John Ricietello, EA
John Ricietello, EA (Bild: Electronic Arts)

John Riccitiello

EA-Chef erwartet Ende der "Boxed"-Spiele

Download statt Disc: Electronic Arts setzt zunehmend auf digitale Vertriebsmodelle, Unternehmenschef John Riccitiello will offenbar eher früher als später eine Online-Only-Firma führen. Viele Entwickler von PC-Spielen sind ihm dabei schon ein paar Schritte voraus.

Anzeige

Innerhalb der Spielebranche gilt die Vertriebsmannschaft von Electronic Arts oft - auch in Deutschland - als das beste Team. Auf viel Gegenliebe bei Unternehmenschef John Riccitiello stößt sie dabei offenbar nicht mehr. "Über die nächsten Jahre werden wir EA von einer 'Boxed-Company' in eine voll integrierte digitale Unterhaltungsfirma verwandeln. Wir transformieren EA in ein Spiele-als-Dienstleistung-Unternehmen", hat Riccitiello im Gespräch mit Analysten gesagt. Einen konkreten Zeitrahmen nennt er nicht.

Digitale Distribution wird für Entwickler und Publisher zunehmend wichtig: Auf der Entwicklerkonferenz Quo Vadis war insbesondere von Herstellern kleiner und mittlerer PC-Spiele zu hören, dass der Downloadvertrieb - vorwiegend über Steam - längst die im Handel erzielten Umsätze und vor allem Gewinne übertrifft.

Auch EA verzeichnet ein starkes Wachstum der im Internet erzielten Umsätze: Um rund 46 Prozent sind die Onlineumsätze im letzten Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen - auf 800 Millionen US-Dollar, die Milliardenmarke dürfte bald fallen. Das Unternehmen hat im letzten Geschäftsjahr Nettoverluste von 276 Millionen US-Dollar bilanziert, im Vorjahr war noch ein Minus von 677 Millionen US-Dollar Dollar angefallen. Der Umsatz lag bei 3,59 Milliarden US-Dollar, was einen leichten Rückgang von 1,8 Prozent bedeutet.

Im laufenden Geschäftsjahr hofft EA auf schwarze Zahlen. Unter anderem soll das Onlinerollenspiel Star Wars: The Old Republic zu einem noch nicht näher genannten Zeitpunkt starten. Interessant dürfte das Geschäftsmodell sein: Noch ist unbekannt, ob das von Bioware produzierte Programm auf Abos, Free-2-Play mit Itemshop oder auf eine Mischung setzt. Neben einer Reihe von Sportspielen dürfte zum Jahresende 2011 vor allem Battlefield 3 die Kassen klingeln lassen. Die Veröffentlichung des ebenfalls von vielen Fans erwarteten Mass Effect 3 verschiebt sich auf Anfang 2012.


Vradash 17. Mai 2011

Oh, das Problem kenne ich. Bei mir war es nur so dass einfach Battlefield Bad Company 2...

samy 06. Mai 2011

Genau. Und wenn dir ein Spiel nicht mehr gefällt etc. kann man es noch verkaufen (falls...

Captain 06. Mai 2011

dafür gibts TB Platten *ggg, da pssen einige Spielchen Installs drauf *bg und warten...

lokke009 06. Mai 2011

...die nahezu jeden Entwickler aufkaufen, der mal ein gutes Spiel rausgebracht hat, das...

zilti 06. Mai 2011

Er meint aber Streamingdienste.

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Systemadministrator (m/w)
    Idiada Fahrzeugtechnik GmbH, Ingolstadt
  2. Softwareentwickler (m/w)
    BayWa r.e. Solarsysteme GmbH, Tübingen
  3. SAP NetWeaver / Basis Consultant (m/w)
    Libelle AG, Stuttgart oder Bochum
  4. IT-Systembetreuer Sharepoint (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PCGH-Supreme-PC GTX980-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 980)
  2. TIPP: Amazon Fire TV
    84,00€
  3. Angebote der Woche bei Notebooksbilliger
    (u. a. Samsung Galaxy Tab 4 für 239,90€, Bosch IXO IV für 39,90€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. BSI-Sicherheitsbericht

    Hacker beschädigen Hochofen in deutschem Stahlwerk

  2. Innenminister de Maizière

    Jeder kleine Webshop muss sicher sein

  3. Smartwatch

    Pebble unterstützt Android Wear

  4. Sony-Leaks

    MPAA lobbyiert weiter für DNS-Sperren

  5. South Park S18

    Eine sehenswerte Staffel voller IT-Kritik

  6. Wiredtiger

    MongoDB übernimmt schnellen, skalierbaren Datenspeicher

  7. Trinity Desktop R14

    KDE3-Fork integriert neue Software

  8. Automatische Filterfunktion

    Facebook macht dunkle Selfies hell

  9. IT-Sicherheitsgesetz

    Kabinett beschließt Meldepflicht für Cyberangriffe

  10. Jahresrückblick

    Was 2014 bei Golem.de los war



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Fedora 21 im Kurztest: Eine Aufteilung, die guttut
Fedora 21 im Kurztest
Eine Aufteilung, die guttut
  1. Atomic Host Beta Red Hat integriert Kubernetes in sein Container-System
  2. Linux-Distribution Fedora 21 Alpha ist erschienen

Softbots: Roboter verändern den Journalismus
Softbots
Roboter verändern den Journalismus
  1. Roboterjournalismus Maschinen können keine Krimis schreiben

Project Goliath: Interne Mails von Sony Pictures zeigen Kampf gegen Google
Project Goliath
Interne Mails von Sony Pictures zeigen Kampf gegen Google
  1. Google No-Captcha Katzenbildchen statt Zeichenfolge
  2. EU-Richtlinien beschlossen Recht auf Vergessen soll weltweit gelten
  3. Google Contributor Werbefreies Surfen gegen Monatsgebühr

    •  / 
    Zum Artikel