Ein schwimmender Gentoo-Pinguin
Ein schwimmender Gentoo-Pinguin (Bild: Ken Funakoshi, CC BY-SA 2.0)

Linux

2.6.39 ist fast ein Echtzeitkernel

In Kernel 2.6.39 wird die Interrupt-Verarbeitung durchweg in Kernel-Threads abgearbeitet - eine wichtige Voraussetzung für die Verwendung als Echtzeitkernel. Zudem wurde das Netzwerk verbessert und um ein wichtiges Sicherheitswerkzeug erweitert.

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Der Linux-Kernel 2.6.39 ist um eine Echtzeitfunktion erweitert worden: Die Interrupt-Verarbeitung erfolgt jetzt komplett in Kernel-Threads. Damit soll die Latenzzeit gesenkt werden. Zudem wurde die Steuerung des Paketflusses in Routern weiter optimiert. Außerdem gehen die Anpassungen von Open-Source-Treibern für WLAN-Geräte an den Wireless-Stack weiter voran.

Die meiste Arbeit an dem aktuellen Linux-Kernel hatte wohl Programmierer Thomas Gleixner, der im kompletten Kernel Änderungen an der Interrupt-Verarbeitung vornahm. Mit den "Forced Threaded Interrupt Handlers" werden die meisten Interrupts in Kernel-Threads abgearbeitet, um die Latenzzeiten zu senken. Die Funktion wird in den Echtzeitversionen des Linux-Kernels bereits verwendet.

Big Kernel Lock endgültig entfernt

Endgültig verschwunden ist der Big Kernel Lock: Die Funktion wurde aus einigen noch verbleibenden Modulen entfernt, etwa aus dem HPFS-Treiber für das OS/2-Dateisystem.

Torvalds hebt die Unterstützung für die an der Universität von Peking entwickelte Unicore32-Plattform hervor. Zudem können Blockgeräte per Thread eingebunden werden. Dadurch werden weniger Sperren benötigt und häufig wiederkehrende Zugriffe beschleunigt. Zusätzlich arbeitet der neue Kernel mit sogenannten Datei-Handles, über die Userspace-Dateisysteme mit dem eigentlich darunter liegenden Dateisystem kommunizieren können. Einen ähnlichen Mechanismus verwendet bereits das XFS-Dateisystem für Backup- und Wiederherstellungsfunktionen.

Unter dem etwas esoterisch anmutenden Namen "Transcendent Memory" bekam der nächste Kernel eine weitere Funktion zur effizienten Speicherverwaltung. Die transzendente Speicherverwaltung kann nicht mehr benötigte Speicherseiten, die der Page-Cache löschen wird, in einem Speicherpool abgelegen. Dort kann die Speicherseite bei Bedarf schnell nachgeladen werden. Die Funktion soll vor allem bei der Virtualisierung Vorteile bringen.

Effizienter und sicherer vernetzt 

Der Kaiser! 21. Mai 2011

Determinierung. Er erledigt eine Aufgabe "Termin gerecht".

fuzzy 19. Mai 2011

Und? VMware hängt doch dem Kernel sicher wie gesagt mindestens 2 Versionen hinterher in...

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