Imagewandel: eBay Deutschland will zum Onlinekaufhaus werden
(Bild: eBay)

Imagewandel

eBay Deutschland will zum Onlinekaufhaus werden

EBay will das Image als unsicherer Gebrauchtwarenmarktplatz loswerden. Dafür investiert der US-Konzern hierzulande in eine Imagekampagne und verspricht ein vertrauensvolleres Handelsumfeld als noch vor einigen Jahren.

Anzeige

EBay will in Deutschland nicht mehr als Auktionsplattform für Gebrauchtwaren gelten und investiert stark in eine Imagekampagne. "Zunächst als Internetauktionshaus vor allem für gebrauchte Waren von privaten Verkäufern gestartet", biete eBay heute viele Neuwaren und Festpreisangebote von professionellen Händlern, betonte das Unternehmen anlässlich des Starts einer Imagewerbekampagne.

Im Jahr 2010 erhöhte sich nach Unternehmensangaben das über Festpreisverkäufe erzielte Handelsvolumen bei eBay.de um 15 Prozent. Die Anzahl der zu Festpreisen verkauften Artikel sei in den vergangenen vier Jahren um 58 Prozent gestiegen. Angebote gewerblicher Händler machen heute 59 Prozent aller verkauften Artikel bei eBay.de aus. 2010 erhöhte sich das über Festpreisverkäufe erzielte Handelsvolumen bei eBay.de um 15 Prozent. Die Anzahl der zu Festpreisen bei eBay.de verkauften Artikel stieg im Vergleich von 2006 zu 2010 um 58 Prozent. EBay-Sprecherin Maike Fuest sagte Golem.de: "Nicht alle Festpreisartikel müssen auch Neuwaren sein. Auch nicht alle Neuwaren müssen Festpreisartikel sein. Man kann nicht daraus schließen, dass auch das Handelsvolumen für Neuwaren um 15 Prozent gestiegen ist."

EBay-Landeschef Stephan Zoll sagte: "Die Zahlen verdeutlichen, dass die Käufer schon lange nicht mehr nur zu eBay kommen, um auf Artikel in Auktionen zu bieten. Sie wollen ebenso ganz normales Onlineshopping bei eBay betreiben.". Doch das werde von den Internetnutzern nicht ausreichend registriert. "EBay wird von vielen Konsumenten nach wie vor fälschlicherweise als reine Internetauktionsplattform wahrgenommen, auf der vor allem gebrauchte Artikel von privaten Anbietern versteigert werden", klagte Jan Waltenbauer, Director Strategic Marketing bei eBay Europa. Für den versuchten Imagewandel startete eBay am 25. Mai 2011 eine Werbekampagne im Fernsehen, die bei RTL, Sat.1, Pro7 und Vox läuft. Die Anzeigen laufen auch in Magazinen wie Stern, Focus, TV Spielfilm, TV Movie und bei Youtube sowie Facebook. Für die gesamte Kampagne gibt eBay einen signifikanten zweistelligen Millionenbetrag aus, sagte Fuest. Zugleich kassiert eBay von privaten Verkäufern ab dem 13. Juni 2011 höhere Provisionen. Einheitlich werden 9 Prozent des Verkaufspreises zusätzlich zu den Einstellgebühren verlangt.

Während Amazon seit Jahren lukrative Geschäfte mit externen Angeboten in seiner Rubrik Marketplace macht, leidet eBay weiter unter einem unseriösen Image. Das räumt eBay auch indirekt ein, will aber inzwischen ein "wesentlich vertrauensvolleres Handelsumfeld" bieten können "als noch vor einigen Jahren". Seit 2008 sei die Anzahl gemeldeter schlechter Kauferfahrungen auf dem deutschen eBay-Marktplatz kontinuierlich gesunken, erklärte das Unternehmen, ohne jedoch Zahlen zu nennen.


Nadine_069 28. Mai 2011

Beide haben ihre Daseinsberechtigung, aber Ebay will das wohl ändern. Wenn ich bei Ebay...

jarrus 27. Mai 2011

eBay kotzt mich schon lange an. Ständig werden zu Ungunsten der privaten Verkäufer Regeln...

Frank1965 27. Mai 2011

Ja, solchen Kleinkram kriegt man bei ebay nach wie vor am günstigsten. Allerdings...

dabbes 27. Mai 2011

Hab aber seit mind. 3 Jahren nichts mehr ersteigert, da immer Mondpreise rauskommen.

zerberus 27. Mai 2011

Ich verstehe auch nicht, warum die uns, also praktisch die Leute, die ebay überhaupt gro...

Kommentieren



Anzeige

  1. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  2. Java-Anwendungsentwickler / -innen
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  3. SAP-Modulbetreuer (m/w) Rechnungswesen und Controlling
    HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen (Raum Ingolstadt)
  4. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Big Brother Awards

    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

  2. iFixit

    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

  3. Illegales Streaming

    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

  4. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  5. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  6. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  7. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  8. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  9. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  10. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ubuntu 14.10: Zum Geburtstag kaum Neues
Ubuntu 14.10
Zum Geburtstag kaum Neues
  1. Thomas Voß "Mir ist in zwei Jahren relevanter als Wayland"
  2. Ubuntu Unity 8 soll Standard in 16.04 werden
  3. Ubuntu Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

    •  / 
    Zum Artikel