Wikileaks: Klappe halten oder blechen
Verlangt Verschwiegenheit: Julian Assange (Bild: Dan Kitwood/Getty)

Wikileaks

Klappe halten oder blechen

Eine britische Wochenzeitung hat eine Verschwiegenheitsvereinbarung veröffentlicht, die Wikileaks seine Mitarbeiter unterzeichnen lässt. Wer Interna ausplaudert, muss mit einer Vertragsstrafe von über 13 Millionen Euro rechnen.

Anzeige

Wikileaks verlangt von seinen Mitarbeitern, dass sie beim Eintritt in die Organisation eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnen. Darin verpflichten sie sich, über alle Interna zehn Jahre Stillschweigen zu bewahren, berichtet die britische Wochenzeitung News Statesman, die das Dokument auf ihrer Website veröffentlicht hat.

Die meisten Arbeitsverträge verlangen von dem Unterzeichner Vertraulichkeit. Wikileaks geht jedoch einen Schritt weiter: Die Organisation droht bei Zuwiderhandlung mit einer saftigen Konventionalstrafe: Rund zwölf Millionen Pfund, umgerechnet etwa 13,7 Millionen Euro, soll der Angestellte dann an Wikileaks zahlen. Das sei der "übliche Marktwert für eine Information".

Die Organisation begründet die Maßnahme unter anderem damit, dass ein Bruch der Verschwiegenheit den Ruf von Wikileaks schädige, die Informationen, über die Wikileaks verfügt, an Wert verlören und dass die Möglichkeit, Informationen an Medien zu verkaufen, eingeschränkt werde.

Der ehemalige Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg hält das Dokument aus dem Jahr 2010 für echt. Zu seiner Zeit habe es solche Klausel nicht gegeben, sagte er der Berliner Tageszeitung (taz). Er hält sie für eine Folge des Ausstiegs mehrerer Aktivisten im vergangen Jahr. Außer ihm selbst hatten noch weitere Mitarbeiter die Organisation verlassen.


IrgendeinNutzer 14. Mai 2011

Ich finde den Artikel überhaupt nicht schlimm. Die Titelzeile (Headline) macht neugierig...

cyptyp 14. Mai 2011

Ja so wie vieles Andere auch was man längst überwunden geglaubt hat. Und du verstehst...

Trollversteher 13. Mai 2011

hehe, ok, hab ne Weile eine Golem-Auszeit genommen, muss mich erst mal wieder dran...

samy 13. Mai 2011

wenn die mal wirklich dieses Geld von einem Verlangen und es dann zum Gerichtsprozess...

samy 13. Mai 2011

Ein wirklich toller Bericht. Mir scheint dass mit dem Relaunch, auch der Inhalt sich...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)
  2. IT-Enterprise Storage Architect (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Gruppenleiter (m/w) für Software-Qualitätsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Augmented Reality

    Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap

  2. Mac OS X 10.10

    Aufregung um erweiterte Spotlight-Suche

  3. Mitsubishi Aircraft MRJ90

    Regionaljet aus Japan soll in wenigen Monaten abheben

  4. Desktop-Prozessor

    Nachfolger des Core i7-5960X erst 2016

  5. ALPR

    Massenhafte Erfassung von KFZ-Kennzeichen in Deutschland

  6. Paranautical Activity

    Entwicklerrücktritt nach Morddrohungen gegen Gabe Newell

  7. Amazon Fire TV

    Nicht funktionierende Pin-Abfrage verärgert Nutzer

  8. iPad Air 2 Benchmark

    Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

  9. Makesmith CNC

    CNC-Fräse als Bausatz für 300 US-Dollar

  10. Sony

    Kamerasensor für mondlose Nächte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

    •  / 
    Zum Artikel