TPV Technology

Philips verkauft seine TV-Sparte

Philips-Fernseher kommen künftig von dem chinesischen Hersteller TPV Technology. Philips hat mit Flachbildschirm-TVs in den vergangenen Jahren eine Milliarde Euro verloren.

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Philips wird seine TV-Sparte verkaufen. Wie der niederländische Elektronikkonzern heute bekanntgab, wird der Konzernbereich in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen TPV Technology eingebracht, an dem Philips nur noch 30 Prozent halten wird. Philips' TV-Sparte hatte zu dem Gewinnrückgang um 31 Prozent im ersten Quartal 2011 beigetragen.

"Eine Lösung für unsere Fernsehersparte zu finden, hatte für uns oberste Priorität. Und wir sind fest davon überzeugt, dass das geplante und heute bekanntgegebene Joint Venture im Verhältnis von 30:70 Prozent mit TPV uns ermöglichen wird, die Fernsehersparte wieder profitabel zu machen", sagte Konzernchef Frans van Houten. Dadurch werde es auch in Zukunft Philips-Fernseher geben. "Ich bin überzeugt, dass Philips noch viel Potenzial hat, das wir gerne freisetzten werden", sagte van Houten in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Philips wird dem Joint Venture das Recht an der Nutzung der Philips-Marke übertragen. Dies gilt zunächst für fünf Jahre und verlängert sich nur, wenn bestimmte Leistungsparameter erfüllt werden. Das Gemeinschaftsunternehmen werde im Jahr 2012 noch nicht mit Lizenzgebühren belastet. Ab 2013 muss das Joint Venture jährlich 50 Millionen Euro an Philips zahlen.

Der Preis für die Abgabe der Sparte an das Joint Venture stehe noch nicht fest. Dieser berechnet sich aus dem Vierfachen des Vorsteuergewinns (EBIT), der durchschnittlich im Jahr 2012 und in den Folgejahren erzielt wird. Sechs Jahre nach Beendigung der Transaktion hat Philips erstmals das Recht, seine Anteile an TPV zu verkaufen. Die Umsätze des TV-Geschäftes von Philips betrugen drei Milliarden Euro im Jahr 2010. "Der endgültige Abschluss der Vereinbarung wird für das dritte Quartal 2011 erwartet, eine Umsetzung bis zum Jahresende", erklärte Philips weiter.

TPV stellt außer LCD-Fernsehern auch LC-Displays her. Im September 2010 hatte Philips noch erklärt, die TV-Sparte nicht zu verkaufen, stattdessen werde nach Lizenz- und Markenpartnerschaften gesucht.

Philips' Fernsehbereich hatte im ersten Quartal einen Vorsteuerverlust von 106 Millionen Euro erwirtschaftet. Laut Analystenberechnungen hat die Sparte durch den Druck von Sony und Samsung seit 2007 einen Verlust von einer Milliarde Euro erlitten. Philips hatte sich in den USA schon 2008 aus dem Vertrieb von TV-Geräten verabschiedet.


Charles Marlow 19. Apr 2011

Aber dafür zuviele flaue Betriebswirte im Management.

Me.MyBase 19. Apr 2011

Das ist reine Marken-Strategie. Philips würde es keiner mehr abnehmen, wenn sie sich...

J.M 18. Apr 2011

Danke für die ausführliche Info. Nein! Werde mich aber mal wieder besser informieren...

book 18. Apr 2011

Wer ist Philips Basher?

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