FTTH

Partnerschaft für Glasfaserausbau in Deutschland

Im Breko organisierte Netzbetreiber und Ausrüster vom FTTH Council Europe wollen künftig kooperieren. Der Glasfaserausbau in Deutschland geht nur langsam voran und stößt auf viele Schwierigkeiten.

Anzeige

Verbände der Glasfasernetzbetreiber und Ausrüster wollen künftig eng zusammenarbeiten. Das gaben der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) und das FTTH Council Europe am 4. Mai 2011 bekannt. Geplant sei ein intensiver Informationsaustausch über Marktdaten, Strategien, Fördermöglichkeiten, neue Projekte und Dienste. Zusätzlich wollten beide Organisationen ihre Aktivitäten bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und beim Marketing koordinieren.

Das FTTH Council Europe ist eine Branchenorganisation, in der Netzwerkausrüster wie Alcatel-Lucent, Cisco, Ericsson, Motorola, Nokia Siemens Networks, Huawei und Glasfaserkabelhersteller zusammengeschlossen sind. Zu den Mitgliedsunternehmen des Breko mit eigenem Netz gehören Ewe Tel, Hansenet, Thüringer Netkom, Eifel-net, Kielnet, Lew Telnet, die Stadtwerke Neumünster, Netcom Kassel, Telefónica Deutschland und Versatel.

"Die Kooperation mit Breko ist für das FTTH Council Europe ein wichtiger Schritt, um auch in Deutschland einen effektiven Informationsaustausch mit Netzbetreibern und Stadtwerken sicherzustellen", sagte FTTH-Council-Europe-Chef Hartwig Tauber.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte kommt in ihrer in dieser Woche vorgelegten Studie "Breitband Reloaded" zu dem Schluss, dass der deutsche Markt noch einige Probleme beim Ausbau der Glasfasernetze lösen müsse. Bestehende Kupferkabel oder auch die Infrastruktur der TV-Kabelnetzbetreiber würden von den meisten Verbrauchern als ausreichend empfunden; die erwarteten höheren Kosten eines Glasfaseranschlusses hielten das Verbraucherinteresse zusätzlich in Grenzen, erklärte Deloitte.

In Deutschland verfügen laut der Studie nur ungefähr 150.000 Kunden über einen FTTH/FTTB-Anschluss (Fibre To The Home/Building). Das deckt sich mit Angaben, die Golem.de im Februar 2011 veröffentlicht hatte. "Die Nachfrage ist gering - nur etwas über ein Viertel der Verbraucher würde nennenswerte Mehrkosten für höhere Geschwindigkeiten akzeptieren", hat Deloitte herausgefunden. Die Investitionen der Betreiber für einen Ausbau der Glasfasernetze seien sehr hoch. In weniger dicht besiedelten Regionen können diese bis zu 3.300 Euro pro Anschluss betragen. Kommunal getriebene Initiativen mehrerer Kooperationspartner bestehend aus Gemeinden, regionalen Sparkassen und Energieversorgern können jedoch die Finanzierungslücke mit Hilfe von Fördergeldern überwinden und entsprechende Glasfaserprojekte realisieren.


/mecki78 04. Mai 2011

Soweit ich weiß, ist FTTH auch nur bei Einfamilienhäusern wirklich FTTH. Da wird dann...

Kommentieren




Anzeige
  1. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt
  2. SAP-Entwickler (m/w)
    WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG, Nürnberg
  3. SRM Senior Consultant (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"
  3. Zu erfolglos Yahoo schließt sieben Apps und Dienste

Zum Artikel