Erdbeben in Japan: Nikon nimmt Digitalkameras vom Markt
Coolpix S6100 (Bild: Nikon)

Erdbeben in Japan

Nikon nimmt Digitalkameras vom Markt

Nikon Japan muss zwei digitale Kompaktkameras vom asiatischen Markt nehmen, da dem Kamerahersteller Teile fehlen, sie herzustellen. Grund sind das Erdbeben und die Tsunamikatastrophe in Japan.

Anzeige

Die Nikon Coolpix S4100 und die Coolpix S6100 werden in Asien vom Markt genommen. Beide Kompaktkameras wurden erst Anfang Februar 2011 angekündigt. Probleme mit der Teilebeschaffung erlauben es dem japanischen Kamerahersteller nicht, eine stete Produktionsmenge zu erzielen, die auch für den asiatischen Markt ausreicht. Ob der Zustand irgendwann beendet sein wird und die Kameras neu auf den Markt gebracht werden, gab Nikon nicht an.

Die Coolpix S4100 ist mit einem 5fach-Zoom ausgestattet und nimmt Fotos mit 14 Megapixeln auf. Ihr 3 Zoll großes Display ist berührempfindlich und gestattet die Steuerung von Aufnahme- und Wiedergabefunktionen mit den Fingern. Sie erreicht eine Auflösung von 14 Megapixeln und kann neben Standbildern auch Filme mit 720p Auflösung und Stereoton auf SDHC-Karten speichern. In Deutschland kostet sie rund 150 Euro.

Die Nikon Coolpix S6100 mit 16 Megapixeln Auflösung arbeitet mit einem 7fach-Zoomobjektiv, das fest eingebaut ist. Der ebenfalls 3 Zoll große und wiederum berührempfindliche Bildschirm erreicht eine Auflösung von 460.000 Bildpunkten. Die S6100 nimmt Videos mit halber HD-Auflösung und Stereoton auf und kostet rund 220 Euro.

Bislang ist Nikon der einzige Kamerahersteller, der wegen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan ein Modell nicht mehr fortführen kann. Die Zuliefersituation ist in einigen Teilen Japans durch die nach wie vor schweren Bedingungen weiter angespannt, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass künftig auch noch andere Anbieter, denen die Vorräte zur Neige gehen, zu ähnlichen Schritten gezwungen sind. Auch die Entwicklung neuer Digitalkameras und Objektive kann durch die Ereignisse verzögert werden.

Eine ausführliche Zusammenfassung zur Lage der japanischen Fotoindustrie haben die Schweizer Kollegen von fotointern.ch zusammengestellt.


1st1 14. Mai 2011

Siehe http://www.photoscala.de/Artikel/Die-japanische-Fotoindustrie-nach-dem-Erdbeben-2x...

Hotohori 13. Mai 2011

"vom Markt nehmen" heißt ja eigentlich nichts anderes, als das man es nirgends mehr...

Kommentieren



Anzeige

Anzeige

  1. Java Entwickler/in
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  3. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  4. Teamleiter Java Softwareentwicklung (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Europäischer Gerichtshof

    Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung

  2. IP-Telefonie

    DDoS-Angriff legt Sipgate lahm

  3. Mobiles Bezahlen

    Überwiegend positive Erfahrungsberichte zu Apple Pay

  4. UniPi+

    Das Raspberry Pi B+, in Aluminium gehüllt

  5. Ubuntu 14.10

    Zum Geburtstag kaum Neues

  6. Deutsche Telekom

    "Verdienen nicht genug für den Ausbau für Milliarden GByte"

  7. Raumfahrt

    Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift

  8. Kingdom Come Tech Alpha

    Verirrte Schafe und geplagte Farmer

  9. Verwaltung

    Berliner Steuerbehörden wollen wieder MS Office nutzen

  10. Anno

    Erschaffe ein Königreich auf dem iPad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen
  2. E-Mail Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Yahoo Mail

Retro-Netzwerk: Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern
Retro-Netzwerk
Der Tilde.Club erstellt Webseiten wie in den Neunzigern

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel