Infineon-Chef: Peter Bauer gegen Frauenquote und schnellen Atomausstieg
Peter Bauer (Bild: Infineon)

Infineon-Chef

Peter Bauer gegen Frauenquote und schnellen Atomausstieg

Infineon-Chef Peter Bauer vertritt unpopuläre Positionen. Er will keine Frauenquote bei dem Chiphersteller und lehnt einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie ab. Beides sei unmöglich, meint er.

Anzeige

Der Chef des Chipherstellers Infineon hat sich gegen eine Frauenquote in dem Konzern und einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie ausgesprochen.

"Die Politik darf nicht einfach Unternehmen eine Quote aufzwängen. Damit lösen Sie gar nichts", sagte Peter Bauer dem Tagesspiegel. Bei Infineon würden Führungsposten meist durch Ingenieure besetzt. In Elektrotechnikstudiengängen liege die Zahl der weiblichen Absolventen aber unter fünf Prozent, so der Manager, der selbst Elektrotechnik studiert hat. "Woher sollen also all die Ingenieurinnen kommen, mit denen man eine angemessene Quote erreichen könnte?" Für die Ausbildung sei der Staat verantwortlich: "Die Lösung dieses Problems beginnt in der Grundschule. Dort müssten Mädchen stärker an Technik herangeführt werden."

"Seit zehn Jahren stagniert der Anteil von Frauen bei den Studienanfängern in den Kernfächern Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik nahezu", erklärte heute der Chef des IT-Branchenverbands Bitkom, August-Wilhelm Scheer. Nur 18 Prozent aller Studienanfänger in der Informatik sind weiblich.

Nach einer Analyse der Personalberatung Kienbaum für den Bitkom sind 17 Prozent aller IT-Experten in Deutschland Frauen und nur sechs Prozent der Führungspositionen im IT-Bereich sind von Frauen besetzt. Der Bitkom hatte Ende März 2011 verbindliche Selbstverpflichtungen zur Frauenförderung in IT-Unternehmen gefordert, denn "hohe, gesetzlich festgelegte Quoten für Frauen in Führungspositionen in der ITK-Branche" seien kaum zu erreichen.

Laut einer Umfrage des Magazins Stern waren 51 Prozent für eine Frauenquote, 45 Prozent lehnten sie ab.

Auch in der Frage der Kernenergie vertritt Bauer eher eine unpopuläre Position. Der Infineon-Chef will nach der Katastrophe in Fukushima zwar Atomkraftwerke strenger überprüfen und schneller auf Alternativen umsteigen, ist aber gegen eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. "Ein Ausstieg von heute auf morgen wird ohnehin nicht realisierbar sein", sagte er dem Tagesspiegel. Der abrupte Kurswechsel der Bundesregierung habe der "Glaubwürdigkeit unserer Energiepolitik geschadet". Laut ZDF-Politbarometer plädieren 60 Prozent der Deutschen für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomenergie.


Der Kaiser! 29. Apr 2011

Der Kaiser! 29. Apr 2011

Von mir aus können sie Geschichte streichen und "Konfliktmanagement" einführen.

CommonSense 19. Apr 2011

Bitte lies einfach naechstes Mal den Artikel bevor du darueber diskutierst. Das wuerde...

CommonSense 18. Apr 2011

Hehe, der war gut und trocken, genau so mag ich Witze und Wein :)

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemadministrator/-in Lokale Netzwerke und LAN-Design
    Dataport, Hamburg
  2. Ad Manager (m/w)
    Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG, Hannover oder München
  3. IT-Systemadministrator (m/w)
    AKDB, Würzburg
  4. IT-Techniker (m/w)
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt (bei Flensburg)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Versatel

    United Internet kauft Glasfasernetz für 586 Millionen Euro

  2. Android Wear

    Google will die Smartwatch klüger machen

  3. Flir One

    PIN-Ausspähung per Wärmesensor

  4. Dolby Atmos probegehört

    Klang aus der Decke kommt fürs Heimkino

  5. Air Food One

    Post liefert online bestelltes Lufthansa-Essen nach Hause

  6. Threshold

    Microsoft China scherzt über Startmenü in Windows 9

  7. Lieferdrohnen

    Nasa entwickelt Leitsystem für Flugroboter

  8. Radeon R9 285

    Die schnellste Grafikkarte mit nur zwei 6-Pol-Anschlüssen

  9. Bitcoin

    Charles Shrem will sich schuldig bekennen

  10. Mozilla

    Firefox 32 verbessert Werkzeuge und Leistung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Benq FHD Wireless Kit im Test: Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
Benq FHD Wireless Kit im Test
Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
  1. Project Ara Rockchip und Toshiba in Googles modularem Smartphone
  2. Google und Linaro Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

    •  / 
    Zum Artikel