Technical Sessions auf der Google I/O 2010
Technical Sessions auf der Google I/O 2010 (Bild: Google)

Google I/O

Music Beta by Google wird vorgeführt

Nach Amazon Cloud Drive kommt Music Beta by Google. Beide cloudbasierten Musikservices gehen online, ohne eine Lizenzvereinbarung mit der Musikindustrie erzielt zu haben.

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Google startet heute seine jährliche Entwicklerkonferenz, die Google I/O in San Francisco. Laut Berichten der New York Times, des Wall Street Journals und der Nachrichtenagentur Bloomberg plant der Internetkonzern, dort einen cloudbasierten Musikservice bekanntzugeben.

Ein Sprecher von Google Deutschland hat Golem.de den Start von Music Beta by Google während der Konferenz bestätigt.

Der Google-Dienst soll das Hochladen von Musikdateien in die Cloud ermöglichen. Um Urheberrechtskonflikte mit der Musikindustrie zu reduzieren, sollen Anwender die Musik anderer Nutzer nur streamen, nicht aber herunterladen können, hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren.

Der Musikdienst soll sich noch in der Testphase befinden und nur einem eingeschränkten Nutzerkreis offenstehen.

Lizenzen von der Musikindustrie habe Google für den Dienst noch nicht gekauft, berichtet das Wall Street Journal. Die Labels hatten bereits verärgert auf den Amazon-Dienst Cloud Drive reagiert, der ebenfalls ohne Lizenzen in Betrieb ging. Amazon Cloud Drive ermöglicht das Speichern der eigenen Musiksammlung, von Fotos und Videos auf Amazons Servern mit dem Speicherdienst Simple Storage Service (S3). Eine Sony-Music-Sprecherin erklärte, das Unternehmen halte sich alle juristischen Möglichkeiten gegen Amazon offen. Craig Pape, Director of Music bei Amazon, hatte dagegen gesagt: "Wir brauchen keine Lizenz zum Speichern von Musik. Das ist dieselbe Funktion wie bei einer externen Festplatte."

Laut New York Times soll das neue Produkt die Bezeichnung Music Beta by Google tragen. Google habe monatelang mit der Musikindustrie verhandelt. "Einige Musiklabels waren nicht kooperativ und verlangten eine Reihe von Geschäftsbedingungen, die uns ein nachhaltiges Produkt oder Geschäftsmodell verwehrt hätten", sagte Jamie Rosenberg, Director Digital Content bei Googles Android-Sparte, der Zeitung. "Doch wir sind nicht unbedingt auf die Partnerschaften angewiesen, die sich als schwierig erwiesen haben."

Rosenberg bezeichnete Music Beta als ersten Schritt hin zu einem größeren Cloud-Musikdienst. Google hoffe, die Verhandlungen mit den Musikkonzernen fortsetzen zu können, um andere Angebote, wie den Verkauf von Songdateien oder einen Vorschlagsservice für neue Musik, aufzubauen. Music Beta by Google soll das kostenlose Hochladen von 20.000 Musiktiteln ermöglichen. Amazon hat bei 1.000 Songtiteln ein Limit gesetzt. Der Google-Dienst synchronisiert die Playlists mit verschiedenen mobilen Endgeräten.


tilmank 10. Mai 2011

Es gibt Menschen, die tun das schon seit Jahren. Das Problem ist hierbei einerseits die...

AndyGER 10. Mai 2011

Stimmt, GEMA. Nicht GEZ. :-) Aber die haben mit mir dann ja eh nix zu schaffen. Da muss...

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