Münchner Freiheit: Bayern schlagen Berliner mit Linux-Migration
Andreas Heinrich spricht auf dem Linuxtag über die Migration der Müncherstadtverwaltung zu Linux (Bild: Linuxtag)

Kugelschreiber und Sticker zur Eingewöhnung

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Parallel zu der Umstellung auf Linux-Systeme ist die Stadt München zu Openoffice.org auf allen Arbeitsplätzen migriert. Diese Phase wurde vor einem Jahr abgeschlossen - mit großem Erfolg. Um die Einarbeitungsphase zu verkürzen und die Umgewöhnung zu erleichtern, bekamen die Angestellten Installations-CDs für die private Nutzung; sogar Kugelschreiber oder Sticker mit dem Openoffice.org-Logo wurden verteilt, um die Identifikation der Nutzer mit der Software zu steigern.

Das Betriebssystem und die Infrastruktur

Die Migration der Rechner in der Stadtverwaltung zu freier Software hat der Münchner Stadtrat im Jahr 2003 beschlossen. Von Anfang an war klar, dass nicht alle PCs auf Linux umgestellt werden können. Ausgenommen werden beispielsweise Arbeitsplätze, die proprietäre Software zwingend benötigen wie die Kommunikation mit der Bundesdruckerei, deren Software nur auf Windows läuft.

Der sogenannte Limux-Client basierte anfangs auf Debian Sarge. Heute ist die Grundlage Ubuntu, wobei sich das Entwicklerteam an den jeweiligen Long-Term-Support-Releases orientiert. 90 Prozent der genutzten Pakete stammen direkt aus den Repositories von Ubuntu. Die restlichen zehn Prozent sind selbst gebaute Pakete. Denn die für die Verwaltung eingesetzte Software weist oft komplexe Abhängigkeiten auf.

Die Administration der genutzten Clients erfolgt mittels GOsa und FAI. Damit lassen sich auch Berechtigungen bis ins kleinste Detail regeln, zum Beispiel für die Verwendung von USB-Sticks. Die IT-Abteilungen pflegen eigene Server mit einem Repository, über die die Software und Updates verteilt werden. Darin sind etwa 2.500 bis 3.000 Pakete enthalten, je nachdem, welche Programme die einzelnen Referate der Stadt für spezielle Anforderungen einsetzen.

Darüber hinaus wird die eingesetzte Software sicherheitstechnich gehärtet und es kommen Virenscanner zum Einsatz. Ebenfalls wurde im Limux-Client ein eigenes Branding umgesetzt und die Profile der Nutzer werden mit Servern synchronisiert, damit der eingerichtete Computerarbeitsplatz auf verschiedener Hardware zur Verfügung steht.

Technisch stehen noch einige Entscheidungen an. So kommt zurzeit noch KDE 3.5 als Oberfläche zum Einsatz. Über einen Wechsel des Desktops ist jedoch noch nicht entschieden worden. Auch wird die Entwicklung Ubuntus von Jähne kritisch betrachtet. Es sei schwer zu sagen, was Canonical umsetzen wird und in welche Richtung sich die Distribution entwickelt.

 Münchner Freiheit: Bayern schlagen Berliner mit Linux-MigrationAus Fehlern lernen 

( Alternativ... 19. Aug 2011

ja schon klar die sind dumm und du bist klug. hättest du das projekt geleitet, nach 30...

handymasten_abs... 19. Mai 2011

Richtig, Beamte gehen nämlich nicht in Rente, die gehen in Pension... ;-)

sacridex 16. Mai 2011

Es ging um die 10% der Pakete, die entwickelt werden müssen. Das sind sie ja jetzt schon.

-DuffyDuck- 16. Mai 2011

Also allen, die hier meinen es wäre schlauer gewesen einfach auf der Windows Schiene zu...

Baron Münchhausen. 16. Mai 2011

"ohhhh ich muss mein Horizont erweitern, neeeiin, ich will nur dumm da sitzen und den...

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TechBanger.de / 15. Mai 2011

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