App Engine 1.5.0: Google erweitert seinen Cloud-Computing-Dienst

App Engine 1.5.0

Google erweitert seinen Cloud-Computing-Dienst

Mit der neuen App Engine 1.5.0 baut Google seinen Cloud-Computing-Dienst deutlich aus. Google gibt Entwicklern mit Backends mehr Kontrolle, führt sogenannte Pull Queues ein und unterstützt ab sofort auch die freie Programmiersprache Go.

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Die größte Neuerung in Google App Engine 1.5.0 stellt die Unterstützung der freien, von Google entwickelten Programmiersprache Go dar. Bisher wurden nur Java und Python unterstützt. Go wird in nativen Code übersetzt, was bei rechenintensiven Applikationen für mehr Leistung sorgen soll.

Bislang laufen Applikationen auf Googles App Engine in kurzlebigen Instanzen, die je nach Anfragen hoch- und runtergefahren werden. Was für Webapplikationen gut geeignet ist, führt aber zu Problemen, wenn es um größere Applikationen geht, die länger laufen und viel Speicher benötigen. Abhilfe schaffen sollen sogenannte Backends für Java und Python, die Google mit der App Engine 1.5.0 einführt: Dabei handelt es sich um vom Entwickler kontrollierte, lange laufende, adressierbare Instanzen, die so groß sind wie vom Entwickler spezifiziert. Es gibt keine Deadline für Requests, die Instanzen können gezielt gestartet sowie angehalten werden und zwischen 128 MByte und 1 GByte Speicher nutzen. Die CPU-Leistung wird der Speichermenge angepasst.

Neu sind zudem sogenannte Pull Queues zur Ergänzung von Task Queues: Sobald eine Applikation in der Lage ist, neue Aufgaben zu verarbeiten, holt sie sich diese aus einer Pull Queue. Externe Dienste können dies über ein REST-API nutzen.

Der vor einiger Zeit eingeführte High Replication Datastore wird zum Standard für neue Applikationen. Zugleich senkt Google den Preis von 0,45 Cent auf 0,24 Cent, so dass der High Replication Datastore nicht mehr teurer ist als der bisher verfügbare Standardspeicher.

Das Mail-API schränkt Google hingegen ein, vermutlich um zu verhindern, dass darüber Spam verschickt wird: So ist es künftig nur noch möglich, darüber E-Mails von Absendeadressen zu verschicken, die von Google verwaltet werden. Darüber hinaus können neue Applikationen nur noch an 100 Nutzer pro Tag kostenlos E-Mails versenden. Bislang lag diese Grenze bei 2.000.

Mittlerweile nutzen mehr als 100.000 Entwickler die App Engine. Sie ermöglicht es, Applikationen auf Googles Infrastruktur zu hosten. Dabei zählt Google mehr als 200.000 aktive Applikationen, obwohl die App Engine offiziell noch eine Preview ist. Das aber soll sich im Laufe des Jahres 2011 ändern. Dann garantiert Google zahlenden Nutzern eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent. Die kostenlose Nutzung wird dann weiter eingeschränkt.

Zudem wird Google sein Abrechnungsmodell umstellen: Statt CPU-Stunden werden künftig Instanz-Stunden berechnet. Je Instanz und Stunde berechnet Google zwischen 5 und 8 US-Cent.


dafire 11. Mai 2011

Meine Chefs würden mir in den hintern treten wenn ich unsere Daten bei Google auslagern...

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