Solar Impulse: Erster internationaler Flug für Schweizer Solarflugzeug
Solar Impulse auf der Startbahn (Bild: Solar Impulse)

Solar Impulse

Erster internationaler Flug für Schweizer Solarflugzeug

Das Solarflugzeug Solar Impulse absolviert derzeit den ersten internationalen Flug: Von der Schweiz geht es über Frankreich und Luxemburg nach Brüssel.

Anzeige

Das Solarflugzeug Solar Impulse ist am 13. Mai 2011 zu seinem ersten internationalen Flug gestartet: Vom Heimatflughafen im schweizerischen Payerne fliegt Pilot André Borschberg nach Brüssel.

Startverzögerung

Gegen 8:40 Uhr hat das riesige Flugzeug abgehoben. Nebel hatte den für 6 Uhr geplanten Start verzögert. Die Route führt über Frankreich und Luxemburg in die belgische Hauptstadt. Der Flug soll etwa zwölf Stunden dauern, so dass Solar Impulse gegen 21 Uhr landen wird.

Solar Impulse HB-SIA ist knapp 22 Meter lang und hat eine Spannweite von über 63 Metern - das entspricht der Spannweite des Airbus A340. Trotz seiner Größe wiegt das Flugzeug aber nur 1.600 kg. Angetrieben wird es von vier Elektromotoren mit einer Spitzenleistung von je 7,4 kW (10 PS). Den Strom liefern rund 12.000 Solarzellen aus monokristallinem Silizium auf den Tragflächen.

26 Stunden in der Luft

Solar Impulse HB-SIA ist ein Prototyp, mit dem sich die Entwickler Bertrand Piccard und Borschberg auf verschiedene rekordverdächtige Langstreckenflüge vorbereiten: Sie wollen mit einem größeren Solarflugzeug, dem Solar Impulse HB-SIB, über den Atlantik und später um die ganze Welt fliegen.

  • Solar Impulse HB-SIA soll 24 Stunden über der Schweiz kreisen. (Foto: Solar Impulse)
  • Im April 2010 absolvierte das Solarflugzeug seinen Jungfernflug. (Foto: Solar Impulse)
  • Vor dem Start (Foto: Solar Impulse)
  • Größenvergleich: Die Spannweite entspricht der eines Airbus A320. (Grafik: Solar Impulse)
  • Gegründet wurde das Projekt vom Schweizer Psychiater und Abenteurer Bertrand Piccard... (Foto: Solar Impulse)
  • und André Borschberg, ehemaliger Pilot der Schweizer Luftwaffe. (Foto: Solar Impulse)
  • Angetrieben wird das Flugzeug von vier Elektromotoren. (Foto: Solar Impulse)
  • Für den Strom sorgen Solarzellen auf den Tragflächen. (Foto: Solar Impulse)
  • In den Motorgondeln sitzen zudem Akkus als Stromspeicher. (Foto: Solar Impulse)
  • Aus der Luft sind die Solarzellen gut zu erkennen. (Foto: Solar Impulse)
  • Blick ins Cockpit - wegen eines technischen Problems wurde der Nachtflug vergangene Woche verschoben. (Foto: Solar Impulse)
  • Solar Impulse HB-SIA ist allerdings nur ein Prototyp. (Foto: Solar Impulse)
  • Piccard und Borschberg wollen mit einem größeren Solarflieger die Welt umrunden. (Foto: Solar Impulse)
Solar Impulse HB-SIA soll 24 Stunden über der Schweiz kreisen. (Foto: Solar Impulse)

Erste Langstreckenflüge hat Borschberg, der früher Pilot der Schweizer Luftwaffe war, bereits absolviert, darunter war ein Rundflug über die Westschweiz sowie ein Rund-um-die-Uhr-Flug. Damit Solar Impulse auch nachts fliegen kann, verfügt der Flieger über Lithium-Polymer-Akkus, die in den Motorgondeln untergebracht sind. Diese werden tagsüber geladen und speisen die Motoren, sobald die Sonne untergegangen ist.

Livestream aus dem Cockpit

Auf der Webseite des Projekts können Nutzer den Flug live verfolgen. Dort sehen sie auf einer Google-Karte die aktuelle Position des Fliegers. In einem Videofenster gibt es abwechselnd Streams aus dem Kontrollzentrum und aus dem Cockpit. Auf drei Instrumenten ist zu sehen, in welcher Höhe sich das Flugzeug gerade befindet, welchen Kurs und wie schnell es fliegt. Außerdem wird der Ladestatus der Akkus sowie die Auslastung von Akkus und Motoren angezeigt.

Solar Impulse wird vom 23. bis 29. Mai 2011 im Rahmen der Veranstaltung Solar European Flights in Brüssel präsentiert. Anschließend geht es weiter nach Paris zur Internationalen Luftfahrtaustellung, die vom 20. bis 26. Juni stattfindet.


YoungManKlaus 16. Mai 2011

Man muss ja nicht direkt den Strom aus Onboard-Solarzellen nehmen. Eine einfache Lösung...

Kommentieren



Anzeige

  1. Oracle DBAs mit Fokus auf Golden Gate (m/w)
    Reply GmbH & Co. KG, München
  2. Enterprise Architekt IT (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. Mitarbeiter/-in für Kundendatenmanagement in der Abteilung Marketing Kommunikation
    Daimler AG, Berlin
  4. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  2. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  3. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  4. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  5. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  6. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar

  7. Google

    Youtube und der falsche Zeitstempel

  8. Western Digital

    Erste günstige 6-TByte-Festplatten sind verfügbar

  9. Projekt Baseline

    Google misst den menschlichen Körper aus

  10. IMHO

    Share Economy regulieren, nicht verbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Google-Suchergebnisse EU-Datenschützer verlangen weltweite Löschung
  2. Google Apps for Business Sprint steigt bei Googles App-Programm ein
  3. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Nokia Lumia 930 im Test: Das Beste zum Schluss
Nokia Lumia 930 im Test
Das Beste zum Schluss
  1. Lumia 930 Nokias Windows-Phone-Referenz ab kommender Woche erhältlich
  2. Nokia Lumia 930 Windows-Phone-Referenzklasse kommt im Juli
  3. Smartphone Das schnellere 64-Bit-Déjà-vu

    •  / 
    Zum Artikel