Mplayer
Verbesserungen am Crystal-HD-Treiber
Mit dem für den Crystal-HD-Chip verantwortlichen Treiber können künftig im freien Videoplayer Mplayer-Videos herunterskaliert werden, bevor sie in den Speicher kopiert werden. Das soll auf mancher Hardware die CPU-Last verringern.
Der Crystal-HD-Treiber für die Multimediasoftware Mplayer kann ab sofort großformatige Videos direkt über die Hardware herunterskalieren. Obwohl ein Großteil gängiger Grafikkarten das Skalieren bereits beherrscht, soll die neue Funktion dennoch die CPU entlasten und das Kopieren der verkleinerten Bilder in den Speicher beschleunigen, wie Entwickler Philip Langdale in seinem Blog schreibt.
Laut Langdale handelt es sich dabei auch um ein Workaround eines "seltsamen" Bugs in der Hardware oder der Firmware des Decodierchips. Zwar spiele der Chipsatz von Broadcom Bluray-Dateien einwandfrei ab, bei Videodateien mit weit niedrigeren Bitraten verlangsame sich die Decodierung aber erheblich. Die neue Funktion stehe erst mit einer aktuellen Version von Mplayer zur Verfügung, beispielsweise über die Befehlszeile mplayer -lavdopts o=crystalhd_downscale_width=1280, die Bilder im Format 720p ausgibt.
Außerdem hat Langdale einen Fehler beseitigt, der beim Decodieren von Divx- und Xvid-Videos im AVI-Container mit gepackten B-Frames auftrat. Dabei wurden einige Bilder doppelt dargestellt. Zunächst hatte Langdale ein erstes Workaround programmiert, dann aber entdeckt, dass es nur bei der Hälfte der B-Frames funktionierte. Dann entdeckte er, dass die B-Frames unterschiedlich benannt worden waren und musste den Treiber entsprechend aktualisieren.
Die Änderungen sind bereits im Haupt-Git-Zweig eingepflegt.






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