Gerd Tenzer
Ex-Telekom-Vize kritisiert langsamen Glasfasernetzausbau
Gerd Tenzer, einer der früheren Topmanager der Deutschen Telekom, hat den Konzern wegen seines zögerlichen Ausbaus von FTTH/FTTB scharf angegriffen. Mit diesem Tempo wäre der 1990 begonnene Ausbau des Telefonnetzes im Osten immer noch nicht fertig.
Gerd Tenzer, der frühere Vizechef der Deutschen Telekom, hat den langsamen Ausbau von FTTH-/FTTB-Anschlüssen (Fibre To The Home/Building) durch den Konzern kritisiert. Tenzer sagte dem Magazin Focus: "Wenn die Telekom so lange wartet, bis der Regulierer alle offenen Fragen entscheidet, überlässt sie den Markt den Kabel- und City-Anbietern. Schwierigkeiten bei der Durchführung kann man nur abstellen, wenn man beginnt, etwas zu tun. Und genau das tut die Telekom nicht." In Deutschland verfügen nur ungefähr 150.000 Kunden über einen FTTH-/FTTB-Anschluss.
Tenzer galt im Jahr 2002 als aussichtsreichster Kandidat für eine Nachfolge des damaligen Telekom-Chefs Ron Sommer. Als Tenzer im Jahr 2002 aus dem Vorstand der Telekom ausschied, erklärte das Unternehmen, er habe "langjährig wie kein anderer" das Unternehmen "geprägt und gestaltet. Zu den herausragenden Erfolgen seines Wirkens gehören der Wiederaufbau der Telekommunikationsinfrastruktur in den neuen Bundesländern, die ISDN-Einführung, die Digitalisierung des Telefonnetzes, die Restrukturierung des Kabel-TV-Geschäftes sowie die Forcierung dessen Verkaufs." Tenzer sagte jetzt dem Focus: "Hätte die Telekom nach 1990 genauso lange gezögert, wäre das Telefonnetz im Osten immer noch nicht fertig".
Konzernchef René Obermann hatte am 21. April 2011 angekündigt, die Ziele beim FTTH-Ausbau massiv zurückzufahren. Statt bisher 4 Millionen werde die Telekom bis Jahresende nur noch 160.000 Haushalte anschließen. Am 17. März 2010 hatte die Telekom erklärt, bis Ende 2012 zehn Prozent aller 40 Millionen Haushalte direkt mit Glasfaser ausstatten zu wollen.






Diese Diskussionen sind in den Neunzigern geführt worden und damals wurde eine kaum...
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