Abo
  • Services:
Anzeige
Roboterauto: Leonie spricht mit der Ampel

Roboterauto

Leonie spricht mit der Ampel

Braunschweig bekommt demnächst einige WLAN-fähige Ampeln. Diese kommunizieren mit dem Roboterauto Leonie und teilen ihm mit, welche Phase gerade angezeigt ist. Außerdem informieren die Ampeln das Auto über den Phasenwechsel, so dass das Auto energieeffizient fahren kann.

Im Rahmen des Projekts Stadtpilot werden in den kommenden Monaten mehrere mit WLAN ausgestattete Ampeln auf dem Braunschweiger Stadtring installiert. Die Ampeln sollen mit dem Roboterauto Leonie kommunizieren, damit dieses weiß, wann es vor einer Kreuzung anhalten muss. Bisher muss ein Mensch die aktuellen Ampelphasen dem Auto per Eingabe mitteilen.

Anzeige

Ampel mit WLAN

Die Ampeln wurden vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Projekts Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) entwickelt. Sie sind mit dem WLAN-Standard 802.11p ausgestattet, über den Autos miteinander oder mit der Infrastruktur am Straßenrand kommunizieren. Die Ampel sendet an das autonom fahrende Auto nicht nur die aktuelle Phase, sondern auch, wie lange diese noch andauert. Das Roboterauto kann seine Geschwindigkeit anpassen, um möglichst energieeffizient zu fahren.

  • Leonie, das Roboterauto aus Braunschweig, auf der Hannover Messe 2011 (Foto: wp)
  • Der Laserscanner auf dem Dach des Autos, im Hintergrund die WLAN-fähige Ampel (Foto: wp)
  • Er erzeugt eine Punktwolke der Umgebung. Am rechten Rand die aktuelle Ampelphase. Darunter steht die Zeit bis zum Umschalten. (Foto: wp)
  • Leonie von vorne: An den Enden der Stoßstangen und  unter dem Nummernschild sind die Sensoren erkennbar. (Foto: wp)
Leonie, das Roboterauto aus Braunschweig, auf der Hannover Messe 2011 (Foto: wp)

Leonie ist ein Roboterauto, das an der Technischen Universität Braunschweig entwickelt wurde. Das Auto ist ein VW Passat, der mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet wurde, so dass er autonom fahren kann. Leonie ist eine Weiterentwicklung des Roboterautos Caroline, mit dem die Braunschweiger 2007 bei der Darpa Grand Challenge angetreten sind. Im Oktober 2010 ist Leonie erstmals auf öffentlichen Straßen in Braunschweig gefahren.

Laserscanner auf dem Dach

Zur Erkennung anderer Verkehrsteilnehmer verfügt das Auto über mehrere Radar- und Lasersensoren: Auf dem Dach befindet sich ein 64-Ebenen-Laserscanner, der die Umgebung abtastet und eine Punktwolke davon erzeugt. Hinzu kommen Laser- und Radarsensoren, die vorne und hinten am Auto angebracht sind. Damit misst das Auto den Abstand zu anderen Fahrzeugen. Um seine Position zu bestimmen, verfügt Leonie über GPS. Das wird unterstützt durch Lasersensoren an den Seiten. Diese dienen in erster Linie der Fahrspurerkennung und unterstützen die Positionsbestimmung.

Für die Probefahrten brauchen die Braunschweiger eine Sondererlaubnis der niedersächsischen Behörden. Dafür wurde in Kooperation mit dem TÜV Nord ein Anforderungskatalog ausgearbeitet, der erfüllt werden muss. Dazu gehört beispielsweise, dass sich das Auto strikt an die Verkehrsregeln halten muss. Dadurch werde Leonie jedoch zuweilen zu einem Verkehrshindernis, erzählt Teammitglied Andreas Reschka im Gespräch mit Golem.de. Während viele Autofahrer auf der mehrspurig ausgebauten Ringstraße gern mal schneller fahren, hält sich das Roboterauto an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und halte andere damit auf.

Schneller als der Mensch

Eine andere Vorschrift besagt, dass am Lenkrad des Autos ein ausgebildeter Fahrer sitzt, der den Verkehr beobachtet und der zu jedem Zeitpunkt die Steuerung übernehmen kann. Der müsse jedoch kaum eingreifen, berichtet Reschka: In einer kritischen Situation, als ein Fahrradfahrer bei einer Testfahrt Leonie in die Quere zu kommen drohte, habe das Auto von selbst abgebremst, noch bevor der Fahrer überhaupt reagieren konnte.


eye home zur Startseite
brainwatcher 10. Nov 2011

Das werden sich wohl einige Leser fragen. Das Auto könnte ja auch über einen optischen...

chrulri 19. Apr 2011

Nein, für Menschen hat es natürlich immernoch analoge Ampeln mit Rot/Grün und Knopf oder...

Bouncy 19. Apr 2011

Ja zu Stoßzeiten bringen die nichts, fährt halt nicht jeder mit der gleichen...

j_d_ 18. Apr 2011

Also wer sich noch an das Projekt erinnert, um die Berliner Innenstadt mit WLAN...

Wulfen 18. Apr 2011

Die Versicherungen dürfte das nicht gerade freuen ;)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ifb KG, Seehausen am Staffelsee
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  3. OCLC GmbH, Böhl-Iggelheim bei Mannheim
  4. dSPACE GmbH, Paderborn


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Die Goonies, John Mick, Auf der Flucht, Last Man Standing)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...

Folgen Sie uns
       


  1. Whistleblowerin

    Obama begnadigt Chelsea Manning

  2. Stadtnetz

    Straßenbeleuchtung als Wifi-Standort problematisch

  3. Netzsperren

    UK-Regierung könnte Pornozensur willkürlich beschließen

  4. Kartendienst

    Google Maps soll künftig Parksituation anzeigen

  5. PowerVR Series 8XE Plus

    Imgtechs Smartphone-GPUs erhalten ein Leistungsplus

  6. Projekt Quantum

    GPU-Prozess kann Firefox schneller und sicherer machen

  7. TV-Kabelnetz

    Tele Columbus will höhere Datenrate und mobile Conversion

  8. Fingerprinting

    Nutzer lassen sich über Browser hinweg tracken

  9. Raumfahrt

    Chinas erster Raumfrachter Tianzhou 1 ist fertig

  10. Bezahlinhalte

    Bild fordert Obergrenze für Focus Online



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint
  2. Raspberry Pi Compute Module 3 ist verfügbar
  3. Audio Injector Octo Raspberry Pi spielt Surround-Sound

  1. Hurra!

    486dx4-160 | 00:32

  2. Re: Und die Justiz wird übergangen!

    Granini | 00:29

  3. Schaden trägt nur der Leser!

    Fritz123 | 00:24

  4. Re: Was bringt es ?

    Sharra | 00:20

  5. Re: Ehm.. nöö

    Schattenwerk | 00:04


  1. 22:50

  2. 19:05

  3. 17:57

  4. 17:33

  5. 17:00

  6. 16:57

  7. 16:49

  8. 16:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel