Twitter-Bilder: Verwirrung um Twitpic
Twitpic (Bild: Screenshot)

Twitter-Bilder

Verwirrung um Twitpic

Twitpic hat eine Vereinbarung mit einer Bildagentur geschlossen und gleichzeitig seine Geschäftsbedingungen geändert. Darf der Bilderdienst nun Fotos seiner Nutzer an die Agentur verkaufen?

Anzeige

Verwirrung um die Geschäftsbedingungen (AGB) beim Bilderdienst Twitpic: Dieser habe sich in einer Überarbeitung der AGB das Recht zugesichert, die von den Nutzern eingestellten Fotos weiterzuverwerten, berichtet Spiegel Online. Gleichzeitig hat Twitpic laut dem britischen Mediendienst Press Gazette eine Vereinbarung mit der Nachrichten- und Fotoagentur World Entertainment News Network (WENN) geschlossen.

WENN bekommt Bilder

Danach darf WENN Fotos, die auf dem mobilen Bilderdienst hochgeladen werden, kommerziell verwerten. Interessant ist das unter anderem, weil viele Prominente über Dienste Bilder von sich verbreiten.

Auf Twitpic veröffentlichte Bilder seien bereits häufig ohne Erlaubnis veröffentlicht worden, sagte Wenn-Chef Lloyd Beiny. "Die Ansicht einiger, dass alle Bilder, die über Twitter eingestellt werden, kostenlos verfügbar sind, ist vollkommen falsch. Aber infolge dieser neuen Vereinbarung kann jeder, der Fotos von Prominenten veröffentlichen will, die auf Twitter über Twitpic eingestellt wurden, dies legal über WENN tun."

Geänderte Geschäftsbedingungen

In den aktuellen AGB sichert sich Twitpic das Recht zu, die Bilder, die Nutzer über den Dienst veröffentlichen, weiterzuverwenden. Das Urheberrecht bleibt aber beim Fotografen. "Indem Sie Inhalte zu Twitpic übertragen, räumen Sie Twitpic eine weltweite, nichtexklusive, honorarfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Genehmigung ein, die Inhalte zu nutzen, zu reproduzieren, zu verteilen, zu bearbeiten, auszustellen und aufzuführen in Zusammenhang mit dem Dienst und mit Twitpics Geschäften (und denen seiner Nachfolger und Partner), einschließlich der unbeschränkten Verwendung, um für Teile des Dienstes oder den ganzen Dienst zu werben oder diesen weiterzuverteilen in allen Medienformaten und über alle Medienkanäle."

Fakt ist, dass die Passage über die Verwertung in älteren Versionen der AGB fehlt. Eine solche Klausel sei, so schreibt Twitpic-Chef Noah Everett im Unternehmensblog, "Standard bei den meisten Sites mit nutzergenerierten Inhalten (inklusive Twitter)." Über die neuen AGB erlaubten die Nutzer Twitpic, die Fotos und Videos "auf twitpic.com und an unsere Partner zu verteilen." Die Änderungen hätten einige Aufregung verursacht, für die sich Everett entschuldigte.

Nur auf anderen Webseiten?

Danach hat sich Twitpic also nur das Recht gesichert, die Fotos nicht nur auf der eigenen Seite zu veröffentlichen, sondern auch auf Partnerseiten. Bleibt die Frage, ob WENN zu den Partnern von Twitpic zu rechnen ist.

Anfang des Jahres habe WENN schon einmal eine Vereinbarung mit Plixi, einem anderen Twitter-Bilderdienst, geschlossen, ebenfalls in der Absicht, die Fotos zu verwerten, berichtet die New York Times. Nach der Beschwerde eines namentlich nicht genannten Prominenten wurde diese jedoch schnell wieder gelöst.


Schnarchnase 11. Mai 2011

Selbstverständlich, zumindest in Deutschland ist das Urheberrecht nicht veräußerbar.

elgooG 11. Mai 2011

Ich habe meinen Twitpic-Account auch gelöscht und der Anwendung die Rechte auf meinen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in für Software Qualitätssicherung
    Ford-Werke GmbH, Köln
  2. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  3. Softwareentwickler (m/w)
    Elanders Germany GmbH, Waiblingen
  4. Web Entwickler/in Java/C#
    comspace GmbH & Co. KG, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Probleme mit der Haltbarkeit

    Wearables gehen zu schnell kaputt

  2. Nachfolger von Brendan Eich

    Chris Beard ist neuer Mozilla-Chef

  3. E-Plus

    Berliner U-Bahn bis Jahresende mit UMTS und LTE ausgerüstet

  4. 100 MBit/s

    Telekom will 38.000 Kabelverzweiger für Vectoring

  5. Regierungsrazzia

    Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

  6. Sebastian Kügler

    Pläne für Wayland-Unterstützung in KDE Plasma 5

  7. Dieselstörmers

    Modemarke gegen Actionspiel

  8. Wearable

    Swatch will eigene Smartwatch bauen

  9. DPT Board

    Selbstbau-WLAN-Modul mit OpenWRT für 35 US-Dollar

  10. Telltale Games

    The Walking Dead geht in die dritte Adventure-Staffel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

    •  / 
    Zum Artikel