine Karte, nach der der Nutzer geleitet wird.

Der Nutzer trägt eine Weste, in die vier kleine Motoren eingenäht sind, die vergleichbar einem Mobiltelefon vibrieren. Sie sitzen an den Schultern und an der Taille und sollen den Träger der Weste dirigieren. So könnte einer der Motoren an den Schultern beispielsweise auf ein Hindernis hinweisen, das sich nicht auf dem Boden befindet.

Das System sei viel effizienter als ein Blindenstock, erklärt Gérard Medioni, einer der Entwickler. Manche Hindernisse, etwa niedrig hängende Zweige, seien damit nur schwer auszumachen. "Wir wollten ein effektives System schaffen, das Sehbehinderte neue Möglichkeiten eröffnet."

In der derzeitigen Fassung sei die Kamera jedoch noch zu klobig, sagen die Wissenschaftler. Sie wollen sie durch eine kleinere ersetzen, die an einer Brille befestigt werden kann. Bis Ende des Jahres soll das überarbeitete System fertig sein.


elgooG 28. Mai 2011

Blindenhunde sind auch intelligenger, können sich darauf einstellen was das Herrchen...

Hotohori 27. Mai 2011

klar, das Ganze ist gut gemeint, aber man muss als Blinder dann schon immenses Vertrauen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Produkt Manager (m/w)
    REALTECH Services GmbH, Walldorf
  2. Java Developer (m/w)
    RWE Supply & Trading GmbH, Essen
  3. Fachinformatiker / Programmierer (m/w) Anwendungsentwicklung C#, VB, VBA
    KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG, Alsfeld
  4. Techniker Steuergerätetest Hardware-in-the-Loop (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  2. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  3. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  4. iPad 2 vs. iPad 3

    Manche Spielentwickler müssen die Effekte reduzieren

  5. Browser

    Kauft Facebook Opera?


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 110 | letzter Beitrag 15:19 Uhr

  2. Kommentare: 74 | letzter Beitrag 14:51 Uhr

  3. Kommentare: 74 | letzter Beitrag 09:15 Uhr

  4. Kommentare: 72 | letzter Beitrag 12:32 Uhr

  5. Kommentare: 53 | letzter Beitrag 15:20 Uhr

Mehr


  1. Windows Phone

    Angry Birds und Skype inkompatibel mit Nokias Lumia 610

  2. iPad 2 vs. iPad 3

    Manche Spielentwickler müssen die Effekte reduzieren

  3. Facebook

    Smartphone-Hardware mit Ex-Apple-Mitarbeitern bis 2013

  4. Renesas

    Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

  5. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  6. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  7. Datenschutz

    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

  8. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  9. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  10. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Energy Harvesting: Strom aus dem Teelicht
Energy Harvesting
Strom aus dem Teelicht

T-Pod ist ein kleines Kraftwerk für unterwegs. Betrieben mit einer kleinen Kerze, erzeugt das Gerät Strom für eine Leselampe oder das Laden des Smartphone-Akkus.

  1. Energy Harvesting Viren in der Schuhsohle liefern Strom fürs Smartphone
  2. Saubere Energie In New York kommt Strom bald aus der Wasserleitung

F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Kim Dotcom: "Gebt mir meine Rechner zurück!"
Kim Dotcom
"Gebt mir meine Rechner zurück!"

Kim Schmitz will Zugriff auf seine 135 Computer und Festplatten, die die neuseeländischen Behörden im Januar 2012 beschlagnahmt haben. Das FBI halte das Material von der Justiz in Neuseeland zurück, um seine Verteidigung im Fall Megaupload zu erschweren, sagt er.

  1. Megaupload Kim Dotcom darf wieder das Internet benutzen
  2. Nach Megaupload Mediafire und weitere Filehoster im Fokus der Filmindustrie
  3. Megaupload Kim Schmitz muss mit monatlich 37.000 Euro zurechtkommen

Zum Artikel