Emi-Chef Eric Nicoli (links) und Steve Jobs mit dem Musiker Damon Albarn 2007
Emi-Chef Eric Nicoli (links) und Steve Jobs mit dem Musiker Damon Albarn 2007 (Bild: Kieran Doherty / Reuters)

Musikindustrie

Apple handelt Vereinbarungen für Cloud-Musikangebot aus

Apple soll in Kürze Verträge mit allen vier Majorlabels für Musik-Cloud-Dienste vorliegen haben. Amazon und Google starteten ihre Angebote ohne Zustimmung der Musikindustrie, was Apple jetzt einen Vorteil verschaffen könnte.

Anzeige

Apple hat eine Lizenzvereinbarung für Cloud-Musikangebote mit Emi Music geschlossen. Das berichtet das US-Branchenmagazin Cnet unter Berufung auf informierte Kreise aus der Musikindustrie. Verträge mit den Musikkonzernen Universal Music und Sony Music sollen in der nächsten Woche unterschriftsreif sein.

Mit Warner Music soll Apple schon vor einigen Tagen eine Vereinbarung geschlossen haben, wie Cnet erfahren hat. Bis zum 6. Juni 2011, dem Termin der Worldwide Developers Conference des Konzerns, könnte Apple Verträge mit allen vier Majorlabels besitzen. Ob Apple zu der Konferenz eine Ankündigung zu seinen Cloud-Musikdiensten machen wende, stehe allerdings noch nicht fest.

Amazon und Google waren ohne Lizenzen mit Cloud-Musikangeboten gestartet. Durch die Verträge mit den Musikkonzernen sparen sich Nutzer von Apples Dienst das langwierige Hochladen ihrer Sammlung in die Cloud. Apple kann den Nutzern dagegen anbieten, die Musiksammlung zu scannen und dann den Zugang zu den dazu passenden Masteraufnahmen auf seinen Cloud-Servern freigeben. Apple wird laut Cnet wahrscheinlich eine Abonnementsgebühr für seine Musikcloud verlangen.

Google präsentierte am 10. Mai 2011 auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz, der Google I/O, das neue Produkt Music Beta by Google. Der Google-Dienst synchronisiert die Playlists mit verschiedenen mobilen Endgeräten. "Einige Musiklabels waren nicht kooperativ und verlangten eine Reihe von Geschäftsbedingungen, die uns ein nachhaltiges Produkt oder Geschäftsmodell verwehrt hätten", sagte Jamie Rosenberg, Director Digital Content bei Googles Android-Sparte.

Amazon Cloud Drive ermöglicht das Speichern der eigenen Musiksammlung, von Fotos und Videos auf Amazons Servern mit dem Speicherdienst Simple Storage Service (S3). Eine Sony-Music-Sprecherin erklärte, das Unternehmen halte sich alle juristischen Möglichkeiten gegen Amazon offen.


Kommentieren



Anzeige

  1. DSP Software Expert (m/w)
    Visteon Electronics Germany GmbH, Karlsruhe
  2. IT-Allrounder (m/w)
    Wirtz Druck GmbH & Co. KG, Datteln
  3. Software Application Engineer E-Commerce (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  4. SAP-CRM-Applikationsbetreuer (m/w)
    BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  2. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  3. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  4. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg

  5. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  6. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  7. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  8. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  9. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

  10. Valve Software

    Neue Richtlinien für Early Access



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Yoga 3 Pro Convertible im Test: Flach, leicht, hochauflösend, kurzatmig
Yoga 3 Pro Convertible im Test
Flach, leicht, hochauflösend, kurzatmig
  1. Benchmark Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M
  2. Weniger Consumer-Notebooks Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab
  3. Asus Zenbook UX305 Das flachste Ultrabook mit QHD-Display

IMHO zum Jugendmedienschutz: Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
IMHO zum Jugendmedienschutz
Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
  1. Pornofilter Internet Provider gegen britische Zensurkultur
  2. Internetzensur Tor und die große chinesische Firewall
  3. Kein britisches Modell Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

Lichtfeldkamera Lytro Illum: Das Spiel mit der Tiefenschärfe
Lichtfeldkamera Lytro Illum
Das Spiel mit der Tiefenschärfe
  1. Lichtfeldkamera Lytro will in neue Märkte einsteigen
  2. Augmented Reality Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap
  3. Lytro Lichtfeldfotografie bildet die Tiefe der Welt ab

    •  / 
    Zum Artikel