iPhone und iPad

Elcomsoft will iOS-Verschlüsselung geknackt haben

Elcomsoft ist es nach eigenen Angaben gelungen, die verschlüsselten Dateisystem-Images, die Apples iPhone unter iOS 4 erstellt, zu knacken. Das russische Unternehmen will demnächst ein entsprechendes Produkt exklusiv für Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste anbieten.

Anzeige

"Wer es mit seiner Privatsphäre sehr ernst nimmt, sollte nie ein iPhone (und vermutlich auch kein anderes Smartphone) verwenden", heißt es in der Ankündigung von Elcomsoft. Apples iPhone speichere beziehungsweise cache große Mengen an Informationen darüber, wie, wann und wo das Gerät benutzt wurde. Dabei würden mehr Daten erfasst, als bisher vorstellbar gewesen sei. Selbst gelöschte Bilder und Textnachrichten blieben gespeichert. Dass iPhone cache auch Screenshots, die Information, welche Apps verwendet wurden, Usernamen und Passwörter für Websites sowie so ziemlich alles, was auf dem iPhone getippt werde.

Die Daten werden laut Elcomsoft im iPhone verschlüsselt. Dazu hat Apple demnach seit dem iPhone 3GS einen Verschlüsselungschip in die Smartphones eingebaut und mit iOS 4 die sogenannte Data Protection eingeführt, die alle Nutzerdaten mit AES-256 verschlüsselt.

Jede Datei werde mit einem einzigartigen Schlüssel verschlüsselt, der an das jeweilige Gerät gebunden ist. Einige Dateien, beispielsweise die E-Mail-Dateien, seien zusätzlich mit dem Passwort des Nutzers verschlüsselt. Das sollte eigentlich ausreichend sicher sein, erklärte Elcomsoft.

Das Unternehmen will dennoch einen Weg gefunden haben, eine bitweise Kopie eines iOS-Geräts zu entschlüsseln. Die so entschlüsselten Dateisystem-Images sollen sich mit forensischen Werkzeugen analysieren lassen. Um die Daten zu entschlüsseln, ist allerdings physischer Zugriff auf das iPhone notwendig, da dazu die im iPhone gespeicherten oder erzeugten Schlüssel notwendig sind.

Für die zusätzlich mit dem Nutzerpasswort verschlüsselten Daten setzt Elcomsoft auf einen Brute-Force-Angriff. In der Standardeinstellung werden nur vierstellige Nummern verwendet, was die Zahl der möglichen Passwörter auf 10.000 begrenzt. Da das aber nur direkt auf dem iOS-Gerät gemacht werden kann, dauert es mit einem iPhone 4 laut Elcomsoft bis zu 40 Minuten. Im Durchschnitt liegt der Zeitaufwand bei 20 Minuten.

Elcomsoft kündigte an, demnächst ein Werkzeug anzubieten, mit dem sich verschlüsselte iOS-Dateisysteme entschlüsseln lassen. Allerdings soll die Software nur an Strafverfolgungsbehörden, Geheimdienste und Forensiker verkauft werden.


Netspy 01. Jun 2011

Wusste ich nicht und ich weiß auch nicht, was das mit dem Thema zu tun hat.

dreamtide11 26. Mai 2011

Naja, ich hab mir das nicht für diese Antwort gerade ausgedacht :). Ich weiss es nicht...

omgrofllol 25. Mai 2011

falsch falsch falsch und nochmal falsch. Ein One-Time-Pad ist bewiesenermaßen...

Maxiklin 25. Mai 2011

Ich wollte nur eine Sache mal zur Sprache bringen, die im Artikel teilweise falsch...

ji (Golem.de) 24. Mai 2011

Stimmt, ich hab das Zitat angepasst. Ich hatte das vorhin echt übersehen. Jens...

Kommentieren




Anzeige
  1. Fachinformatiker Multimedia (m/w)
    CT Creative Technology GmbH & Co. KG, Nürtingen
  2. IT-Projektmitarbeiter (m/w) DB / Logistiksoftware
    transmed Transport GmbH, Regensburg
  3. Fachexperte (m/w) SAP-Basis
    über Invenimus Personalberatung GmbH, Großraum Leipzig
  4. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  2. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  3. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  4. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  5. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  6. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  7. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert

  8. Flying Wild Hog

    Der Shadow Warrior kämpft wieder

  9. Sony

    Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

  10. Palava

    Videokonferenzlösung auf Basis von WebRTC



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Milliarden-Deal: Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr
Milliarden-Deal
Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

Der Internetkonzern Yahoo hat Tumblr für 1,1 Milliarden US-Dollar gekauft. An dem Konzept der Blogging-Plattform soll sich laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer nichts ändern.

  1. Videostreaming Yahoo interessiert sich für Hulu
  2. Nach Summly Google und Apple wollen Nachrichtenkürzungs-App Wavii
  3. Summly Yahoo kauft Nachrichtenkürzungs-App

Zum Artikel